Donnerstag, 23. Januar 2020
Freitag, 12. April 2019

OSTELBIEN

"Von russischer Seite hoch angebunden"

Foto: privat

henrik Landschreiber

René Vetter über Eigenmittel, ein historisches Zusammentreffen und große Mühen

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Beilrode  Im SonntagsWochenBlatt erklärt René Vetter, Bürgermeister von Beilrode, warum zur Einweihung des Panzerdenkmals in Beilrode auch der russische Botschafter vor Ort sein wird.


SWB: Viele Leute fragen sich, warum offensichtlich viel Geld in das Panzerdenkmal in Beilrode fließt?
René Vetter:
Da muss ich ein wenig weiter ausholen. Vor zwei Jahren nutzten wir die Möglichkeit, den damals schlechten Zustand des Panzers durch Sandstrahlen und mit einem neuen Farbanstrich zu verbessern. Das geschah über Eigenmittel der Kommune und Spenden regionaler Firmen. Irgendwann waren die finanziellen Mittel ausgeschöpft und wir suchten nach Wegen und Lösungen, sowohl den Panzer als auch das Umfeld des Parks zu sanieren und neu zu gestalten.  
Und plötzlich tat sich der viel zitierte Silberstreif am Horizont auf?
Wenn man so will, ja. Nach Gesprächen mit dem Russischen Generalkonsulat und einem Brief an das Russische Haus für Wissenschaft und Kultur in Berlin, denen wir unser Problem schilderten, kam Bewegung in die Sache. Der Direktor des russischen Hauses pflegt gute Kontakte zu einer privaten Stiftung in Wolgograd, die sich für die Unterstützung kriegshistorischer Denkmäler außerhalb Russlands einsetzt. Im November des Vorjahrs meldete sich Herr Vasilevskii, Inhaber der privaten Stiftung, telefonisch. Nach weiteren Gesprächen übergaben Anfang dieses Jahres Vertreter der Russischen Botschaft und des Russischen Hauses eine Spende im fünfstelligen Bereich. Allerdings mit einer Bedingung.
Welche war das?
Das Geld soll zweckgebunden in die Erneuerung des Denkmals der Befreiung eingesetzt werden, und die Fertigstellung der Arbeiten und die Einweihung des Panzerdenkmals sollen am 25. April, dem Jahrestag des historischen Zusammentreffens der Alliierten, erfolgen.
Was für Arbeiten mussten erledigt werden?
Neben der Sanierung des Sockels, inklusive neuer Farbgebung, wurden 30 Bäume und Sträucher gepflanzt. Ein neuer Weg führt zum Denkmal, das später auch beleuchtet werden soll. Dabei schlugen wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Durch die Stürme der letzten Jahre sah das Umfeld teilweise wie ein „Schlachtfeld“ aus. Dieser Zustand konnte nun beseitigt werden.
Am 25. April soll um 13 Uhr das Panzerdenkmal öffentlich neu eingeweiht werden.
Ja, ich lade alle interessierten Einwohner und Gäste dazu herzlichst ein! Geplant ist ein kleines Kulturprogramm, welches die Kinderoase Beilrode und ein russisches Jazz-Orchester gestalten werden. Zudem wird es einen kleinen Imbiss geben, und wir wollen eine Friedenseiche pflanzen. Von russischer Seite wird die Einweihung sehr hoch angebunden, stößt, was die Namen auf der Gästeliste betrifft, als auch in den Medien, auf ein großes Interesse. Der russische Botschafter wird beispielsweise neben anderen hochrangigen Vertretern vor Ort sein.
Was bleibt zum Schluss noch zu sagen?
Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Beteiligten, den bauausführenden Firmen und Gemeindearbeitern herzlich für die geleistete Arbeit bedanken. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Und dann appelliere ich als Bürgermeister an alle, die großen Mühen in Ehren zu halten.

Öffentliche Einweihung des Panzerdenkmals im Park in Beilrode am Donnerstag, dem 25. April, ab 13 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich zu einem kleinen Kulturprogramm und Imbiss eingeladen.


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