Mittwoch, 21. August 2019
Sonntag, 24. März 2019

NORDSACHSEN

Die Beauty-Branche präsentiert sich online

Im Leipziger Beauty-Online-Shop treffen Online- und Offline-Handel aufeinander. Im Webshop gibt es Produkte namhafter Hersteller. Im stationären Friseur- und Kosmetik-Salon werden die Produkte direkt angewendet.Foto: pixabay.com © skeeze (CC0 Public Domain)

Nordsachsen. Online-Shopping ist längst kein Trend mehr, sondern ist vielmehr zum alltäglichen Begleiter geworden. Während einige Produktgruppen wie selbstverständlich online geshoppt werden, gibt es andere Branchen, bei denen die Kundschaft viel stärker mit sich hadert.

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Soll das Produkt online erworben werden oder gibt es einen gut erreichbaren Fachhandel, der sich in der Nähe befindet?

Was sich viele im stationären Offline-Handel erhoffen, ist Beratung und Service, den sie online zwar auch erhalten, der aber eher selbst konsumiert werden muss, sprich: Auch online gibt es informative Service-Texte, die viel Wissenswertes rund ums Produkt verbreiten, allerdings müssen diese eben selbst geklickt und gelesen werden. Im stationären Handel gibt es das Wunsch-Produkt inkl. Hinweisen und Erläuterungen direkt vor Ort. Ein weiteres Modell sieht vor, dass online geshoppt und offline geliefert wird. Bietet dann der stationäre Handel noch ein zusätzliches Angebot, wird eben dieses gerne genutzt, wenn die online georderte Ware abgeholt wird.

Online und offline in Kombination: Bei Strese in Leipzig wird genau das praktiziert

Letzteres ist beispielsweise im Leipziger Beauty Online-Shop Strese möglich: Online können sich die Kunden mit Produkten aus den Rubriken Hautpflege, Haarpflege, Make-Up, Düfte, Naturkosmetika und veganen Produkten eindecken. Produkte von namhaften Herstellern wie Babor, MBR, Valmont und andere sind hier online erhältlich. Hinzu kommt das stationäre Angebot in Form von zwei Friseur- und Kosmetiksalons – in der Nikolaistraße und in der Schillerstraße in Leipzig.

Angeboten werden Leistungen sowohl aus dem stationären Handel als auch aus dem Shop auf ein- und derselben Internet-Präsenz. Zudem gibt es einen Service-Bereich, der online das dokumentiert, was die Kundschaft offline im Laden ebenfalls erhält: Wertvolle Tipps gegen trockene Haut im Winter und Schuppen auf dem Kopf, Rezepte für Haarkuren sowie Hinweise, was im Umgang mit Haarverlängerungen zu beachten ist.

Beauty-Blogs kombinieren das Online- und Offline-Angebot auf andere Art und Weise

Eine Studie aus dem Jahr 2014 ergab: Beauty-Blogger und -Influencer verdienten mit ihrer Passion kaum Geld. Doch sie strebten nach Firmen-Kooperationen und einer Wertschätzung (Bezahlung) ihrer Arbeit. Foto: pixabay.com © kaboompics (CC0 Public Domain)

Eine Studie aus dem Jahr 2014 ergab: Beauty-Blogger und -Influencer verdienten mit ihrer Passion kaum Geld. Doch sie strebten nach Firmen-Kooperationen und einer Wertschätzung (Bezahlung) ihrer Arbeit. Foto:pixabay.com © kaboompics (CC0 Public Domain)

Auf ganz andere Art und Weise greifen Beauty-Blogger die Themenbereiche Beauty, Haarkosmetik und Co. auf. Ganz klar ist ihr „Arbeitsort“ und ihre „Publikationsfläche“, denn sie agieren online. Sie testen Produkte, die sie von Herstellern für eben diesen Zweck erhalten haben und berichten dann in ihrem Blog über Anwendung, Wirkung und Co. Der Bericht erfolgt entweder via Video im YouTube-Kanal oder als schriftlicher Bericht auf dem Blog.

Namhafte Blogger wissen: Ihre Stimme wird gehört. Deswegen berichten sie auch das, was die User hören wollen. Das heißt, dass beim Produkttest auch gut und gerne kritische Töne angeschlagen werden können – wenn eine Cremetube umständlich zu öffnen ist, eine Haarkur einen ungeheuer grässlichen Duft versprüht oder ein Make-Up unschöne Schlieren aufs Gesicht bringt. Sie sagen, was ihnen im Umgang mit den Produkten aufgefallen ist.

Ob die Follower und Fans diese Produkte dennoch erwerben, bleibt ihnen freigestellt. Wo die Produkte erhältlich sind, wird vielleicht via Link angegeben, allerdings hat auch jeder Interessent die Option, eigene Recherchen zum Produkt zu starten.

So ticken die Beauty-Blogger

International bekannt und aktiv sind laut Jolie-Recherchen diese Beauty-Bloggerinnen: Lauren Curtis, Claire Marshall und Annalee Fiorino, Merna Hermez, Julia Graf, Brittany Balyn, Swantje Bernsmann, Hanna Schumi, Nadine Kubasch, Sarah Eichhorn und Anne-Kathrin Strauß.

Nach einer Beauty-Blogger-Studie aus dem Jahr 2014 wurde der Blick auf die Beauty-Influencer geschärft. Demnach sieht die Beauty-Blogger-Gemeinde so aus:

  • Dreieinhalb Jahre waren die Beauty-Blogger bereits zur Umfrage 2014 aktiv. Haben sie ihr Engagement fortgeführt, so können sich heute einige bereits achteinhalb Jahr zu den Beauty-Influencern zählen. Im Schnitt waren die Befragten 29 Jahre alt, haben eine kaufmännische Ausbildung oder gar ein Studium absolviert und kennen sich im Online-Marketing aus. Die meisten pflegen Kooperationen mit Unternehmen oder hegen den Wunsch, einen Unternehmensblog zu betreiben.
     
  • Mit ihrem Beauty-Blog Geld zu verdienen, das können nur die Wenigsten. Für ein Drittel der Befragten Beauty-Blogger ist dieser Ansatz auch nicht wichtig. Die Hälfte der Beauty-Blogger verdient weniger als 100 Euro monatlich. Circa ein Drittel der Beauty-Influencer verdient monatlich bis zu 500 Euro. Nur vier Prozent können über ihren Beauty-Blog mehr als 1000 Euro monatlich an Einnahmen generieren.
     
  • Online wird am liebten ge-twittert. Instagram und Facebook liegen auf Rang 2 und 3 der Beliebtheitsskala. Eben dort werden am liebsten Produkttests veröffentlicht bzw. angeteasert, um die Fan-Gemeinde auf den eigenen Blog oder zum Video-Kanal zu locken. Ihr Ziel sind Unternehmenskooperationen. Damit sollen Produkttests einhergehen, für die auch finanzielle Gegenleistungen bezahlt werden.
     
  • Die größte Herausforderung liegt darin, auf dem schmalen Grat zwischen Schleichwerbung und Produktempfehlung zu wandeln. Groß ist die Sorge, an Glaubwürdigkeit zu verlieren, wenn ein Beitrag mit dem Label „sponsored“ ausgewiesen wird. Wache Unternehmer haben hingegen längst die Beauty-Blogger-Riege als möglichen PR-Kanal erkannt und sind bestrebt, hier Kooperationen einzugehen.

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