Freitag, 24. Mai 2019
Freitag, 10. Mai 2019

TORGAU

"Es war eine einmalige Gelegenheit"

Dr. Lars Fähling Foto: TZ/ Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Nachdem Torgaus Beigeordneter Dr. Lars Fähling nicht zum Potsdamer Sozialbeigeordneten gewählt wurde, sprach er nun mit der TZ über seine Beweggründe, die Reaktionen auf seinen möglichen Weggang, sowie seine Zukunft in Torgau.

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„Dr. Lars Fähling bleibt Torgau erhalten“. Diesen Satz titelte die TZ in ihrer Donnerstagsausgabe, nachdem bekannt wurde, dass seine Bewerbung um eine Stelle als Potsdamer Sozialbeigeordneter nicht von Erfolg gekrönt war. Einen Tag nach der Bekanntgabe setzte sich die TZ nun mit Fähling zusammen und besprach seine Beweggründe, die Reaktionen auf seinen möglichen Weggang, sowie seine Zukunft in Torgau.

Nachdem Sie zuletzt in Brüssel gewohnt haben, verlagerten Sie im vergangenen Jahr nicht nur Ihren Arbeits- sondern vor allem auch Ihren Lebensmittelpunkt nach Torgau. Wie kommt es, dass Sie nach einem guten Jahr nun schon die Segel streichen wollten?
L. Fähling:
Von einem „Streichen der Segel“ kann keine Rede sein. Ich lebe und arbeite gerne in Torgau. Es war eine selten zu besetzende und besondere Führungsposition in der Stadt, in der ich studiert und lange gearbeitet habe. Es war also keine Entscheidung gegen Torgau, sondern für Potsdam. Wenn dann noch Personen an einen herantreten, und einem zur Bewerbung raten, nimmt man diese Möglichkeit wahr.

Wer ist denn an Sie herangetreten?
Ich habe lange in Potsdam gearbeitet und die Informationen kamen von verschiedenen Kollegen aus meinem früheren Umfeld.

Wie fühlen sie sich jetzt, einen Tag nach der Niederlage?
Ganz normal. Klar ist, dass Zusagen schöner als Absagen sind. Aber ich fasse das jetzt auch nicht als Niederlage auf, sondern sehe den ganzen Vorgang eher sportlich. Es war ein reguläres Bewerbungsverfahren, bei dem man sich eben einfach gegen mich entschieden hat. Ich fühle mich tatsächlich sehr geehrt, bei der Landeshauptstadt Potsdam bei diesem spannenden Amt unter die letzten zwei von ursprünglich 125 Personen gekommen zu sein. Mein Leben und meine Arbeit gehen weiter.

Hier in Torgau?
Ja, natürlich hier in Torgau. Ich lebe und arbeite hier sehr gern und will auch wirklich nicht auf Biegen und Brechen hier weg. Es war eben nur, wie ich vorher schon sagte, eine einmalige Gelegenheit, die ich ergreifen wollte.

Im Nachgang begründete Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert die Entscheidung für Brigitte Meier unter anderem mit ihrem Geschlecht. Gegenüber der MAZ sprach er von einer „Gleichstellung der Beigeordnetenriege“. Wie stehen Sie zu solch einer Aussage?
Also vorneweg muss ich natürlich sagen, dass ich generell immer für eine Frauenförderung, gerade in der Verwaltung bin. Dass solch eine Aussage nun in Verbindung mit dem mich betreffenden Auswahlverfahren getroffen wurde, das ist ein interessanter Aspekt. Er zeigt, dass meine fachliche Qualifikation auf vergleichbarem Niveau, wie das von Frau Meier bewertet wurde. Am Ende nehme ich die ganze Sache aber auch völlig sportlich und bin mir absolut sicher, dass Frau Meier zukünftig auch eine hervorragende Arbeit leisten wird.

Wie war denn das Feedback, als ihre Kollegen und vor allem auch Ihre Chefin, Romina Barth, von Ihrem möglichen Weggang erfuhren?
Neutral. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich habe das Thema auch meinen Kollegen gegenüber nicht explizit thematisiert und dementsprechend fiel dann auch die Reaktion aus. Meine tägliche Arbeit ist davon nicht betroffen.

Nun waren Sie am Mittwoch, am Tag der Entscheidung sozusagen, auch in der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses mit dabei. Gab es denn Rückmeldung von Stadträten?
Auch nur sehr verhalten. Einer der Räte ist im Vorfeld an mich herangetreten und hat mir gesagt, dass in seiner Brust zwei Herzen schlagen. Einerseits hätte er vollkommen nachvollziehen können, dass eine solche Gelegenheit sehr attraktiv ist, andererseits freut er sich darüber, dass ich Torgau weiterhin erhalten bleibe.

Bleiben Sie das oder haben Sie noch weitere Eisen im Feuer?
Nein, habe ich nicht. Nach dem jetzigen Stand ziehe ich die restlichen sechs Jahre meiner Legislaturperiode mit vollem Einsatz durch.

Können Sie einen Ausblick auf ihre kommenden Projekte geben?
Ich werde das, was ich in den letzten Jahren im Bereich Kultur und Soziales angeschoben habe, fortsetzen und immer wieder neue Ideen, die Torgau voranbringen, angehen. Zu diesen Themen werden wir wie üblich regelmäßig im Rahmen der Ausschüsse und Arbeitskreise berichten.

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