Freitag, 24. Mai 2019
Montag, 13. Mai 2019

MOCKREHNA

Märchenhaft buntes Finale

Die Märchenmuttis in Aktion.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schöna.Das „Zwergenhaus“ im Mockrehnaer Ortsteil Schöna bot am vergangenen Freitag eine gelungene Mischung aus TZ-Frühlingstour und Kita-Frühlingsfest.

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Wenn Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel sowie die beiden Gemeinderäte Heidi Hallek (Wildschütz) und Lothar Haupt (Audenhain) im Ortsteil Schöna in die Luft gehen, muss schon etwas Außerordentliches passieren. So geschehen am Freitagnachmittag in der Kindertagesstätte „Zwergenhaus“.

Die Ankündigung hielt, was sie versprach: Das ein wenig aus der Zeitschiene gefallene Finale der diesjährigen TZ-Frühlingsaktion wurde zu einem märchenhaft schönen Erlebnis. Und das lag nicht allein am Auftritt der Märchenmuttis. Eben jene Gruppe hatte sich für die kleinen und großen Besucher der Kindertagesstätte mächtig ins Zeug gelegt. Und das darf getrost wörtlich gemeint werden. Denn so sehr Oma, Opa, Enkelin, Enkel, Esel, Ziege, Katze, Hahn, zwei Schmetterlinge und eine Maus auch zogen; die festsitzende Rübe wollte sich nicht aus der Erde lösen. Da mussten schon die starken Jungen und Mädchen der Kita mit anpacken. Nach einem gemeinsamen, kräftigen Rütteln gelang diese Herkulesaufgabe.

Dieses Gemeinsame ist es, was Kindern und Eltern an der zweitkleinsten Kindertagesstätte der Gemeinde Mockrehna so gefällt. Das zumindest findet Kristin Haberkorn aus Audenhain, deren Töchterchen Marleen (4) sich in jenem Moment so gar nicht über ihre buntbemalten Finger freuen will. Kurz mit dem Papier abgewischt und schon wartet ein neuer Versuch, die Fingerblume aufs Papier zu bannen. Dass dabei auch so manch Hose ein paar Farbspritzer abbekommt, stört Nadine Fröhlich nicht. Die Schönaerin – die auch zu den Märchenmuttis gehört – macht ihrem Namen alle Ehre und lacht das Malheur einfach weg. Weit mehr zähle die tolle Atmosphäre in der Kita und das intakte Dorfleben, was sich beides an solch einem Tage zeige, sagt sie. „Schöna ist ein kleines Dorf, mit vielen Vereinen und sehr vielen jungen Leuten“, sagt die junge Mutti, die ab Dezember zwei Kinder in der Einrichtungen betreuen lässt. Es bereite große Freude, hier zu leben. 

Große Freude hatten die Steppkes des „Zwergenhauses“ am Freitag allemal. War der ein oder andere beim Dschungeltanz (dieser war bereits bei dem vor vier Wochen durchgeführten Oma-Opa-Tag Bestandteil) wegen der vielen Besucher noch ein wenig schüchtern, änderte sich dies spätestens dann, als es ans Herausziehen der mächtigen Rübe ging. Und als es schließlich ans Zerfleddern der mit Zeitung ausgestopften Rübe ging, war alle Scheu verflogen. Mit derart viel Energie ließen sich auch schnelle Süßigkeitengespenster verfolgen. Ebenso beliebt war natürlich eine Hüpfburg sowie das Zielspritzen mit den Kameraden der Feuerwehr. Die sorgten nicht nur dafür, dass genügend Druck auf dem Schlauch war. Wehrleiter Felix Zille erläuterte auch die für die Jungen und Mädchen beeindruckende Einsatzbekleidung. Die einen machten große Augen, die anderen große Sprünge. So wagten sich Peter Klepel, Heidi Hallek und Lothar Haupt tatsächlich gemeinsam auf die Hüpfburg. Ein kurzer, spaßiger Ausflug. Verletzt wurde übrigens niemand.

Nachdem sich Peter Klepel dann bei einer Grillwurst stärkte, stand er auch noch TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber für ein Interview zur ausgereizten Platzkapazität nicht nur in der Schönaer Kita zur Verfügung. Klepel hatte dazu bereits am Dienstag während der Gemeinderatssitzung durchblicken lassen, dass der neue Gemeinderat hier eine sehr harte Nuss zu knacken habe. „Unsere Plätze reichen hinten und vorne nicht“, sagte er in Mockrehna. Sinngemäß wiederholte er dies am Freitag in Schöna. Und als er verdeutlichte, dass dem gesamten Landkreis für Investitionen in Kindereinrichtungen in den kommenden drei Jahren nur 700000 Euro an Fördermitteln zu Verfügung stünden, verstand jeder, wie schwer es wird, die Einrichtungen der Gemeinde Mockrehna zu vergrößern. „Nur mal ganz grob über den Daumen gepeilt: Allein im Ortsteil Mockrehna könnten bis zu einer Million Euro verbaut werden“, überschlug Klepel. 

Im Grunde genommen könnte nach Ansicht des Bürgermeisters jede Kita in der Gemeinde erweitert werden. „Die Kinderzahlen explodieren regelrecht.“ Noch vor ein paar Jahren klang das ganz anders. Die Erweiterung sei aber nicht nur für die Aufnahme weiterer Kinder wichtig. Gerade den Erziehern werde derzeit sehr viel abverlangt. „Ich weiß, dass auch sie an ihre Grenzen stoßen“, bedankte sich Klepel mit einem Blick hinüber zur anerkennend zurückblickenden Gabriele Knötzsch. Die Strellnerin arbeitet seit 1986 in Schöna. Angefangen damals noch im Hort, ist sie mittlerweile Leiterin der im Januar 2006/2007 umgebauten Kindertagesstätte. Ihr motiviertes Team besteht aus fünf Erziehern. Jeden Mittwoch bereitet es mit den Kindern gemeinsam das Frühstück zu. Kräuter gibt unter anderem aus dem im vergangenen Jahr im Zuge eines Kneipp-Projekts angelegten Kräuterbeet. Bald könnten auch noch Erdbeeren oder auch Kohlrabi-Stückchen dazukommen. Den Pflanzen scheinen die beiden vor zwei Wochen bestückten neuen Hochbeete zu gefallen. 

Die Heimatzeitung nutzte den Tag und die gelungene Mischung von Kita-Frühlingsfest und TZ-Frühlingstour, um der Einrichtung bei der Finanzierung der Hochbeete finanziell unter die Arme zu greifen. Chefredakteur Sebastian Stöber überreichte einen kleinen Spendenscheck an Einrichtungschefin Knötzsch. 

Natürlich waren auch in Schöna wieder Stammgäste der TZ-Frühlingstour vor Ort. Anerkennend äußerte sich beispielsweise Helmut Herrmann aus Torgau über Kita und Ort, in dem er während seiner Berufszeit noch sehr viel zu tun hatte. „Mensch, hier ist viel Gutes passiert. Ich staune auch, wie viele Kinder hier betreut werden“, sagte er.

 

 

Wissenswertes1

Kita „Zwergenhaus“

- bis Anfang der 2000er Jahre Grundschule; danach Leerstand

- Umbau 2006

- feierliche Einweihung Januar 2007

- Kapazität: 38 Plätze

- Auslastung: 36 Kinder (10 Krippe, 26 Kindergarten)

- Einzugsgebiet: Schöna, Wildschütz, Zwochau und teilweise Strelln

 

 

Wissenswertes2

Die Märchenmuttis sind eine Gruppe von 8 bis 15 Frauen, deren Kinder die Einrichtung besuchen. Kurz vor Weihnachten präsentieren sie seit 2007 den Kindergartenkindern ein Märchen. Für die TZ-Frühlingstour hatte man sich zusätzlich das Märchen von der Rübe ausgedacht. Die erste Märchenweihnacht der Muttis bildete das Theaterstück „Kasper und die gestohlenen Pfannkuchen“. Geprobt wird immer ab Oktober wöchentlich. Kostüme und Requisiten werden natürlich selbst gefertigt. „Dabei gibt es immer eine Menge Spaß. Schon bei der Rollenverteilung bleibt kein Auge trocken“, sagen Uta und Kathleen Richter. 


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