Dienstag, 17. September 2019
Donnerstag, 23. Mai 2019

MOCKREHNA

"Hacker-Angriff" auf Rübenreihen

Anfangs war die "Hackordnung" noch geordnet.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Wildenhain/Mockrehna. Einen schweißtreibenden Feldtag erlebten in dieser Woche 40 Neuntklässler der Oberschule Mockrehna auf einem Rübenschlag der Erzeugergemeinschaft Wildenhain.

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Schon nach 30 Minuten auf dem Rübenacker zieht Paul aus Großwig ein ehrliches Zwischenfazit: „Ich hätte nicht gedacht, dass das Hacken so schwer ist.“ Lisa-Marie pflichtet ihm bei. Die Mockrehnaerin läßt in jenem Moment den Blick nach hinten schweifen. Ihrem „Wie weit sind wir denn?“ sollte sogleich die Ernüchterung folgen. Zwischen den beiden Neuntklässlern der Oberschule Mockrehna und dem Feldrain liegen nur knapp 20 Meter. „Naja, immerhin“ geht das Hacken also munter weiter.

Viele der 40 Neuntklässler machten zum Feldtag bei der Wildenhainer Erzeugergemeinschaft das erste Mal mit einer Hacke Bekanntschaft. Noch zu DDR-Zeiten für Schüler ab dem 14. Lebensjahr unter dem Begriff „Lager für Arbeit und Erholung“ in den Sommerferien gang und gäbe, stellten sich nun die Mockrehnaer Oberschüler dieser Arbeit auf einem gut drei Hektar großen Bio-Zuckerrübenschlag.

Die Idee dazu hatten die in Mockrehna ansässige TechnikCenter Grimma GmbH und Mandy Meißner. Bei der Erzeugergemeinschaft im Vorstand aktiv, ist die Doberschützerin auch Mitglied im Elternrat der Schule. Sie unterstützt die unter Schülern beliebte „Fridays for Future“-Kampagne, fordert aber auch, dass sich Schüler im Klaren sein müssen, was das „Bio“ in der Landwirtschaft bedeutet. Gestern hieß dies Schwitzen, Bücken und stundenlang per Hand die Hacke führen. Und jeder spürte dieses „Bio“. Gemeinsam mit Daniel Hegewald, der bei der Erzeugergemeinschaft für die Abteilung Feldbau verantwortlich zeichnet, erklärte Meißner den mit Gummistiefeln und Turnschuhen ausgestatteten Jugendlichen, worauf sie bei der Feldarbeit achten müssen. Oberstes Ziel: Die Rübenpflänzchen müssen heil bleiben, was angesichts des dichten Aufwuchses der Wildkräuter sowie des steinigen Ackerbodens gar nicht so einfach war. Und dabei waren die Längsreihen bereits maschinell bearbeitet.

Kurz nach 8.30 Uhr begaben sich die Schüler an die Startlinie. Anfangs noch in geordneter „Hackordnung“, löste sich die Formation jedoch schnell auf. Daniel Hegewald und Mandy Meißner gaben den Schülern immer wieder Tipps, wie die Arbeit feldauf und feldab ein wenig leichter von der Hand geht.

Wirklich tapfer hackten sich die Schüler durch den 12.30 Uhr endenden Feldtag. Die Abstände der Trinkpausen wurden dabei immer kürzer. Zum Frühstück gab’s frisches Obst und Gemüse. Am Mittag wurden im Saal der Erzeugergemeinschaft Nudeln mit Tomatensoße gereicht.

Damit beim Gang durch die Reihen die Abwechslung nicht zu kurz kam, sorgten Smartphones für die Musikbeschallung – wahlweise mit oder ohne Kopfhörer.

Vorstandschef Matthias Böbel verfolgte das Ganze sehr interessiert vom Feldweg aus. Weil er nur zu gut weiß, dass diese Arbeit sehr anstrengend ist, zollte er den Neunern allergrößten Respekt. Als Belohnung gab es für den Förderverein der Schule einen Spendenscheck in Höhe von 600 Euro, der gemeinsam von Erzeugergemeinschaft und der TechnikCenter Grimma GmbH ausgestellt wurde.

Seit Beginn des Jahres wirtschaftet die Erzeugergemeinschaft unter dem „Bio“-Siegel. „Ein Schritt in die richtige Richtung, der in Absprache mit der nachfolgenden Betriebsgeneration getroffen wurde “, verabschiedete sich schließlich ein zufriedener Matthias Böbel vom Schlag an der Battauner Straße.


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