Mittwoch, 21. August 2019
Freitag, 24. Mai 2019

GESPRÄCH AM SONNTAG

Thomas Grundmann: "Ein Miteinander finden"

Thomas Grundmann: „Eine mit Events untersetzte Eisbahn würde die Generationen zusammenführen.“ Foto: PR

Von unserem Redakteur Henrik Landschreiber

Oschatz. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Thomas Grundmann, Diplom-Bauingenieur, warum er sich für eine Kunsteisbahn in Oschatz in den Wintermonaten starkmacht.

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Oschatz. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Thomas Grundmann, Diplom-Bauingenieur, warum er sich für eine Eisbahn in Oschatz in den Wintermonaten starkmacht.

 

SWB: Sie kandidieren für den Oschatzer Stadtrat und für den Kreistag im Wahlkreis: Dahlen, Wermsdorf, Cavertitz, Belgern-Schildau. Wie sehen Sie als Bürger von Oschatz die Entwicklung der Stadt?
Thomas Grundmann: Ich bin Mannschatzer! (lacht) Was die Attraktivität der Stadt in Sachen baulicher Dinge und kultureller Angebote betrifft, hat sich spürbar viel getan. Die Freizeitstätten GmbH und die Werbegemeinschaft Oschatz leisten für die Stadt gute Arbeit. Dieses Engagement verdient Lob und Anerkennung. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen im Freudenbecher.


Lassen Sie uns teilhaben!
Es ist trotz allem nicht gelungen, die Stimmung in Oschatz so umschwenken zu lassen, dass allgemeine Zufriedenheit herrscht.


Was meinen Sie genau?
In Sachen Transparenz und Informationen müsste die Stadtverwaltung viel mehr in die Offensive gehen. Gerade online sollten Beschlüsse des Stadtrats und des Hauptausschusses abrufbar sein. Diesbezüglich  sollte es eine offensivere Informationspolitik geben.


Aber Oberbürgermeister Andreas Kretschmar sucht doch bei Bürgersprechstunden und seiner jährlichen Radtour den Kontakt zu den Bürgern.
Das ist ja auch gut, spricht aber zu einem großen Prozentsatz nur die ältere Generation an. Meiner Meinung nach werden die Jugend und die mittleren Altersklassen zu wenig mitgenommen. Es ist immer sinnvoll, auf die Jugend zu bauen – sie ist schließlich unsere Zukunft. Wenn einmal ein Blick über den Tellerrand gestattet sei: In Torgau läuft das alles weitaus transparenter. Dort werden die Bürger online und über die Stadthomepage sowie Torgau TV extrem gut informiert aus dem Rathaus. Ich wünsche mir daher ein Online-Bürger-informationssystem für Oschatz sowie eine Online-Bürgersprechstunde unseres OBM.


Möchte sich die Jugend heut-zutage überhaupt engagieren?
Aber ja. Wir müssen es nur schaffen, die Jugend zu begeistern und abzuholen. Bei ihnen verbreiten sich Nachrichten und Fotos rasend schnell über Instagram und andere soziale Netzwerke. Klassen- und Schülersprecher sowie Jugendstadträte sind gute Instrumente in der Demokratie. Einige Schüler mit denen ich gesprochen habe, sehen den Jugendstadtrat als Alibifunktion. Untereinander findet kaum ein Informationsaustausch statt, deshalb fände ich einen Generationen-Stammtisch sinnvoll. Ein Dialog ist immer gut. Wir wollen die Jugend animieren – ohne Ängste – den Mund aufzumachen. Vielleicht käme damit ein anderer Wind in so manche Sache, blieben auch die verschiedenen Generationen im Gespräch und im Meinungsaustausch miteinander. So ließe sich sicher auch langfristig die Grundstimmung verbessern.


Themawechsel. Wie sehen Sie die Freizeitmöglichkeiten in Oschatz?
Wie gesagt, in Sachen Dichte und Qualität der kulturellen Angebote stehen wir anderen Städten in nichts nach. Zudem wirkt sich der Ausbau des Elbe-Mulde-Radweges positiv aus. Allerdings stellt sich mir die Frage: Was macht eine Familie an einem verregneten Sonntag in Oschatz?


Man könnte ins Platsch gehen, wenn der Umbau beendet ist.
Soll ich Ihnen etwas sagen? Mit dem Umbau hat man eine Chance verpasst, etwas für die Jugend zu tun. Aber da sind wir wieder beim Thema: Es wurde verpasst, die Jugend in die Pläne einzubeziehen. Gottlob bleibt der Name Platsch erhalten. Ich lag mit meinem Gefühl richtig, im November letzten Jahres eine Petition ins Leben zu rufen, die sich für den Erhalt des alten Namens starkgemacht hat. Das Thema war wochenlang in der Presse mit letztendlich positivem Ausgang, der Name bleibt.  


Für die Wintermonate möchten Sie „Geburtshelfer“ einer Kunsteisbahn sein.
Richtig. Mein Plan ist es, eine Kunsteisbahn, z. B. im O-Schatz-Park, in der Weihnachtszeit bis in den Januar hinein zu etablieren.


Wo haben Sie die Idee aufgeschnappt?
Riesa und Döbeln betreiben derlei Eisbahnen seit Jahren, mit großem Anklang. Dort funktioniert das Konzept. Und unsere Voraussetzungen wären ungleich besser. Im O-Schatz-Park sind Imbissbuden vorhanden, das „O“ könnte für Weihnachtsfeiern genutzt werden.


Sehen Sie mit der Eisbahn eine Chance, die Generationen zusammenzubringen?
Auf alle Fälle, ja. So eine Eisbahn würde Jung und Alt zusammenbringen und wäre sowohl eine Attraktion in den tristen Wintermonaten, als auch ein Marketing-Instrument für die Stadt.    

Ist das nicht zu idealistisch gedacht?
Keinesfalls, nein. Ich möchte Event-Moderator Stefan Bräuer mit ins Boot holen: Wir könnten beispielsweise Eishockey-Challenges oder Eisstockwettbewerbe zwischen den Stadtteilen oder Vereinen ins Leben rufen.

Wie steht es mit der Finanzierbarkeit?
Es wäre schön, wenn wir, auch in Oschatz – wie in Riesa die Volksbank – einen Hauptsponsor gewinnen könnten. Natürlich benötigen wir regionale Gönner, die entweder finanzielle Mittel oder handwerkliche Leistungen zur Verfügung stellen. Dabei denke ich, z.B. an die Werbegemeinschaft, unsere Handwerkergilde, aber auch die Stadt! Interessierte Unternehmen können sich gern melden unter: 0173 8843389 oder mail.grundmann@gmail.com
 

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