Mittwoch, 21. August 2019
Samstag, 8. Juni 2019

NORDSACHSEN

Regen fehlt !

Die Landwirte begutachten Wintergerste. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Trossin. Die traditionelle Flurschau des Regionalbauernverbandes Torgau führte die Teilnehmer in diesem Jahr nach Wildenhain und später mit dem Bus nach Roitzsch und Trossin. 

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Wildenhain/Trossin. „Ich bedauere etwas, dass wir uns nicht vorige Woche getroffen haben. Dann wären die Gesichter vielleicht etwas freundlicher gewesen.“ Mit diesen Worten leitete Ehrhard Neubauer, Vorsitzender des Regionalbauernverbandes Torgau, die traditionelle Flurschau zu Wochenbeginn ein. Und er spielte damit gleich auf die Trockenheit an, die den Landwirten erneut mächtig zu schaffen macht. Kaum Regen, extreme Hitze – das hat die Situation innerhalb weniger Tage wieder zuspitzen lassen. Denn gerade jetzt brauchen die Kulturen auf den Äckern viel Wasser. Das Niederschlagsdefizit in den Böden wirkt nach der großen Dürre 2018 noch nach. „Aber es ist bislang nichts entschieden“, relativierte Neubauer umgehend und übte sich in Zweckoptimismus. Bis zur Ernte vergehen noch ein paar Wochen. Da kann einiges passieren. So oder so. 

Diesmal waren die Gut Trossin Verwaltungsgesellschaft mbH und die Agrargenossenschaft Roitzsch Gastgeber der Flurschau. Später folgte am Ausgangspunkt der 1,5- stündigen Busfahrt, dem ehemaligen Wildenhainer Kulturhaus, noch ein Fachvortrag zum Thema „Landwirtschaftlicher Gewässerschutz in den Nitratgebieten“. Dazu waren Referenten vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aus Nossen eingeladen. „Wir haben die Betriebe in Roitzsch und Trossin bewusst gewählt, nachdem im Vorjahr die Besichtigung eines Unternehmens mit ökologischem Landbau anstand“, erklärte der Vorsitzende. Er gab zu, damals sehr beeindruckt gewesen zu sein von der Arbeit des Herrn Burkhardt aus Großwig. 

Beim aktuellen Blick auf die Felder zeigte sich das derzeitige Manko allerorten. Marcel Pohle, Leiter Pflanzenbau der Agrargenossenschaft Roitzsch: „Wenn noch Regen kommt, kann sich noch etwas entwickeln. Aber so wie die letzten Tage aussahen, wird die Ernte wohl nicht besser als 2018. Zumindest beim Wintergetreide.“ Man sehe schon überall auf den leichten Standorten (laut Bodenwertzahl d.Red) verbrannte Stellen, wo nichts mehr passiert. Auf den schlechten Böden sei lediglich eine unterdurchschnittliche Ernte zu erwarten. Bei Mais, Rüben und Grünland sei aber noch alles möglich. Sogar gute Erträge wären realistisch, wenn die erwarteten Niederschläge endlich fallen. Die Agrargenossenschaft Roitzsch verfügt über ca. 550 Hektar Ackerland. Hier wächst hauptsächlich Winter-Gerste, Winter-Roggen, Winter-Weizen und Silomais. Aber auch Zuckerrüben, Hafer, Raps, Sonnenblumen und Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) werden angebaut. „Schon im Herbst war zu wenig Wasser in den unteren Bodenschichten. Die Pflanzen haben nicht ausreichend nach unten gewurzelt, weil der Untergrund zu trocken war“, beschrieb Marcel Pohle das Problem. 

Mathias Kankel, Pflanzenbauleiter bei der Gut Trossin Verwaltungsgesellschaft mbH, wollte sich bei den Erwartungen für die Ernte noch nicht 100prozentig festlegen. Man gehe derzeit noch von durchschnittlichen Ergebnissen aus. Das Unternehmen hat rund 2000 Hektar Acker- und Grünland in Bearbeitung. Auf den Flächen wächst hauptsächlich Getreide und Mais. „Wir hatten seit Januar nur etwa 115 Liter Regen. Im Herbst waren es von September bis Dezember 120 Liter. Das sind rund 50 Liter Niederschläge weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres“, verdeutlichte Mathias Kankel


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