Dienstag, 15. Oktober 2019
Sonntag, 23. Juni 2019

BELGERN-SCHILDAU

Staritzer strahlten mit der Sonne um die Wette

Der Staritzer Freundeskreis führte den Festumzug an.Foto: Karl-Otto Weck

von unserer Volontärin Elisa Perz

Staritz. Die Feierlichkeiten in Staritz sorgten am Wochenende bei den Organsiatoren und den Besuchern für Begeisterung. Anlässlich des Jubiläums der Ersterwähnung des Ortes vor 900 Jahren gab es ein buntes Programm. Den Höhepunkt bildete der Festumzug.

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Drei Tage am Stück feiern. Das können die Staritzer, wie sie am Wochenende unter Beweis stellten. Von Freitag bis Sonntag gab es in dem Ortsteil von Belgern-Schildau anlässlich des Jubiläums zur Ersterwähnung vor 900 Jahren kein Halten mehr. Und der Satz von Steffi Gläser am Samstagnachmitag sagte alles: „Es ist einfach nur geil!“

Kurz nach dem Ende des Festumzuges war die Fördervereinsvorsitzende des Staritzer Freundeskreises noch immer überwältigt über den Einsatz und die vielen Glückwünsche der Teilnehmer. „Jeder Verein hat sich so viel Mühe mit der Präsentation gegeben, alle grüßen uns und feiern gemeinsam unser Jubiläum. Das ist unglaublich“, fasste Gläser ihre Freude in Worte. Sie und ihre Mitstreiter vom Staritzer Freundeskreis hatten die Feierlichkeiten organisiert und auch den großen Festumzug angeführt. Ihnen folgten weitere 300 Teilnehmer, darunter viele Vereine und Einrichtungen, mit 29 Schaubildern.

Die Kleinsten

Sowohl die meisten als auch die jüngsten Beteiligten zählten dabei die Kita „Wiesenwichtel“ zusammen mit dem Hort Rolandstifte. Gut 45 Personen, der Großteil davon Kinder, saßen auf oder liefen neben dem bunt geschmückten Traktor. Und gleich an nächster Stelle präsentierte die Grundschule Belgern, auch mit gut 40 Anhängern, ein historisches Wagenbild, eine Vogelhochzeit mit Musik.  
Jüngster Verein

Der Altersdurchschnitt der Mitglieder des Mühlberger Vereins „Für eine Heimat mit Zukunft“ lag zwar einige Jahre über dem der Kita, des Hortes und der Grundschule. Doch der Verein an sich war der jüngste aller anwesenden. 2015 hatten sich die Männer und Frauen zusammengeschlossen, um sich für den Schutz des Menschens, des Bodens, des Grundwassers sowie der Flora und Fauna einzusetzen. Neben den Mühlbergern waren außerdem weitere Heimatvereine beim Festumzug vertreten, unter anderem der Geselligkeitsverein Wohlau, der Sitzenrodaer Heimatverein „Die Quelltaler“ oder der Kultur- und Freizeitverein Probsthain.

Ältester Verein

Den Gegensatz zu den Mühlbergern bildeten die Kameraden aus Liebersee. Denn deren Freiwillige Feuerwehr hatte sich bereits 1888 gegründet. Damit war die Gruppe die älteste beim Festumzug – allerdings nicht die einzige Feuerwehr. Auch die Feuerwehr aus Staritz sowie die Kinder- und Jugendfeuerwehr aus Belgern ließen mit ihren Einsatzfahrzeugen das „Tatütata“ erklingen.

Die größten Fahrzeuge
In puncto Fahrzeuge hatte der Festumzug aber noch weit mehr zu bieten. Vor allem die beiden Lkw MAN Mega SZ, beide Baujahr 2018, von GIS Trans konnten mit ihrer Größe beeindrucken. Hinzu kamen die zahlreichen Traktoren, Motorräder, Mopeds und Oldtimer, die sich in die Umzugschlange einreihten.

Weiteste Anfahrt

Und wenn wir schon beim Thema Fahrzeuge und Fahren sind. Die weiteste Anreise hatte die Frauensportgruppe aus Oelzschau, die sich die Teilnahme an dem Festumzug trotz der rund einstündigen Fahrt von ihrem Wohnort bis nach Staritz nicht nehmen ließ. Somit kam Steffi Gläser ihrem Ziel, die Vereine der hiesigen Region zusammenzubringen, einen Schritt näher. „Ich möchte die Vereine künftig mindestens einmal pro Jahr an einen Tisch bekommen, um anstehende Termine oder Projekte zu besprechen, bei denen wir uns gegenseitig unterstützen können“, erklärte die Chefin des Staritzer Freundeskreises gegenüber der Torgauer Zeitung.

Sie und die weiteren Mitglieder des Organisationsteams hatten viel Arbeit in die Vorbereitungen für das Fest gesteckt. Auch einige Rückschläge hätten sie einstecken müssen, erinnerte sich Steffi Gläser. „Doch am Ende ist alles gut gegangen. Wir sind überglücklich mit dem Fest. Es hätte nicht schöner sein können.“
 



Eindrücke der Besucher:

Die Tränen in Maritta Wachters Augen nach dem Festumzug sagten mehr als tausend Worte. Die Oelzschauerin, die vor vielen Jahren in Staritz gewohnt hatte, war tief beeindruckt von dem Fest und dem Programm, das der Staritzer Freundeskreis auf die Beine gestellt hatte. „Der Festumzug war traumhaft. Ich hatte das Gefühl, einfach nach Staritz zu gehören. Heute kann ich alte Freunde wieder treffen und mit ihnen in Erinnerungen schwelgen. Es ist einfach ein tolles Fest“, schwärmte Maritta Wachter, die zusammen mit ihrer Mutter Fanny Jentzsch und deren Freundin Erna Döring gekommen war.

Ulrike Witzmann aus Wohlau und Renate Erdmann aus Belgern konnten sich gar nicht entscheiden, welches Schaubild des Festumzuges ihnen am besten gefallen hatte. „Die waren alle sehr schön. Egal, ob ich an die Grundschule, die Feuerwehren oder die Sportvereine denke“, meinte die Belgeranerin. Für sie und ihre Freundin sei der Festumzug der absolute Höhepunkt des Festes gewesen.

Anna-Lena Ritter  aus Stuttgart hatte sich genau das richtige Wochenende ausgesucht, um gemeinsam mit ihren Eltern ihre Familienmitglieder in Staritz zu besuchen. Mit ihrer Cousine Pia Stürtzel schlenderte sie über den Festplatz. Kurz zuvor hatten sich beide den Festumzug angeschaut. „Das war bisher mein Highlight. Vor allem den Hundeverein fand ich richtig klasse“, sagte Anna-Lena, die sich zu diesem Zeitpunkt auch auf die Tänze des Festprogrammes und das Loseziehen freute. Ihr gefalle die Feier richtig gut, meinte sie. Gleiches galt auch für ihre Cousine Pia: „Ich bin wirklich stolz auf Staritz. Es ist ziemlich cool, was unser Ort hier geschafft hat.“

Ilse Fischer und ihrem Sohn Diethelm Lochwitz aus Belgern schmeckte bei der Veranstaltung nicht nur das Eis. „Es ist super, was Staritz sich für das Fest alles hat einfallen lassen. Das bekommt manch Großstadt nicht hin. Hut ab, kann ich da nur sagen“,würdigte Ilse Fischer die Leistung der Organisatoren. Sowohl für sie als auch Diethelm Lochwitz war der Festumzug ein besonderer Programmpunkt. Während der Belgeraner vor allem an den Oldtimern Gefallen gefunden hatte, konnte seine Mutter keinen klaren Favoriten benennen: „Die Vereine haben sich alle toll präsentiert.“


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