Dienstag, 16. Juli 2019
Dienstag, 2. Juli 2019

MOCKREHNA

Schalmeien hoffen auf LEADER

Was geht? Was geht nicht? Am Schalmeienheim wurde über Ausbaumöglichkeiten gesprochen.Foto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Langenreichenbach. Das Vereinsheim könnte saniert werden. Der notwendige Flächentausch ist auf der Zielgeraden.

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Da staunte Gemeinderat Lothar Haupt (Freie Wähler) aus Audenhain unlängst noch über „einen Sinneswandel der Kirche“ und schon könnte es mit großen Schritten in Richtung Sanierung des Vereinshauses der Langenreichenbacher Schalmeien gehen. „Der dafür notwendige Flächentausch zwischen Kirche und Gemeinde ist fast durch“ atmete Langenreichenbachs Ortsvorsteher Detlef Bölke (Freie Wähler), der vor wenigen Tagen mit Vertretern der Schalmeien und dem Ingenieurbüro Uwe Klimke aus dem anhaltischen Gräfenhainichen über den möglichen Umfang der Baumaßnahme sprach, tief durch.

Dabei hatte es noch zur Mockrehnaer Gemeinderatssitzung am 7. Mai reichlich Diskussionen über den mit Blick auf ebenso reichliche LEADER-Fördergelder zwingend notwendigen Flächentausch gegeben. Unter anderem hakte Frank Dietze (Freie Wähler) nach. So liege doch der Wert für einen Quadratmeter statt bei den angesetzten 82 Cent bei immerhin 105 Cent, mahnte der Audenhainer. Es geht um 21000 Quadratmeter Tauschfläche, die die Gemeinde in Langenreichenbach aufbringen muss. Mehrheitlich (13 Ja-Stimmen, 5 Enthaltungen) hatte sich der Mockrehnaer Gemeinderat schließlich unter nochmaliger Prüfung der vom Gutachterausschuss des Landkreises errechneten Quadratmeterpreise dazu durchgerungen, Bürgermeister Peter Klepel für weiterer Verhandlungen mit der Kirche zu ermächtigen.

Das Vereinshaus der Schalmeien wurde im Jahr 2002 schon einmal mit sehr vielen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder umgebaut und aufgestockt. Doch durch den enormen Zulauf durch Gründung eines Jugendorchesters und der sogenannten Rasselbande reichen die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus. Deshalb soll zumindest der Instrumentenraum durch einen Anbau vergrößert und die überdachte Freiterrasse erweitert werden. So könnte das gesamte Orchester bei entsprechender Witterung im Freien auch gemeinsam üben.

Weiterhin ist der Anbau einer barrierefreien und behindertengerechten Toilettenanlage vorgesehen, da die bisherigen WCs nur über Stufen zu erreichen sind und dies bei gesellschaftlicher oder privaten Nutzung des Objektes vor allem den älteren Gästen Probleme bereitet.

Um die Betriebskosten zu senken, die von den Schalmeienmusikanten selbst aufgebracht werden müssen, ist außerdem eine Umstellung der Heizung vorgesehen – weg von den Nachtspeicheröfen hin zu einer Erdgas-Heizung. Mit dem LEADER-Regionalmanagement Dübener Heide war bereits im vergangenem Jahr eine Vor-Ort-Besichtigung durchgeführt und eine grundsätzliche Förderfähigkeit in Aussicht gestellt worden.

Doch Grundvoraussetzung für die Bewilligung der Fördermittel ist nun mal der Eigentum an Grund und Boden, da das Vereinshaus zu DDR-Zeiten als Jugendclub auf Pfarrland gebaut wurde. „Die dazu seit mehr als zwei Jahren laufenden Verhandlungen zwischen der Gemeinde Mockrehna und der Kirche über einen Flächenaustausch im Rahmen der Flurneuordnung befinden sich mittlerweile auf der Zielgeraden, da durch die Teilnehmergemeinschaft Langenreichenbach ein entsprechender Vorschlag erarbeitet wurde“, bestätigte Bölke in dieser Woche noch einmal im Gespräch mit der Torgauer Zeitung.

Schalmeien-Chefin Sylvia Saalbach betonte, dass es bei der Planung erst einmal um das Ausloten von Möglichkeiten gehe. Sollten die finanziellen Rahmenbedingungen passen, wolle man sich die Chance auf die LEADER-Förderung natürlich nicht entgehen lassen.

Übrigens: Am Donnerstag geht es für Langenreichenbach um die Wurst. Im Bundesfinale des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ präsentiert sich der Ort von seiner besten Seite. Einwohner und Gäste können unter anderem ab 10 Uhr im Heidelbachsaal einer Dorfpräsentation beiwohnen.


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