Mittwoch, 16. Oktober 2019
Donnerstag, 4. Juli 2019

GESPRÄCH AM SONNTAG

Holger Mucke: "Ein Teil unseres Teams"

Holger Mucke: „Gute und wichtige Instrumente“.Foto: SWB/HL

Von unserem Redakteur Henrik Landschreiber

Im SWB-Gespräch erklärt Holger Mucke, warum Bewerber für ein Freiwilliges soziales Jahr und den Bundesfreiwilligendienst einen sinnvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

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Riesa/Oschatz. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Holger Mucke, stellvertretender Vereinsvorsitzender des Sprungbrett e.V. in Riesa, warum Bewerber für ein Freiwilliges soziales Jahr und den Bundesfreiwilligendienst einen sinnvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

SWB: Wie finden Sie die Instrumente Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD)?
Holger Mucke: Das sind zwei gute und wichtige Instrumente, um zum einen jungen Leuten nach der Schule eine Orientierung und zum anderen lebenserfahrenen Leuten eine Aufgabe zu geben. Sowohl beim FSJ (im Übrigen bis zum 27. Lebensjahr) als auch beim BFD können Interessierte in soziale Berufe reinschnuppern. Jeder kann Erfahrungen sammeln, sich ausprobieren und das Berufsbild kennenlernen.
Ist Ihr Verein auf FSJ und BFD angewiesen?
Es ist immer gut, Unterstützung bei der täglichen Arbeit zu bekommen und Interessenten Einblicke in unsere Arbeit zu vermitteln.  Im Vordergrund steht auch der Gedanke, sich für den weiteren Lebens- und  Berufsweg zu qualifizieren, etwas für sich mitzunehmen. Die Freiwilligen arbeiten selbstständig, können Projekte mitgestalten und eigene Ideen einbringen. Sie sind Teil unseres Teams! Und was ich auch als wichtig erachte: Sie leisten einen  sinnvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.
Wen wollen Sie speziell mit den Angeboten ansprechen?
Bewerber für das freiwillige soziale Jahr, die gerade aus der Schule kommen, können Zeit überbrücken und Neues kennenlernen, bis sie eine Lehre oder ein Studium beginnen. Bewerber für das FSJ werden auch in Krankenhäusern oder Kindertagesstätten eingesetzt.
Was erwartet mögliche Bewerber in Ihren Einrichtungen?
Eine fundierte Praxisanleitung durch unsere Fachkräfte, sie begleiten Projekte und lernen den Arbeitsalltag in der offenen und mobilen Arbeit kennen.
Welches Anforderungsprofil müssen Interessierte erfüllen?
Sie sollten Interesse an der sozialen Arbeit sowie am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben.
Sind Freiwillige das richtige Klientel, um Einrichtungen wie das Jugendhaus in Oschatz und den Bürgertreff „aufLaden“ in Riesa kompetent zu besetzen?
Das nicht, nein. Es ist ein Qualifizierungsangebot und die Teilnehmer sind ein Teil des großen Ganzen. Das vermitteln wir ihnen von Anfang an. Durch die Instrumente FSJ und BFD erzeugen wir Vielfältigkeit in unseren Angeboten, da wir in der Gesamtarbeit auf Unterstützung angewiesen sind und die Teilnehmer sich im Ehrenamt selbst finden.
Was bedeutet das speziell für das Mehrgenerationenhaus in Riesa?
Wir stellen die Räumlichkeiten für verschiedene Gruppen wie Sport-, Handarbeits- oder Malkurse zur Verfügung. Tauchen Fragen auf, stehen unsere Fachkräfte den ehrenamtlichen Akteuren gern mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wird in diesen Gruppen die Kommunikation gepflegt, schon mal bei einem Geburtstag gemeinsam angestoßen.    
Sind FSJ und BFD der richtige Weg, um einen Fuß in die Tür zum Berufsalltag zu bekommen?
Ich denke, ja. Besonders beim Bundesfreiwilligendienst besteht die Möglichkeit, einen Einstieg in einen geregelten Tagesablauf zu finden und das Gefühl des Gebrauchtwerdens und eine Aufgabe zu haben, vermittelt zu bekommen. Bei den zwölf Bildungstagen erfolgen ein Erste-Hilfe-Kurs, Kommunikationstraining und der Umgang mit sozialen Medien. Zudem stehen Besuche von Theaterstücken und Museen sowie eine  Bildungsfahrt auf dem Programm. Zudem wird das Thema Sucht behandelt. Die Angebote richten sich auch an Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen.
Können Sie noch einmal kurz zusammenfassen: Warum ist ein FSJ interessant?
Ein FSJ kann den Lebenslauf für  eine Ausbildung oder ein Studium für einen Arbeitgeber oder Ausbildungsträger interessanter gestalten. Man kann Zeiträume effektiv und für sich nutzbringend überbrücken, kann sich selber finden und die eigenen Fähigkeiten und beruflichen Vorstellungen in einem Sozialberuf überprüfen. Interessierte gewinnen Einblicke in die Arbeitswelt mit ihren Abläufen. Mit dem FSJ wird die Zugangsvoraussetzung für die Erzieherausbildung bei beruflicher Umorientierung erfüllt.
Was macht den Bundesfreiwilligendienst so interessant?
Er ist ein Angebot für alle, sich außerhalb von Beruf und Schule für einen Zeitraum von zwölf Monaten in sozialen, kulturellen und ökologischen Tätigkeitsfeldern zu engagieren – sozialversichert und professionell begleitet.
Winken zum Abschluss „Aufstiegs-Möglichkeiten?“
Es gibt diesbezüglich einige positive Beispiele. Ein ehemaliger FSJler bei uns konnte sich für ein Sozialpädagogikstudium begeistern und verstärkt mittlerweile unser Mitarbeiterteam.  
Wie sieht die Marktlage und der Ist-Zustand in Ihrer Branche aus?
Natürlich leiden wir im ländlichen Raum wie viele Branchen am Fachkräftemangel. Auch wenn sich in Sachen Qualität bei der Schulsozialarbeit schon einiges getan hat, muss der Freistaat perspektivisch in vielen Bereichen noch mehr tun.
Wie viele Bewerber suchen Sie?
Wir suchen je einen Bewerber oder eine Bewerberin für den Bürgertreff „aufLaden“ in Riesa und das Jugendhaus in Oschatz sowohl für ein freiwilliges soziales Jahr als auch für den Bundesfreiwilligendienst. Alle Stellen beginnen am
1. September.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an:
Sprungbrett e.V., z. H. Holger Mucke
Hafenstraße 2 in 01591 Riesa
Bewerbungen online
(bitte im PDF-Format) per E-Mail an:
mucke@sprungbrett-riesa.de


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