Mittwoch, 16. Oktober 2019
Mittwoch, 17. Juli 2019

NORDSACHSEN

Leuchtturm sächsischer Geschichte

Der Besuch im smac lohn sich für Groß und Klein.Foto: Meike Kenn?

Presseinfo

Chemnitz/Liebersee. Im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz sind auch zahlreiche Spuren aus Liebersee zu finden.

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Verstaubte Archäologiemuseen – das war einmal. Vor fünf Jahren eröffnete das smac – kurz für Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – im ehemaligen Kaufhaus Schocken in der Chemnitzer Innenstadt. Es gilt ohne Frage als eines der kulturellen Leuchttürme Sachsens. Modern und interaktiv erleben Besucher auf drei Etagen rund 300000 Jahre Menschheitsgeschichte. Mit 5200 Objekten von den ersten Jägern und Sammlern bis zur Industrialisierung präsentiert es das, was Ausgrabungen im heutigen Freistaat zutage förderten.

Eine Attraktion erwartet den Besucher im frei zugänglichen Museumsfoyer. Hier befindet sich ein multimediales, durch drei Etagen schwebendes Landschaftsrelief von Sachsen. Neben einer filmischen Zusammenfassung der archäologischen Dauerausstellung bietet es vertiefende und individuell abrufbare Hintergrundinformationen zur Archäologie, Geschichte und Gegenwart des Freistaats.

Über einen treppenartigen Aufgang gelangt man in die erste Ausstellungsetage. Diese thematisiert den längsten Zeitabschnitt, nämlich über 280000 Jahre. Hier werden die ältesten Steinwerkzeuge der ersten in Sachsen lebenden Menschen aus Markkleeberg mit Klimageschichte, Evolution, Anthropologie, Zoologie, Genetik und Anatomie verknüpft. Während die in Markkleeberg sorgsam niedergelegten Seeigel darüber hinaus für ein ästhetisches Bewusstsein des Neandertalers sprechen, sind die Pferdedarstellung auf einem Schieferplättchen aus Groitzsch Beleg für die künstlerische Ausdrucksfähigkeit des frühen Homo sapiens vor 14000 Jahren.

Der Rundgang fährt in der zweiten Ausstellungsetage fort mit den in Sachsen sesshaft gewordenen Bauernkulturen von der Jungsteinzeit bis zur Völkerwanderungszeit und beginnt gleich mit einer Sensation: Feinste Rindenintarsien auf Keramikgefäßen haben sich 7000 Jahre im Grundwasser des jungsteinzeitlichen Brunnens von Altscherbitz bei Leipzig erhalten. Die sächsische Bronzezeit bietet mit ihren schatzfundähnlichen Depots, beispielsweise aus Kyhna, Dresden-Dobritz und Weißig, einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung. Mehrere Funde aus dem Gräberfeld von Liebersee präsentieren die Eisenzeit: Tönerne Vogelrasseln, winzige Gefäße und ein im Block geborgenes Grab zeigen das Spektrum und die mythische Gedankenwelt der damaligen Menschen. Besonders beeindruckend ist eine Urne mit herausgearbeiteten Augen und Nase. Man hatte sie mit Stoff bekleidet und Schmuck angelegt – wie bei einem menschlichen Körper.

Einen beeindruckenden Einblick in die mittelalterliche und neuzeitliche Lebenswelt bietet die mehr als 45 Meter lange Vitrinenwand in der dritten Ausstellungsetage mit rund 1200 Alltagsgegenständen aus Ausgrabungen in sächsischen Stadtkernen, aber auch Burgen, Klöstern und Dörfern, die zumeist während des großen Landesausbaus im 12./13. Jahrhundert entstanden sind. Sein prägender Einfluss auf die sächsische Geschichte macht den Bergbau als Ausstellungsthema in dieser Etage ebenfalls unumgänglich. In einer ‚Schatzkammer der schriftlichen Überlieferung‘ zeigt das Staatsarchiv Sachsen Archivalien zum Aufbau der Landesverwaltung ab dem späten Mittelalter.

Das nach Entwürfen von Erich Mendelsohn 1929/1930 für den Zwickauer Kaufhauskonzern der Gebrüder Schocken errichtete Gebäude und seine Geschichte wird in drei weiteren Ausstellungsbereichen gewürdigt. In den so genannten Erkern wird das Lebenswerk des Architekten, die besondere Biografie des Unternehmers, Sammlers, Mäzens und Verlegers Salman Schocken und die Geschichte des Gebäudes in seiner Nutzung als Kaufhaus bis in die jüngste Vergangenheit dargestellt.

Übrigens: Ab 27. September zeigt das smac die große Sonderausstellung „Leben am Toten Meer. Archäologie aus dem Heiligen Land“.

 

smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Stefan-Heym-Platz 1

09111 Chemnitz

Tel.: 0371 911 999-0

info@smac.sachsen.de

www.smac.sachsen.de

 

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr

Donnerstag bis 20.00 Uhr

Montag geschlossen (außer an Feiertagen)

Karfreitag, 24./25./31. Dezember und 1. Januar geschlossen.


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