Samstag, 24. August 2019
Mittwoch, 17. Juli 2019

MOCKREHNA

Langjährige Gemeinderäte geehrt

Blumen und Urkunden gab es für Bernhard Wagner, Dieter Jentzsch und Bernd Haubus. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Vor dem blumigem Dank musste Mockrehnas Ortsvorsteher Bernhard Wagner am Dienstag aber eine bittere Pille schlucken.

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Bernhard Wagner ahnte wohl nichts Gutes. Dabei hatte für den CDU-Gemeinderat und Ortsvorsteher Mockrehnas der Dienstagabend einen recht blumigen Anfang genommen. „Da wird meine Frau bestimmt wieder fragen, was ich verbrochen habe“, murmelte Wagner, als er sich samt Blumenstrauß wieder auf seinen Stammplatz begab – nicht ohne einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.

An dieser Stelle kann Waltraud Wagner – können übrigens auch die Ehefrauen von Dieter Jentzsch und Bernd Haubus – beruhigt sein: Schließlich brachte das CDU-Trio neben den Blumensträußen gleich noch hochoffizielle Urkunden mit nach Hause. Überreicht wurden diese von Bürgermeister Peter Klepel und der neuen Kämmerin Kirsten Fuhrmann. Der Grund: Wagner, Jentzsch und Haubus wurden vom nordsächsischen Kreisverband des sächsischen Städte- und Gemeindetags für ihr jeweils 29-jähriges ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde ausgezeichnet.

Dass Bürgermeister Peter Klepel den scheidenden Gemeinderat am Dienstag noch einmal zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentrommelte, lag einzig und allein am künftigen Mockrehnaer Wohngebiet „Am Gassenteich West“. Mit dem Abwägungsbeschluss zu eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss ging es nach einer verwaltungstechnischen Ehrenrunde (behördlich festgestellter Wald musste Anfang des Jahres entfernt, eine Fläche für Ersatzpflanzungen in der Gemarkung Audenhain gefunden werden) jedoch nur noch um Formalitäten.

Gewichtiger war da schon der Schluss der Sitzung, zumindest das Ende des öffentlichen Teils: In diesem kam Bernhard Wagner noch einmal auf die Problematik der medizinischen Versorgung in Mockrehna zu sprechen. So habe es bereits am Vormittag ein eineinhalbstündiges Gespräch mit drei hochrangigen Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsens gegeben. Dabei habe sich herausgestellt, dass die bislang favorisierte Idee, eine ärztliche Zweigstelle in Mockrehna einzurichten, allein schon vom Arbeitsaufwand her nicht zu stemmen sei. „Das wird so leider nicht funktionieren“, sagte Wagner. So bliebe nur die Möglichkeit, einer vollwertigen Praxis. Problem laut Wagner: „Viele junge Ärzte aus dem Bereich Leipzig sagen, Mockrehna liege zu weit draußen.“ Wagners Hoffnung: Im September auf einem von der Kassenärztlichen Vereinigung organisierten Erfahrungsaustausch Werbung für den Standort Mockrehna zu machen. Dazu solle jetzt auch ein Flyer entworfen werden. Darüber hinaus habe sich eine Ärztin aus der Region bereiterklärt, sich auf jenem Treffen auch persönlich für den Pumphutort zu engagieren.

Und dann wiederholte Wagner das, was er bereits vor Tagen in einem TZ-Beitrag andachte: Auch kurzfristig könne man Ärzten in Mockrehna definitiv Praxisräumlichkeiten zur Verfügung stellen. Allerdings brauche es in zwei bis drei Jahren weit mehr als ein Provisorium. Wagner spricht von einer dauerhaften Praxislösung oder gar einem Ärztehaus. Beides könne über die Gemeinde oder über Private baulich umgesetzt werden. Mit interessierten Investoren seien in den vergangenen Monaten bereits erste Gespräche geführt worden.

Wegen der Dringlichkeit der Besetzung einer Arztpraxis regte Wagner an, dass sich der Gemeinderat schon in diesem Jahr ernsthafte Gedanken über einen möglichen Neubau machen müsse. „Das sollte es uns wert sein.“ Schließlich sei es nicht mehr nur fünf vor zwölf. Worte, die auch bei Peter Klepel auf Unterstützung trafen. „Auch an Räumen für eine Übergangslösung scheitert es erst einmal nicht“, betonte der Bürgermeister noch einmal.

Möglicherweise wird der angeregte Praxisbau bereits am 3. September vom Gemeinderat vordiskutiert. Immerhin soll zur konstituierenden Ratssitzung auch die erste (nichtöffentliche) Lesung des auf sich wartenden Haushalts auf der Tagesordnung stehen.


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