Donnerstag, 23. Januar 2020
Montag, 19. August 2019

MOCKREHNA

Filmreife Urlaubstour nach Italien

Sophie und Papa Mike hatten sehr viel Spaß.Foto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schöna. Vorbild „Go Trabi Go“: Sophie Süptitz und Papa Mike aus Schöna genossen mit „De Hilde“ tolle Tage.

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Die Oberschule Mockrehna hat sie seit Montag wieder. Doch noch immer schweben der frischgebackenen 14-jährigen Sophie Süptitz aus Schöna die Erfahrungen ihrer 3710 Kilometer langen Urlaubstour mit Papa Mike im Kopf herum. Und nach Neapel gefahren wurde nicht in irgendeinem Auto. Platz genommen wurde in einem himmelblauen Trabant.

Auf den Spuren Goethes

Neapel? Trabant? Himmelblau? War da nicht etwas? Richtig! Kinobesucher werden sich erinnern: Im Sommer 1990 machte sich Udo Struutz auf, um mit „Schorsch“ und Familie auf den Spuren Goethes von Bitterfeld nach Neapel zu reisen. „Und genau das wollten wir auch“, blickt Sophie im Gespräch mit der Heimatzeitung zurück.

Vom 1. bis 12. August war es so weit. Noch schnell ein Foto vom heimischen Ortsausgangsschild gemacht und ab ging ... nein, nicht der „Schorsch“, sondern „De Hilde“. Nicht der einzige Unterschied zum Film-Original, denn die ungestüme „De Hilde“ ist kein 601er, sondern ein 500er Kombi. Und noch eines fällt sofort ins Auge. Zählte im Film auch Mama Rita zur Trabi-Besatzung, war im modifizierten Schönaer Zweisitzer für Mama Susann definitiv kein Platz. Dort, wo sich einst die Rückbank ins Heck quetschte, machte ein Ersatzteillager dem möglichen Trio von vornherein den Garaus.

Gefahren wurde trotz Überrollbügels gesittet. Maximal 90 Kilometer pro Stunde zeigte die Tacho-Nadel. So war „De Hilde“ auch auf den Autobahnen stets begehrtes Foto-Objekt – ob nun aus den Reisebussen heraus während der Fahrt, im Stau oder erst recht rund um Rom und Neapel. In Neapel sorgte zudem eine Begegnung mit Carabinieri-Streife für kurzzeitiges Magengrummeln bei Mike Süptitz: „Die fuhren ernsten Blickes neben uns her, bis der Beifahrer plötzlich ein Handy zückte, fotografierte und winkend mit einem Lächeln davonfuhr.“ Durchatmen also und die Schönheit der Region genießen. Vorerst keine Gedanken mehr daran verschwenden, wie sich „De Hilde“ im zweiten Gang über manch Anhöhe in den Alpen quälte und dennoch so gut wie pannenfrei blieb.

Kein Hexenwerk

Lediglich zwei Zündkerzen mussten gewechselt, einem undichten Bezinhahn das Tropfen abgewöhnt und eine gerissene Auspuffhalterung erneuert werden. Ach ja, und die Handbremse galt bei all den Belastungen hier und da mal nachzustellen. Für das Fahrergespann Süptitz/Süptitz gleichermaßen kein Hexenwerk. Die Gelenkwellen, die schlappmachten, mal außen vorgelassen.

„Alles in allem Gänsehautgefühl und eine tolle Reiseerfahrung“, schwärmt Sophie, auf deren Drängen „De Hilde“ überhaupt erst flottgemacht wurde. Sage und schreibe seit 1998 fristete die Pappe in einer Scheune ein abwechslungsreiches Leben – mal als Blumenständer, mal als Sonst-was-auch-immer-Ablage. Erst im November 2017 (!) gab Sophie die Order aus: „Papas eingeschlafenes Projekt muss endlich mal fertig werden!“ Und siehe da: Pünktlich zu ihrem Geburtstag am 17. August im vergangenen Jahr wurde sie vom Vater in dem optisch aufgewerteten Trabant von der Schule abgeholt. Für Sophie ein toller Moment, zumal sie – seit sie 9 Jahre alt ist – fast schon öfter in der Werkstatt als im Kinderzimmer anzutreffen ist. Selbst ihre als Sechskantmutter ausgelegten Ohrringe verraten ihre Leidenschaft.

Übrigens: Weil die Filmvorlage ihren Ausgangspunkt auf einem Hof in Bitterfeld-Greppin nahm, wurde jenes Foto an einem Backstein gemauerten Durchlass bereits im vergangenen Jahr nachgestellt. Sogar mit Schlapphut, den Mike Süptitz auf der Reise nach Italien dann aber leider vergaß.


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