Dienstag, 18. Februar 2020
Donnerstag, 15. August 2019

LOKALGESCHEHEN

Willkommen im 19. Jahrhundert!

Freilandmuseum Lehde: Auf dem Erlebnisplatz wird Wäsche gewaschen. Die Kinder helfen dabei. Foto: Museum OSL

Presseinformation

Lehde/Lübbenau. Entdecken Sie im ältesten Freilandmuseum Brandenburgs das Leben im Spreewald des 19. Jahrhunderts. Mit einem Hof aus Lehde, der als Teil des Spreewaldmuseums im Jahr 1957 für Besucher geöffnet wurde, hat alles angefangen.

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Heute kann man im Freilandmuseum Lehde im Herzen des Dorfes Lehde auf eine spannende Zeitreise durch vier komplette Hofanlagen aus dem gesamten Spreewaldgebiet gehen. Wie lebten die Bauersfamilien in Lehde im Jahr 1840? Wie hielten Moderne und Kriegszeiten um 1916 Einzug in den Spreewald? Wann kam man aufs „Altenteil“ oder wie kam ein Gurkenhändler um 1920 zu Reichtum? In den original eingerichteten Bauernhäusern entdecken die Besucher, wie man früher auf dem Land wohnte, arbeitete und zusammenlebte. 

Zum Beispiel gibt es ein Familienbett zu sehen, in dem vor 180 Jahren wirklich die ganze Familie Platz fand. Wie wurden die typischen Holzhäuser im sumpfigen Spreewaldgebiet gebaut, wie kommt das Reet auf das Dach oder wie entsteht ein Kahn? Filme und Mitmachstationen zeigen im ganzen Freilandmuseum spannende Details über historisches Handwerk der Region. Schauen Sie doch mal in der ältesten Kahnbauerei des Dorfes vorbei oder probieren Sie selbst, ein Blockhaus zusammenzusetzten. 

An extra für Familien eingerichteten Erlebnisplätzen kann man altmodische Pflichten ausprobieren, die früher zum Alltag gehörten: Am Waschplatz werden mit Seife und Waschbrett die Tücher wieder weiß, im Stall darf man Melken üben oder auf dem Hof probieren, in Holzpantinen zu gehen. Zwischen Kuhstall und Bauerngarten entdecken kleine und große Besucher Kinderspiele aus vergangenen Tagen neu oder träumen sanft im Heubett, während sie Spreewälder Sagen lauschen. Mitmachen ist ausdrücklich erlaubt!

Museumskaufhaus 

Museumskaufhaus trifft Spreewaldbahn. Was man im Freilandmuseum Lehde über das Leben der Spreewälder Landbevölkerung entdeckten, das zeigt das Spreewald-Museum in der Lübbenauer Altstadt über den Alltag und die Arbeitswelt einer typischen Spreewaldstadt um 1900. Das Museumskaufhaus im Spreewald-Museum empfängt die Besucher mitten im geschäftigen Treiben einer blühenden Handwerkerstadt. In den Läden und Geschäften erwarben die Stadtbewohner früher Waren des täglichen Bedarfs wie Brot, Fleisch, Gurken, Kaffee oder Bier. Edle Pelze aus der Kürschnerei, die guten Schuhe vom örtlichen Schuhmacher oder schöne Stoffe aus der typischen Blaudruckwerkstatt fehlen auch nicht im Angebot. Wie hier gearbeitet wurde, zeigen historische Werkstätten. Vom Schuhleisten puzzeln bis zum Leineweben, gibt es auch hier zahlreiche Erlebnisstationen mit altem Handwerk zum Anfassen.

Nach dem Rundgang durch die Läden und Werkstätten darf natürlich ein Besuch beim größten Ausstellungsstück im Museum nicht fehlen. Über 20 Tonnen bringt die historische Spreewaldbahn auf die Waage und lässt das Herz von Technikfans höher schlagen! War der Spreewald bis ins 19. Jahrhundert abgelegen und viele Orte nur auf dem Wasserweg erreichbar, so erschloss die Eisenbahn die Region ganz neu. Erobern Sie den Lokführerstand der originalen Dampflok 995703 und werfen Sie einen Blick auf die alten Instrumente oder machen Sie es sich in der Holzklasse des Personen- und Packwagens aus dem Jahr 1897 gemütlich. Die Ausstellung erzählt zudem die Geschichte der historischen Schmalspurbahn, die von 1898 bis 1970 die Städte Lübben und Cottbus verband.

Urlaub in der DDR 

Um Reisen und Reisende einer ganz anderen Epoche dreht sich die aktuelle Sonderausstellung „Urlaub in der DDR“ des Lübbenauer Spreewald-Museums. Noch bis zum 5. Januar 2020 erzählt sie die Geschichte von Urlaubsfreuden und Reiseträumen im ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaat. Wissen Sie noch, wo Sie vor 40 Jahren im Urlaub waren? Konnten Sie einen der FDGB-Ferienplätze oder einen Zeltplatz an der Ostsee ergattern? Zog es Sie mit dem Trabi ins sozialistische Ausland oder reisten Sie mit dem Reisebüro der DDR? Die Ausstellung lädt den Besucher ein, gedanklich noch einmal einen DDR-Campingplatz zu betreten, den Koffer für das Ferienlager zu packen oder in den Reisekatalogen von Jugendtourist zu stöbern. Ob Ostsee-Urlaubsnostalgiker oder Neuling im Thema DDR-Urlaub bei den öffentlichen Führungen durch die Ausstellung, zu denen das Museum regelmäßig einlädt, ist für jeden etwas dabei. Am 28. August sowie am 11. und 25. September erwartet die Gäste um 19 Uhr die Erlebnisführung „Frau Krause macht Urlaub“ mit kurzweiligen Geschichten über kreative Tauschgeschäfte, ausgeklügelte Packkünste und kleine Notlügen bei der Grenzkontrolle. 

Außerdem bietet das Museum einmal monatlich eine Kuratoren-Führung am Sonntag an (So, 8.9.2019, So. 6.10.2019 und So. 03.11.2019, jeweils 10 Uhr). Neben Reiseanekdoten geht es darum, was das Besondere am Urlaub in der DDR war, wohin man reiste und welche Hürden vor beziehungsweise im Urlaub genommen werden mussten.

 

Info:

• Museen des Landkreises 

Oberspreewald-Lausitz

Spreewald-Museum, Topfmarkt 12, 03222 Lübbenau, 

Tel: 03573-870 2420, 

 

Öffnungszeiten: 

Sommer (bis 31.10.) 

Di. bis So. 10 bis 18 Uhr, Winter (1.11. bis 31. 3) Di. bis So. 12 bis 16 Uhr 

 

• Freilandmuseum Lehde

An der Giglitza 1a, 03222 Lübbenau OT Lehde, Tel: 03573 – 870 2440, 

 

Öffnungszeiten: 

Sommer (bis 30.09.) täglich 10 bis 18 Uhr, Herbst (01.10. bis 31.10.) tägl. 10 bis 17 Uhr

 

Eintritt: 

Erwachsene: 5 Euro, Kinder: 1 Euro Familien: 10 Euro ermäßigt: 3,50 Euro, 

Kombikarten beide Museen: 

Erwachsene: 9 Euro 

 

Internet:

www.museums-entdecker.de; 

spreewaldmuseum@museum-osl.de


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