Dienstag, 18. Februar 2020
Samstag, 17. August 2019

Aufs Schwein gekommen

Foto: PR

Presseinformation

Teltow. Das Deutsche Schweinemuseum, welches am Rande der Stadt Berlin liegt, ist das einzige Museum, das sich ausschließlich mit dem Nutztier Schwein beschäftigt.

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Das Museum versteht sich als Bewahrer und Informationsquelle über das Schwein auf ehrenamtlicher Basis. Aus diesen Gründen werden zu den Öffnungszeiten keine lebenden Schweine gezeigt. Gruppen und wissbegierige Besucher können fachkundige und thematisch konzentrierte Führungen besuchen.

„Ruhlsdorfer Ausbildung“

Südlich von Berlin wurde im Jahr 1918 in Ruhlsdorf die erste Lehr- und Versuchswirtschaft für Schweinehaltung gegründet. Sie übte acht Jahrzehnte auf die gesamte deutsche Schweinehaltung einen nachhaltigen Einfluss aus. Die hier erzielten Versuchs- ergebnisse und die „Ruhlsdorfer Ausbildung“ genossen einen guten Ruf. Die Idee zur Gründung eines Museums für das Schwein als Nutztier entstand Anfang der Neunzigerjahre. Als Standort kam fast zwangläufig die traditionsreiche Anstalt infrage. Nach Vorbereitung durch eine Interessengemeinschaft wurde das einzige Museum dieser Art in Deutschland 1993 eröffnet. Das Museum möchte sowohl dem Fachmann als auch einem breiten Publikum die historische Entwicklung der Schweinehaltung in Deutschland nahebringen. In einer Zeit, da immer weniger Menschen mit der Landbewirtschaftung verbunden sind und die Ernährungswirtschaft mitunter in die Schlagzeilen gerät, kommt dieses Anliegen dem fachkundigen Informationsbedürfnis in anschaulicher Weise entgegen. Es befindet sich auf dem Standort des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Brandenburgs, ist aber unabhängig und wird von dem Förderverein „Deutsches Schweinemuseum Ruhlsdorf e.V.“ betrieben.

Entwicklung und Vermehrung

Im Haus werden eine Dauerausstellung und eine Sonderausstellung gezeigt. Die Dauerausstellung beschäftigt sich hauptsächlich mit der Domestikation, der Haustierwerdung des Wildschweins und ist im ersten Teil der Ausstellung Thema. Weiter beleuchtet werden die wichtigsten Rassen und deren Entwicklung in Deutschland sowie die Vermehrung. Wie pflanzen sich Schweine fort und wie wird das heute organisiert? Für viele Besucher ein unbekanntes und spannendes Thema. Die Entwicklung der verschiedenen Haltungsbedingungen von der Hutung über die kleinbäuerliche Haltung bis zur Großanlage werden dargestellt. Wer Tiere hält, muss diese artgerecht und wirtschaftlich füttern. Informationen darüber finden Sie ebenfalls. Die Hauptnutzungsrichtung beim Schwein ist die von Fleisch und Fett. Grundlage ist immer die Schlachtung. Einiges darüber wurde zusammengestellt. Es gibt aber auch ein Trüffelsuchschwein. Das Schwein ist in vielen kulturellen Gebieten präsent. Mitteleuropa ist sehr stark vom Schwein geprägt. Um Schweine züchten zu können, muss zuallererst die Leistung in verschiedenen Eigenschaften festgestellt werden. Darüber gibt es ebenfalls viele Informationen.

„Schmer und mehr“ 

Die aktuelle Dauerausstellung „Schmer und mehr“ beschreibt die abgelaufene Sonderausstellung „Fleisch und Schmer“ mit der Konzeption und Realisierung unter der Leitung von Dr. Gunter Nitzsche. Vor etwa 10 000 Jahren machte der Steinzeitmensch an verschiedenen Orten Eurasiens das jeweils bodenständige Wildschwein (Domestikation) zum Nutztier. Vor allem als lebender Fleischvorrat, um von der aufwendigen und auch gefährlichen Jagd unabhängig zu werden. Seitdem ist Schweinefleisch vom menschlichen Speiseplan (außer bei Juden und Moslems) nicht mehr wegzudenken. Das Schwein ist mit dem Geflügel und dem Fisch das geeignetste Tier zur Fleischproduktion. Das Schwein erreicht mit einem halben Jahr das 90-fache seines Geburtsgewichtes, und eine Muttersau zieht pro Jahr mehr als 22 Ferkel auf. Doch nur 62 % des Schweinekörpers werden direkt der menschlichen Ernährung in Form von Frischfleisch, Speck, Schmalz oder Wurstwaren zugeführt. Fleisch ist ein wichtiges, hochwertiges und hochgradig kontrolliertes Nahrungsmittel. Es enthält u. a. essentielle, für Wachstum und Gesundheit bedeutsame Mikronährstoffe. Der schlechte Ruf der gesättigten Fettsäuren, die im tierischen Fett vorwiegend gespeichert sind, wurde aktuell wieder revidiert. Vielfältig sind neben „Fleisch und Schmer“ (Schmalz – Fett) die anderen „Produkte vom Schwein“ In der Ausstellung wird unter anderem gezeigt: Schweinslederwaren; Bürsten und Pinsel aus Schweineborsten vielfältige Produkte, die aus oder mit Gelantine hergestellt werden, wie Foto- und Filmmaterial, Bänder von Video- und Audiokasetten, Kosmetik, Düngemittel wie Hornspäne, Tierfutter wie z. B. Tiermehle pharmazeutische Erzeugnisse, Heimtiernahrung, Knochenleim, Seifen, Glycerin, Olein- und Stearinzeignisse, Wursthüllen aus Schweindärmen, Blase, Produkte aus Drüsen, Innereien, Darmschleim und Blut wie porcinse Insulin und Blutkohle. Das Dilemma der tierischen Nebenprodukte seit der BSE-Krise wird beschrieben und zukünftige Verwertungsmöglichkeiten dieser wertvollen Rohstoffe, u. a. zur energetischen Verwertung als Biogas, Biodiesel und Bioethanol, werden aufgezeigt. Letztendlich vermittelt die Sonderausstellung eine Zukunftsvision, die Xenotransplantation, d. h. die Transplantation von Organen und Organteilen des Schweins in den menschlichen Organismus unter Nutzung von Methoden der Gentechnik. Schon seit über 25 Jahren werden Schweineherzklappen erfolgreich eingepflanzt. Das Schwein als Helfer des Menschen – vom lebenden Fleischvorrat bis zum Ersatzteilspender! 


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