Mittwoch, 13. November 2019
Freitag, 30. August 2019

TORGAU

Seite an Seite mit Euch und Euren Eltern

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Was die Entscheidung für eine Stelle so wichtig macht, dass man sie nicht unbedingt allein treffen sollte.

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Nicole John ist Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit Oschatz. Zusammen mit ihren Kolleginnen betreut sie Jugendliche im Raum Torgau bei der Berufswahl.

Frau John, ab wann haben Schüler mit der Berufsberatung Kontakt?

Nicole John: Die Berufsberatung steigt in den Oberschulen ab Klasse 7 ein und in den Gymnasien ab der 9. Klasse. Das ist ab diesem Schuljahr ein Jahr früher als sonst. Zu den Kontakten gehören Berufsorientierungsveranstaltungen, die in den Unterricht eingebunden sind, Besuche des Berufsinforma­tionszentrums (BiZ), Elternabende und individuelle Beratungsgespräche sowie Schulveranstaltungen.

Welche Rolle spielen Ausbildungsmessen?

Eine sehr große. Da kann man sich an einem Tag und an einem Ort konzentriert über viele Berufe
informieren, steht Personal­ent-scheidern und potenziellen Kollegen gegenüber. Meiner Meinung nach sind das ganz wichtige Eindrücke. Übrigens sind Ausbildungsmessen auch was für Eltern.

Stichwort Eltern …

Eltern sind die wichtigsten Ratgeber für unsere Schüler, denn sie stehen tagtäglich an ihrer Seite und wissen, welche Stärken und Fähigkeiten sie mitbringen. Als Berufsberaterin binde ich diese Grundlagen in die Berufswahl ein und entwickle sie weiter. Wichtig ist die Reflektion der Impulse und Vorschläge zurück zur Familie. Denn Berufswahl ist in der Regel Familiensache. 

Ist die Berufswahl eine Lebensentscheidung?

Ja und nein. Eine Ausbildung ist der erste große Schritt in die
Berufswelt und will gut vorbereitet sein. Mit der Ausbildung ist man aber nicht zwangsläufig festgelegt für die komplette Zeit bis zur
Rente. An jedem Arbeitsplatz kommt es im Laufe der Zeit zu Veränderungen und Spezialisierungen. Das ist ja das Reizvolle. Man kann sich ständig beruflich weiterentwickeln. Berufsberatung – egal wie ausgeprägt – ist ein lebenslanger Prozess. Das zeigt die Praxis. Aber eins ist klar: die Basis ist und bleibt eine solide Ausbildung.

 

Und wie bekommen junge Leute diese Basis?

Es beginnt mit guten schulischen Leistungen und setzt sich über Praxiserfahrungen in Betrieben fort. Es ist wichtig, dass die Entscheidung über Jahre wächst und von verschiedenen Faktoren und Erlebnissen beeinflusst wird. Am eindrucksvollsten sind Praktika. Ich versuche, die Erlebnisse und Eindrücke daraus auf die Berufswahl zu beziehen. Junge Leute und Ausbildung zusammenzubringen, heißt, ihre Talente mit einer beruflichen Karriere zu verknüpfen.

Übrigens: Auch während der Ausbildung kann sich der Weg zum Berufsberater lohnen. Wenn es in der Theorie nicht so läuft wie
geplant, bieten wir ausbildungsbegleitende Hilfen an – eine Art Stützunterricht, der weder Betrieb noch Lehrling etwas kostet, aber entscheidend für den Ausbildungserfolg sein kann.

 


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