Mittwoch, 13. November 2019
Freitag, 30. August 2019

TORGAU

Eine Frau setzt sich in der Männerwelt durch

Foto: TZ/J. Sachse

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Torgau. Die Geschlechterrollen spielen im Berufsalltag  längst keine  Geige mehr – ein Beispiel!

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Als ich Jana Getzschmann danach frage, ob es sich als einzige Frau in der Produktionshalle zwischen all den Männern „anders“ arbeitet, muss sie schmunzeln, bevor sie antwortet: „Ich sehe darin eigentlich nichts Besonderes und dass ich in der Fertigung ausschließlich mit Männern arbeite, sehe ich persönlich absolut nicht als Nachteil. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse, denn die Branche ist immer noch eine klassische Männerdomäne, zumindest, was die Fertigung angeht.“ 

Seit fast zwei Jahren arbeitet sie nun schon in der Qualitätssicherung der Torgauer Maschinenbau GmbH und man merkt ihr an, dass sie sich wohlfühlt inmitten der Männerwelt.

Jana lächelt und sagt betont: „Eine bevorzugte Behandlung, nur weil ich eine Frau bin, bekomme ich aber nicht und das möchte ich auch nicht.“ 

Renate Blanke, Leiterin der Verwaltung im TMB, schätzt die Arbeit weiblicher Mitarbeiter auch in den von Männern dominierten Arbeitsbereichen: „Es geht meiner Meinung nach schon lange nicht mehr darum, dass ein Mann für eine Aufgabe besser geeignet ist als eine Frau oder umgekehrt. Im Unternehmen hat längst ein Umdenken eingesetzt und so haben Frauen bei Bewerbungen für diese Bereiche genauso gute Karten. In Situationen, die viel Kraft erfordern, ist ein Mann natürlich auch heute noch im Vorteil. Frauen hingegen streben aus meiner Sicht sehr oft mehr Stabilität an und legen im Job Qualitäten an den Tag, die für ein erfolgreiches Arbeiten einfach unerlässlich sind.”

Ob sie ein dickes Fell brauche, wenn es mit dem einen oder anderen Kollegen auch mal etwas derber im Umgang ist, frage ich Jana Getzschmann: „Ja, das gibt es schon mal, aber darauf sollte man eingestellt sein. Einfach cool und freundlich bleiben. Aber manchmal hilft auch Schlagfertigkeit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer weniger um den heißen Brei herumreden, sie sind sehr direkt und ehrlich, auch weniger nachtragend, gerade wenn mal was nicht so klappt. Das muss nichts Schlechtes sein, eher im Gegenteil.“

Dass sie allen interessierten Mädchen und jungen Frauen empfehlen würde, sich ganz frei von Rollenklischees nach ihren Neigungen für einen Job zu entscheiden, zeigt sich auch in ihrem privaten Umfeld: Janas Tochter arbeitet inzwischen als Industriemechanikerin.


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