Donnerstag, 2. April 2020
Dienstag, 17. September 2019

OSTELBIEN

"Gucken" ausdrücklich erwünscht

Der stellv. Gemeindewehrleiter Remo Springer Foto: privat

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Die Feuerwehren der Gemeinde Beilrode starten am Samstag eine Großübung an der Elbe und hoffen auf viele Zuschauer. Warum darauf sehr viel Wert gelegt wird, lesen Sie hier. 

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Von TZ-Redakteur Nico Wendt

Beilrode/Zwethau.  Nicht wundern, wenn am Sonnabend, dem 21. September, ein Großaufgebot an Feuerwehren zur Elbe nach Zwethau braust. Es handelt sich um eine Übung. Keine normale allerdings. An jenem Samstag sind auch alle interessierten Einwohner herzlich zum „Gucken und Staunen“ eingeladen. Denn die Kameraden der Ortswehren wollen nicht nur das Zusammenspiel untereinander und die Handhabung der Technik festigen, sondern auch mal wieder Werbung in eigener Sache betreiben und vielleicht den einen oder anderen Bürger zum Beitritt in die Truppe animieren. 

„Wir möchten den Tag nutzen, um Mitglieder zu gewinnen“, erklärt Remo Springer, stellvertretender Gemeindewehrleiter, der bei der Organisation die Fäden in den Händen hält. Dabei sollen Zuschauer ein möglichst breites Spektrum der Feuerwehrarbeit zu sehen bekommen. Und die Kameraden wiederum an jenem Vormittag ein recht vielseitiges Betätigungsfeld vorfinden. Das funktioniert am besten über einen Stationsbetrieb. Fünf Themenbereiche stehen insgesamt im Blickpunkt. Beteiligt sind alle Ortswehren der Gemeinde, also Beilrode, Zwethau, Dautzschen/Großtreben sowie Döbrichau. „Außerdem haben wir die Feuerwehr Prettin eingeladen. Denn mit den Kameraden aus dem Nachbarbundesland gibt es seit kurzem eine Löschvereinbarung und eine Zusammenarbeit über die Ländergrenze hinaus“, erläutert Remo Springer. 

Die Zufahrt zum Übungsgelände erfolgt übrigens über einen Wirtschaftsweg am Ortseingang Zwethau/Autohaus Friedrich. Auf den Wiesen hinter dem Elbdamm wird das Geschehen stattfinden. Remo Springer gibt einen Überblick: Station 1 Gewässernotfälle. „Wir haben voraussichtlich zwei Boote auf der Elbe im Einsatz, eins davon von der Wehr Prettin, und zeigen, wie man eine Person aus dem Wasser rettet. Wir demonstrieren das Anlegen der Rettungsweste und das Auswerfen des Rettungsrings. Außerdem geben wir Hinweise zum Verhalten auf dem Fluss“, so der Brandmeister/Zugführer der Wehr Beilrode.  

Station 2 Atemschutzgeräte und deren Einsatz. „Wir geben eine Grundeinweisung, wie man die Technik anlegt, was zu beachten ist und welche Nachweise es braucht“, so Springer. Die Beilroder Feuerwehr hat übrigens einen festen Stamm von Atemschutzgeräteträgern. Station 3 widmet sich dem Besteigen von Leitern mit Gerätesatz Absturzsicherung. Hier verwenden die Kräfte Seile und Haken wie Bergsteiger. „Die Feuerwehr Dautzschen betreut diese Station und hat auch verschiedene Leitern vor Ort. Wenn wir eine stabile Baumgruppe im Bereich der Elbwiese finden, könnte es bis zu zwölf Meter in die Höhe gehen“, erklärt der stellvertretende Gemeindewehrleiter. 

Station 4 läuft gemeinsam mit dem DRK /Katastrophenschutz. „Deren Mitarbeiter werden ein Sanitätsfahrzeug vorstellen und eine Einweisung in Erste Hilfe geben. Die Kameraden der Feuerwehr dagegen simulieren einen sogenannten MANV – Massenanfall von Verletzten – und trainieren das Retten von Personen und die Übergabe an Notärzte und Sanitäter.“

 Station 5 beinhaltet die Löschwasserentnahme an offenen Gewässern: Mit verschiedenen Feuerwehrpumpen wird die Löschwassergewinnung dargestellt und es erfolgt der Einsatz von Strahlrohren“, endet Remo Springer mit seiner Beschreibung. 

Von circa 8 bis 13 Uhr wird die Übung an der Elbe bei Zwethau andauern. „Das Ganze soll keinen Festcharakter tragen. Es ist kein Tag der offenen Tür mit Rahmenprogramm und gastronomischer Versorgung der Gäste“, stellt der Org.-Chef klar. Vorgesehen sei lediglich die Verpflegung der im Einsatz befindlichen Kameraden über eine Feldküche. Trotzdem ist ausdrücklich erwünscht, dass möglichst viele Besucher die Technik-Demonstration und das Trainingsprogramm ihrer Ortswehren mitverfolgen. „Es liegt uns am Herzen, das Interesse für die Feuerwehr zu wecken“, nennt Remo Springer ein wichtiges Anliegen. 

Jeder Kamerad habe übrigens 40 Ausbildungsstunden im Jahr nachzuweisen. Die  Übung in Zwethau werde hierbei für jeden Teilnehmer angerechnet. Sollte es an dem Samstag tatsächlich zu einem Ernstfall in der Gemeinde kommen, sei die Einsatzbereitschaft der Wehren durchgehend sichergestellt, hieß es. Der stellvertretende Gemeindewehrleiter schätzt, dass insgesamt rund 80 bis 90 Feuerwehrleute aus Beilrode und Ortsteilen sowie aus Prettin anzutreffen sind. Etwa acht Fahrzeuge kommen vor Ort, dazu die zwei Boote. Die Übung am 21. September erfolgt ohne Alarmierung. Das heißt: es werden an jenem Morgen keine Sirenen in den Dörfern heulen.


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