Sonntag, 20. Oktober 2019
Mittwoch, 18. September 2019

TORGAU

Mit Körperkunst ins Fernsehen

Der Torgauer Martin Rudek war am 10. September auf DMAX zu sehen. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau/Zwickau. Der Torgauer Tätowierer Martin Rudek ist Teil der neuen DMAX-Show SäxyInk. Rudek plauderte mit der TZ ein wenig über die Dreharbeiten und das Konzept der Show.

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„Ich bin ja wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber in der Situation, da hat es mir wirklich die Sprache verschlagen.“ Als sich Martin Rudek an die Geschehnisse im vergangenen Juli erinnert funkeln seine Augen. Eigentlich hat er nichts  anderes gemacht, als in all den anderen Monaten des Jahres auch. Er hat tätowiert. Doch in diesen zwei Wochen im Juli war es anders. Denn in denen wurde er nicht nur von seinem Kunden bei seiner Arbeit beobachtet, sondern auch von einem Kamerateam und damit auch Tausenden Menschen vor ihren Fernsehgeräten.

Ab nach Zwickau

SäxyInk. Das ist der Name eines TV-Formats, welches in der vergangenen Woche auf DMAX seine Premiere feierte. Protagonist der Show ist der Zwickauer Tätowierer Randy Engelhard, der in der ersten Folge Einblick in die Arbeit eines Profi-Tätowierers gibt. Engelhard ist Inhaber eines der größten Tattoostudios Deutschlands, der Lifestyle-Passage in Zwickau. Auch Martin Rudek, den viele Torgauer vor allem als ehemaligen Stammtätowierer des Bunten Ostens in der Breite Straße kennen, arbeitet in einem von Randy Engelhard gegründeten Tattoostudio, dem Heaven of Colours. Allerdings nicht direkt in Zwickau, sondern in einer Filiale in Taucha. Für die Dreharbeiten von SäxyInk Mitte Juli wechselte der 27-Jährige jedoch kurzerhand für zwei Wochen seinen Arbeitsplatz und tätowierte fleißig die Zwickauer.

Insgesamt eine Dreiviertelstunde dauerte die erste Folge von SäxyInk, welche unter dem Namen „Tattoo – Randy sticht zu“ veröffentlicht wurde. Martin Rudek ist in dieser zwar nur ganz kurz zu sehen, begleitete die Dreharbeiten trotzdem von Anfang bis Ende. „Das Ziel war es, möglichst viele Charaktere und Tattoo-Typen abzubilden“, erklärt Rudek die Auswahl des ingesamt fünfköpfigen Tätowierer-Teams für die Sendung. „Das Produktionsteam hatte sich im Vorfeld mit Randy besprochen und er suchte dann die Leute aus, die an der Show teilnehmen sollten.“ Neben Randy Engelhard und Martin Rudek waren so noch die aus der Tattoo-Cover-Up Serie „Horror Tattoos“ bekannte Peggy Lou sowie die beiden Profi-Tätowierer David Giersch und Bené Bader zu sehen.

Doch bis auf Bader, der zusammen mit Randy Engelhard den Kern der Sendung bildete, erschienen die anderen Künstler, ähnlich wie Rudek, nur sehr sporadisch auf dem Bildschirm. „Das heißt aber nicht, dass wir weniger gedreht haben“, sagt Rudek mit einem Augenzwinkern. Wie er verrät, habe man zu verschiedenen Themen mit den anderen Künstlern ebenfalls Szenen und Interviews gedreht. „Die wurden aber in dem Piloten noch nicht verwendet, sondern sollen erst in späteren Folgen, falls es denn welche geben sollte, mit ausgestrahlt werden.“

 

Der Spaß am Set war vorprogrammiert. Sowohl mit Produzentin Heike Güldenpfennig (linkes Bild), Tattoo-Studio-Besitzer Randy Engelhard (rechts unten) und seinen Kunden hatte Martin Rudek einiges zu lachen. Da rückte dann manchmal auch der Stress von Tätowieren und Dreharbeiten in den Hintergrund.Foto: Heike Güldenpfennig

Das „Küken“ der Truppe

Besonders für Martin Rudek waren die Dreharbeiten für DMAX eine wahre Herausforderung. Zwar besitzt der gebürtige Torgauer bereits einige Routine im Tattoohandwerk, gegenüber seinen Kollegen fühlte er sich trotzdem als Nesthäkchen. „Das muss man sich einfach mal vorstellen. Die anderen haben einfach schon so enorm viel Erfahrung als Tätowierer und ich habe erst vier Jahre.“

Besonders großen Respekt hatte Rudek vor dem, was sein ehemaliger Ausbilder und Mentor Randy zusammen mit seinem Kollegen Bené Bader extra für die Dreharbeiten auf die Beine stellten. Drei Tage lang tätowierten die beiden Künstler gleichzeitig den Rücken des ehemaligen Profi-Eishockeyspielers Andrew McPherson und verschönerten diesen mit einem riesigen kanada- und eishockey-inspirierten Bild. Zwar hatte Rudek in der Vergangenheit bereits auf Messen und im Alltag so manch ein beeindruckendes Tattoo zu Gesicht bekommen, dieses rückengroße Kunstwerk verschlug ihm dann aber doch den Atem. „So etwas wurde meines Wissens noch nie im deutschen Fernsehen gezeigt, das ist einfach nur Wahnsinn.“

Ein echter Haufen Arbeit

Gedreht wurde in diesen zwei Wochen im Juli immer mindestens acht Stunden, erzählt Rudek. Morgens um 10 startete der Dreh und zog sich dann bis abends oder manchmal auch bis spät in die Nacht. „Man unterschätzt das sehr leicht, wie viel Arbeit eigentlich hinter einer solchen Produktion steckt. Auch ich hätte niemals damit gerechnet. Aber als ich dann das erste Mal vor der Kamera saß und ein Interview geben musste, das war eine echt einschüchternde Erfahrung. Alles um einen herum ist komplett still und alle Aufmerksamkeit ist auf dich gerichtet. Ich bin ja wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber in der Situation, da hat es mir wirklich die Sprache verschlagen.“

Wie geht es nun weiter?

Und trotzdem entlockt es Martin Rudek heute ein Lächeln, wenn er sich an die Drehzeit erinnert. „Es war am Anfang schwierig, aber hat dann richtig Laune gemacht. Ich habe einfach irgendwann versucht, die Kamera auszublenden und mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.  Denn in so einer Situation, da will man ja auf keinen Fall verkacken.“

Ob noch weitere Folgen von SäxyInk auf DMAX ausgestrahlt werden, das kann und will der Torgauer Tätowierer noch nicht verraten. Die Resonanz auf die erste Folge hätte jedoch sowohl seine als auch die Erwartungen des Senders übertroffen. „Ich würde mich wirklich freuen, wenn es weitergeht. Genug Material haben wir auf jeden Fall gedreht und hätten, glaube ich, auch alle Bock drauf, uns noch mal vor die Kamera zu stellen. Es hat wirklich Spaß gemacht.“

 

Die erste Folge von SäxyInk mit dem Titel „Tattoo – Randy sticht zu“ ist in der DMAX- Mediathek  kostenlos abrufbar.


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