Donnerstag, 2. April 2020
Sonntag, 29. September 2019

OSTELBIEN

Lustiger kann eine Kreuzfahrt nicht sein

Die Matrosinnen hießen alle "Willkommen an Bord."Foto: TZ/Perz

Von unserem Redakteur

Dautzschen. Der Dorfclub „Dautzschen lebt“ stach am Samstag mit der „MS Dautzschen“ in See. TZ-Redakteurin Elisa Perz wurde eine besondere Rolle in dem Programm zuteil.

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Den zurückliegenden Samstagabend werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Während ich in der einen Minute noch als TZ-Redakteurin mit Fotografieren beschäftigt war, wurde ich in der nächsten Minute an den Marterpfahl gefesselt. Tja, die Kreuzfahrt mit der „MS Dautzschen“, die der Dorfclub „Dautzschen lebt“ als Programm in der Lagerhalle Görlich inszenierte, hielt eben so einige Überraschungen bereit.

Aber gut, ich gebe zu, ganz unschuldig war ich an der Situation nicht. Denn es gab einen Grund, warum ausgerechnet ich ins Visier der Dorfclub-Frauen gerückt bin. Als ich im Frühjahr dieses Jahres im Rahmen von „Wir Packen’S an!“ über die Gruppe berichtet hatte, ist mir in meinem Text ein kleiner Fehler unterlaufen. So hatte ich fälschlicherweise geschrieben, dass sie bei einer ihrer Überraschungspartys schon einmal in die Rolle von Indianern geschlüpft waren. Dem Sieg der Dautzschener Mädels hatte das zwar keinen Abbruch getan. Die so dringenden benötigten Zelte konnten sie mithilfe der 5000 Euro finanzieren, sie sollen im Dezember beim Weihnachtsmarkt erstmalig zum Einsatz kommen. Doch meine „Strafe“ musste trotzdem sein.

Trotz des Marterpfahleinsatzes fiel das Fazit von TZ-Redakteurin Elisa Perz durchweg positiv aus.

Ich hatte allerdings Glück. Schon nach kurzer Zeit wurde ich wieder aus meinen Fesseln befreit und konnte das restliche Programm des Abends genießen. Und ich muss sagen: Es war rundum gelungen! Zum Lachen, Mitsingen und einfach zum Spaß haben. Als Matrosinnen verkleidet stießen die Dautzschener mit dem Publikum in See, entführten die Besucher nach New York oder zu den amerikanischen Indianern und nahmen sich dabei selbst nicht zu ernst. Sowohl was die Kostüme als auch die Auswahl der Musik und der Tänze betraf waren sie sich für nichts zu schade. Ich will gar nicht erst versuchen, die Stimmung und die verschiedenen Sketche zu beschreiben. Allein mit Worten würde mir das ohnehin nicht gelingen. Nur so viel: Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst. Und das sah im Übrigen nicht nur ich selbst so, sondern ebenfalls die weiteren Gäste. Aus jeder Ecke war ein dickes Lob zu hören. „Das habt ihr richtig klasse gemacht“, hieß es, oder: „Es war einmalig“ .

Bei diesen Worten konnte die Dorfclubchefin Marieluise Kynast nach dem Auftritt gleich doppelt aufatmen. Sie sei enorm aufgeregt gewesen, verriet sie mir im Gespräch. Auch die vielen Proben im Vorfeld hätten ihre Nervosität nicht mindern können. Fast jeden Tag im vergangenen Monat hatten die neun Frauen genutzt, um ihr Programm einzustudieren. Der eine oder andere Zoff sei dabei nicht ausgeblieben. „Doch am Ende haben wir wie immer an einem Strang gezogen.“ Das gelingt den Clubmitgliedern mittlerweile seit 15 Jahren. Daher nutzten sie den Abend gleichzeitig dazu, mit den Besuchern auf deren langjährige Treue und das eigene Bestehen anzustoßen.

Nun kann ich nur hoffen, dass mir in diesem Artikel kein Fehler unterlaufen ist. Sonst stehe ich bei der Überraschungsparty im nächsten Jahr womöglich wieder am Marterpfahl – und wer weiß, ob mich die Dautzschener dann noch mal so leicht davon kommen lassen würden.


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