Donnerstag, 14. November 2019
Mittwoch, 16. Oktober 2019

TORGAU

EZEL und der Straßenbau, Version 4.0

Beim Aspahlteinbau bringt die Firma Ezel eingespielte Teams zum Einsatz. Weil es auch keine technologischen Brüche gibt, kann hier in hoher Geschwindigkeit und mit einem hohen Maß an Genauigkeit gearbeitet werden. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Süptitz. Die Bauunternehmung EZEL ist prägend für das Tiefbau-Geschehen in der Region. Damit das auch in Zukunft so bleibt, richtet sich das Unternehnen konsequent am technischen Fortschritt aus.

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„Man muss offen für Visionen sein!“ Ingbert Rabe, Geschäftsführer der Bauunternehmung Ezel in Süptitz, sagt das nicht, weil es chic klingt. Er meint es ernst, denn er erlebt, wie sich seine Branche in rasanter Geschwindigkeit verändert.

Und weil Stillstand nicht sein Ding ist, verändert der Bauunternehmer seine Firma im gleichen Tempo. Gut eine Million Euro hat er im zurückliegenden Jahr in die Hand genommen, um fit zu sein für den Straßenbau 4.0.

Ein starker Treiber für diesen Technologiesprung heißt BIM – das steht für Building Information Modeling. Diese Technologie des modellbasierten Bauens kommt aus dem Hochbau. Mithilfe von 3-D-Simulationen lassen sich verschiedene Gebäude-Varianten sehr realitätsnah vorab miteinander vergleichen. Probleme können so schon vorher aus dem Weg geräumt werden.

Dieses BIM, das zeichnet sich ab, wird auch für den öffentlichen Straßenbau zum Standard. Zum eigentlichen 3-D-Modell erfolgt ergänzend die Darstellung der Kosten und des Zeitfaktors. Am Ende soll ein komplett digital abgebildeter Prozess stehen, der von der 3-D-Planung bis zur Freigabe der Straße reicht und damit an jeder Stelle für den Auftraggeber nachvollziehbar ist.

Damit wird auch klar, warum Bauunternehmen wie Ezel so massiv investieren müssen, um unter diesen Bedingungen überhaupt noch Aufträge annehmen zu können. „Aktuelle Aufgabenstellung ist die Vernetzung von Maschinen einhergehend mit hardwareseitiger Aufrüstung, um den erforderlichen Informationsfluss zu gewährleisten sowie die Schulung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, so Ingbert Rabe.

Schon jetzt hat eine Vielzahl von Fahrzeugen und Geräten GPS an Bord. „Geräte werden automatisch auch zu Vermessungsinstrumente, deren GPS-Daten in die Planungs- und Bestandsdaten einfließen“, erklärt Ingbert Rabe. Des Weiteren will der Auftraggeber eine haargenaue Abrechnung der erbrachten Leistungen. So werden die digitalen Planungsdaten zum Beispiel auch ins System der Straßenfräse eingespeist, die bei Fahrbahnsanierungen den alten Belag abnimmt. So kann auf den Zentimeter genau und nachweisbar so gearbeitet werden, wie es ausgeschrieben ist.

„Die Digitalisierung hat es auch schon in den Schwarzdecken-Einbau geschafft“, berichtet Ingbert Rabe. Sensoren würden Zusammensetzung und Temperatur des Asphaltmischgut messen und den Einbau überwachen.  

„Angestrebt ist, genau zu wissen, an welcher Stelle Asphalt einer bestimmten Lieferung mit welcher Qualität eingebaut wird und welche Parameter dabei vorliegen/vorlagen. Zuletzt haben wir Technik angeschafft, die den Grad der Verdichtung misst und damit das spätere Anbohren der Straße überflüssig machen kann.“

Der Firmenlenker weiß: Der Anspruch an Ezel-Mitarbeiter ist hoch. „Der Weg ist, das Handwerk zu lernen und sich dann von der Technik unterstützen zu lassen. Der Führer muss wissen, was das Geräte bzw. Fahrzeug von ihm will.“

Und auch wenn die Bauleiter heute schon mit einem dritten Bildschirm auf den Schreibtisch liebäugelten, um alle Prozesse im Blick zu halten, sei der Faktor Mensch entscheidend: Nur ein gut zusammengestelltes Team vor Ort leiste gute und effektive Arbeit.

Das soll, so ist es erklärtes Unternehmensziel, in der Region passieren. „Wir werden weiter investieren und uns sowohl für Auftraggeber als auch für aktuelle und künftige Mitarbeiter noch interessanter machen“, gibt sich Ingbert Rabe mit Visionen allein nicht zufrieden.

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