Donnerstag, 14. November 2019
Mittwoch, 16. Oktober 2019

TORGAU

Fernwasser ist auf alles vorbereitet

Kein Tag ohne Wasser.Foto: sonsam?

von unserer Sport-Redakteurin Eileen Jack

Torgau. Klimawandel und Zuzüge sorgen für einen höheren Trinkwasserbedarf im Einzugsgebiet der Trinwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH. Der Vorversorger hat sich auf diese Entwicklung eingestellt.

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Vollkommen umdenken muss die Fernwasserversorgung Elbaue Ostharz GmbH was die künftige Bereitstellung von Trinkwasser angeht. Während die Verbräuche in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen waren und sich das Unternehmen eben darauf einstellte, wandelt sich die Lage aktuell komplett.

„Die Wegzüge stagnieren, es gibt sogar wieder mehr Zuzüge. Das merken wir an den Wasserabsatzzahlen“, erklärte FWV-Pressesprecherin Jana Arnold. Hinzu kommen die ersten Auswirkungen des Klimawandels, die langen Hitzeperioden und Trockenheit in den vergangenen beiden Jahren, die ganz neue Planungsprozesse vom Unternehmen fordern.

Über eine Stilllegung von Wasserwerken – zuletzt wurde das Wasserwerk Sachau 2011 in Reserve gestellt – denkt heute keiner mehr nach. „Vielmehr beschäftigen wir uns mit dem Gedanken, wie wir das Wasser, das künftig benötigt wird, auch bereitstellen können“, sagt Jana Arnold weiter und verweist auf den Gewinn neuer Großkunden, wie zum Beispiel der Stadt Sangerhausen inklusive einiger umliegender Ortschaften.

Auch die Städte Mücheln und Braunsbedra sollen bis 2022 angeschlossen werden. Im Bereich der Elbaue gibt es neue Entwicklungen die den Raum Bitterfeld-Wolfen angeht. Hier siedeln sich derzeit mehrere große Industrieunternehmen an.

Es entsteht zum Beispiel gerade eine große neue Papierfabrik, deren Wasserbedarf dann von der Fernwasserversorgung gedeckt wird. „Und auch bei anderen Ansiedlungen werden wir eine bedeutende Rolle für die Wasserversorgung spielen,“ beschreibt die Pressesprecherin die Entwicklungen.

Die Wasserwerke kommen damit langsam aber sicher an ihre Kapazitätsgrenzen. „Zwar noch nicht im täglichen Betrieb, aber dann, wenn wir Spitzenwerte fahren müssen. Die nämlich steigen jährlich. Früher wurden wir an ein oder zwei Tagen mit der Bereitstellung dieser Spitzenwerte konfrontiert, jetzt werden die Perioden dafür immer länger“, klärt Jana Arnold auf und spricht von einer enormen Herausforderung für die Technik. Für die Fernwasserversorgung heißt es deshalb, das System jetzt für die hohen Abnahmemengen zu stärken.

Eine weitere Herausforderung, mit der sich das Unternehmen dank demografischem Wandel konfrontiert sieht, ist die Tatsache, dass in den nächsten gut zehn Jahren insgesamt rund 100 Mitarbeiter ersetzt werden müssen, weil sie in ihre wohlverdiente Rente gehen. 

„Wir müssen nahezu alle Stellen zeitnah neu besetzen“, sagt die PR-Chefin des Unternehmens und spricht von einer anspruchsvollen Aufgabe. Auch will die Fernwasserversorgung weiterhin Ausbildungsplätze vorhalten, meist zwei bis drei pro Jahr. Junge Menschen für die Berufe im Unternehmen zu rekrutieren, sei aber immer schwerer.

Dranbleiben heißt es für die Fernwasserversorgung Elbaue Ostharz GmbH ganz klar auch beim Thema Digitalisierung. Hier wird in den kommenden Jahren viel passieren. Deshalb wurde vor geraumer Zeit auch ein Arbeitskreis speziell zu dieser Thematik gegründet.

„Im vergangenen Jahr haben wir unsere Mitarbeiter gebeten, jeweils für ihren Arbeitsplatz zu überlegen, was im Hinblick auf die Digitalisierung von Arbeitsprozessen unternommen werden muss. Da sind zahlreiche Vorschläge an uns herangetragen worden“, sagt Jana Arnold. Aktuell wird mit den ersten Umsetzungen begonnen.
 


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