Donnerstag, 14. November 2019
Mittwoch, 16. Oktober 2019

MOCKREHNA

Der Elektro-Service Lothar Haupt arbeitet an den Stromnetzen der Zukunft

Kabelmesswagen des Elektro-Service Lothar Haupt.Foto: ES Haupt

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Audenhain. Es sind Firmen, wie der Elektro-Service Lothar Haupt, die mit ihrer Leistung die Energiewende erst ermöglichen. Denn das  Unternehmen sorgt dafür, dass Elektroenergie übertragen werden kann.

 

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Die Energiewende in Deutschland ist eine der wichtigsten Grundlagen für eine nachhaltige Klimapolitik. Doch damit die großen Entscheidungen am Ende funktionieren, muss im Kleinen fleißig gearbeitet werden. Dann sind es Firmen, wie der Elektro-Service Lothar Haupt, die mit ihrer Leistung die Energiewende erst ermöglichen. Denn das Audenhainer Unternehmen sorgt einfach gesagt dafür, dass Elektroenergie übertragen werden kann.

„In den letzten Jahren sind Biogasanlagen, Solar- und Windparks entstanden. Sie alle speisen Energie ein. Die eingespeiste Leistung muss aufgenommen und so verteilt werden, dass sie an jeder Stelle wieder abrufbar ist “, erklärt Lothar Haupt, welche Herausforderungen durch die Energiewende für die Stromnetze entstehen.

Für die Starkstrom-Experten vom Elekro-Service Lothar Haupt, die für viele Industrieunternehmen der Region arbeiten und  Partner der Mitnetz-Strom sind, bedeutet das für den Elektroservice jede Menge spannende Herausforderungen und vor allem Arbeit.

Während immer wieder neue Stromerzeuger ans Netz gehen wollen und dazu eine Verkabelung benötigen, analysieren intelligente Systeme ständig das Stromnetz auf Schwachstellen. Werden sie fündig, „dann werden die Netze verstärkt, gegebenenfalls dafür auch eine neue Trafostation errichtet“, erklärt Lothar Haupt seinen Part dabei.

Aus der Erfahrung weiß er zudem, dass ein Netz, das heute auf dem neuesten Stand ist, schon in zehn Jahren wieder an seine Grenzen geraten kann.  „Schauen wir doch mal ein paar Jahre nach vorn und in ein Wohngebiet, in dem die Hälfte der Bewohner ein E-Auto fährt, das jeden Tag aufgeladen werden muss“, zeichnet er ein gar nicht so fernes Szenario. Klar werde es Systeme geben, die dabei helfen, die Stromabgabe über den Preis zu regeln – „wer sein Fahrzeug nachts lädt, wird weniger zahlen, als zu der Zeit, in der der Energieverbrauch insgesamt hoch ist.“

Die Netze werden aber dennoch mehr in Anspruch genommen als heute. Das bedeutet auch in Zukunft Handlungsbedarf für die Energieversorgungsunternehmen und damit auch für Lothar Haupt, den Energieversorger schon seit 1991 als verlässlichen Partner in Nordsachsen schätzen.

Derzeit sind Mitarbeiter aus Audenhain unter anderem bis Delitzsch, Oschatz, Belgern, Dommitzsch aber auch in der Nähe von Wurzen unterwegs, um Freileitungen unter die Erde zu verlegen und Haushalte an die so modernisierten Netze anzubinden. Das klingt nach immer gleichen Aufgaben, doch Lothar Haupt winkt bei solchen Aussagen ab: „Die Bedingungen sind überall anders, von neuen Materialien über neue Technologien zur Verarbeitung von Kabelgarnituren und bis hin zur Einhaltung gesetzlicher Regelungen.“

Enorm entwickelt hat sich in den zurückliegenden Jahren die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Technik. Das fängt bei Werkzeugen wie Kabelpressen an, die früher mechanisch bedient wurden und heute einen Akku haben. Am anderen Ende steht die Grabenfräse, die es erlaubt, Kabelgräben schnell und sehr exakt zu ziehen. Dazu kommen moderne Materialien wie Kompaktklemmringe, die es erlauben, Arbeiten unter Spannung durchzuführen und damit sicher Abzweige von einer Hauptleitung vorzunehmen.

Um anspruchsvolle Arbeiten wie diese vornehmen zu können, haben die Mitarbeiter spezielle Qualifikationen durchlaufen und müssen ihr Wissen alle vier Jahre aufs Neue testen lassen. Für Lothar Haupt ist dieser beständige Wissensaufbau unerlässlich.

Der Unternehmer weiß um die hohe Ausdifferenzierung seiner Branche. „Man muss genau schauen, welchen Bereich man selbst fachgerecht realisieren kann, für welche Leistungen man mit Nachunternehmen arbeitet und von welchen Arbeiten man Abstand nimmt“, skizziert er die Strategie, die sicher auch künftig Erfolg verspricht.

Ohne die Elektrotechnik, so viel steht fest, sähe es in vielen Bereichen des Privatlebens, der Wirtschaft, des öffentlichen Raums sprichwörtlich dunkel aus. „Ohne Energieversorgung geht nichts mehr“, sagt Lothar Haupt und bedauert es deshalb umso mehr, „dass so wenige Menschen einen Beruf in diesem Bereich erlernen und ausüben wollen.“ Dabei seien die Arbeiten sehr vielseitig und abwechslungsreich. „Nicht nur körperliche Tätigkeit, sondern logisches Denken und Handeln sind gefragt.“
 


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