Donnerstag, 14. November 2019
Freitag, 18. Oktober 2019

BELGERN-SCHILDAU

Geschmackvolle Schildbürger

Geschmäcker sind verschieden. Deswegen gibt es die Schildbürger auch in verschiedenen Kombinationen.Foto: Unternehmen

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schildau. Die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH ist für die Zukunft gerüstet. Sie punktet mit neuen Produktideen, wie den Duo-Packs, sowie mit einer deutlichen CO2-Reduktion im Betrieb.

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Wer kennt sie nicht – die Geschichten, die sich um die  schlauen Schildbürger ranken. Und weil die Streiche längst überregional Bekanntheit erlangt haben, lag es für die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH nah, mit diesem Alleinstellungsmerkmal auch in den Regalen zu wuchern.

Ob Wiener, Bockwurst oder beispielsweise Knacker  – wo „Echte Schildbürger Wurst“ draufsteht, ist auch echte Schildauer Wurst drin. Mit seinen neuen Duo-Packs bietet das Unternehmen Kunden die Möglichkeit, mit nur einem Griff gleich zwei Geschmäcker zu befriedigen. Die Packs werden dabei in verschiedenen Kombinationen angeboten.

Bei einer derart fröhlichen Einladung zum Fleischgenuss wird gerne übersehen, in welcher schwierigen Lage die gesamte Branche steckt. Mit dem Ausbruch der Schweinegrippe in diesem Jahr in China und der Keulung von einem Drittel des Gesamtbestands ist der Schweinepreis durch die gestiegene Nachfrage aus Fernost auch in Deutschland durch die Decke geschossen.

Was einerseits die Fleischproduzenten freut, bereitet Wilfried Naumann Kopfzerbrechen. Denn auch für das verarbeitende Gewerbe würden dadurch seit März die Einkaufspreise steigen. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH spricht von einem drastischen Anstieg, der letztlich über den Handel an den Endverbraucher weitergereicht werden müsse.

„Eine solche Situation hat es noch nicht gegeben“, berichtet Naumann – „weder vor noch nach der Wende.“ Und derzeit kenne der Schweine-Index (Preisinfo für Schlachtschweine, Anm. d. Red.) nur eine Richtung; nämlich jene nach oben. Um auf eine schwieriger werdende Marktsituation zu reagieren, hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr einen großen Schritt unternommen: Dabei gingen die Schildauer der Frage nach, wie ein produzierendes Unternehmen seine Ausgaben senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit steigern könne.

Die Lösung lautet: Mit den oft unterschätzten Einsparpotenzialen beim Energieverbrauch. Lohn des sehr umfangreichen Konzepts: die Entgegennahme des sächsischen Gewerbeenergiepasses. Ausgestellt von einem durch die Sächsische Energieagentur geprüften Experten, beinhaltet der Gewerbeenergiepass (SäGEP) einen umfassenden Energieberatungsbericht mit der Beschreibung technischer Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung.

Der SäGEP wird seit dem Jahr 2008 vergeben und dient seitdem mehr als 250 Unternehmen als verlässliche Grundlage für Investitionsentscheidungen. Bei der traditionsreichen Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH konnten umfangreiche vom Freistaat sowie von der Europäischen Union geförderte Effizienzmaßnahmen in den Bereichen der Wärme- und Kältetechnik realisiert werden.

„Speziell bei unseren Kälteanlagen als auch bei der thermischen Nachverbrennung fiel eine große Menge an Abwärme an, die nun nicht mehr ungenutzt durch den Schornstein verpufft, sondern in Wärmerückgewinnungsanlagen fließt“, erklärte Wilfried Naumann. Eine Summe von 500 000 Euro investierte der Betrieb, darunter auch für eine neue effizientere Heißräucherei oder neue Druckerhöhungspumpen für die Hochdruckreinigung.

Am Ende stehen nicht nur geringere Energiekosten, sondern auch eine deutliche CO2-Reduktion von jährlich gut 200 Tonnen, was 10,5 Prozent entspricht. Damit sind die Schildauer für die Zukunft gut aufgestellt. Derzeit sind in dem Unternehmen 140 Mitarbeiter angestellt.

Mit neun „Ihr Kaufmann“-Filialen und fünf weiteren Fleischläden sichert man vor allem in ländlichen Gebieten der Region die Versorgung der Einwohner mit Lebensmitteln. „Das sind wir den Leuten einfach schuldig“, sagt Wilfried Naumann.
 


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