Donnerstag, 12. Dezember 2019
Mittwoch, 13. November 2019

TORGAU

Europäisches Netzwerk tagt in Torgau

Die Route führt von Engladn über Frankreich bis nach Deutschland (Pfeil) und endet in Polen.Foto: Liberation Route Europe

von unserer Redakteurin Elisa Perz

Torgau. Die deutschen Partner der Liberation Route Europe treffen sich am Mittwoch in Torgau. Damit könnte der Grundstein für ein weiteres touristisches Standbein der Elbestadt gelegt werden.

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Am heutigen Mittwoch könnte der Grundstein für ein weiteres touristisches Standbein von Torgau gelegt werden. Im hiesigen Rathaus findet erstmalig eine Tagung der deutschen Partner der Liberation Route Europe (LRE) statt, der Torgau möglicherweise als Mitglied beitreten wird. Die Route ist eine grenzübergreifende Gedenkstrecke entlang historischer Stationen des Zweiten Weltkrieges und richtet das Hauptaugenmerk auf die Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Besatzung, aber auch auf die noch lange nachwirkenden Folgen des Krieges. Sie verbindet die Orte, die die alliierten Streitkräfte auf ihrem Weg  in der Endphase des Krieges passierten. So führt die Strecke von Südengland aus zur Küste der Normandie, weiter durch die belgischen Ardennen, die  Niederlande und den Hürtgenwald bis nach Berlin und endet schließlich in Polen.

Hinter der Route verbirgt sich die gleichnamige Stiftung, die in den Niederlanden gegründet wurde und das Ziel verfolgt, nationale Sichtweisen auf die Befreiung Europas zusammenzubringen und die Bedeutung von Freiheit zu stärken. Dafür kooperiert die Stiftung mit mehreren Partnern. Dazu zählen unter anderem Museen, Tourismusverbände und Kommunen. Auch deutsche Organisationen und Einrichtungen finden sich unter ihnen. Beispielsweise das Museum Karlshorst in Berlin oder der Rureifel-Tourismusverein. Insgesamt werden bei der heutigen Tagung neun Vertreter deutscher Partner anwesend sein. Hinzu kommen Vertreter potentieller Mitglieder sowie die Vorsitzende der Stiftung Victoria van Krieken und Stiftungsdirektor Rémi Praud, die den Gästen die bisherige Arbeit der LRE und Möglichkeiten der Zusammenarbeit vorstellen sollen.

Stadtrat entscheidet

In einem Gespräch vorab betonte Oberbürgermeisterin Romina Barth gegenüber der Heimatzeitung, dass noch nicht feststehe, ob Torgau der Route wirklich beitrete. Diese Entscheidung fälle der Stadtrat. „Bei dem Treffen möchten wir neben der wichtigen Netzwerkarbeit die Vorteile einer Mitgliedschaft für uns als Stadt eruieren.“ Je nach Status der Mietgliedschaft könnte Torgau in verschiedenen Publikationen, touristischen Paketen  oder auf verschiedenen Messen verteten sein. Die Kosten variieren je nach Gegenleistung und nach Größe der Kommune beziehungsweise der Organisation.

„Daher ist es wichtig, ebenfalls darauf zu achten, welche Marketingstrategie die Stiftung verfolgt und ob diese für uns wirksam wäre. Eignen würde sich die Route zum Beispiel für Teilnehmer von Studienreisen, jedoch weniger für Familien oder Tagestouristen.“ Die letztere Zielgruppe scheinen für Romina Barth eher Routen wie der Elberadweg oder der Lutherweg, denen Torgau bereits angehört, anzusprechen. Hinsichtlich der LRE ist für sie auch eine lose Kooperation denkbar, um die Netzwerkarbeit zu intensivieren. Im diesem Rahmen könnten gemeinsame Projekte durchgeführt werden, beispielsweise mit Blick auf den jährlichen Elbe Day.

Marian Wendt hat Anteil

Ganz unabhängig davon freut sich die Oberbürgermeisterin, das Partnertreffen in Torgau austragen zu dürfen. In die Wege geleitet wurde es von Nordsachsens Bundestagsabgeordneten Marian Wendt, der sich in den vergangenen Monaten eingehender mit der LRE beschäftigt hat und dabei auf die fehlende Mitgliedschaft Torgaus stieß. Daraufhin setzte er sich mit Martin Schulz, seines Zeichens Schirmherr der Route, in Verbindung und machte sich bei ihm für Torgau stark. „Torgau kann von dem gegenseitigen Informationsaustausch unter den Partnern und dem einheitlichen Touristenmarketingkonzept des europäischen Netzwerkes profitieren. Die Stadt würde dadurch ein internationales Publikum und gleichzeitig einen größeren internationalen Bekanntheitsgrad erreichen“, argumentiert Wendt, der sein Kommen für heute genauso wie Schulz angekündigt hat.


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