Dienstag, 10. Dezember 2019
Freitag, 29. November 2019

TORGAU

"Nicht einfach, das Level zu halten"

Frieder Francke: „Jedes Jahr eine neue Herausforderung“.

H. Landschreiber

Frieder Francke über Charme, eine 17-tägige Herausforderung und einen kleinen Wintermarkt

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Torgau  Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Frieder Francke von der IG Weihnachtsmarkt, warum der Torgauer Märchen-Weihnachtsmarkt von Jahr zu Jahr erfolgreicher wird.

SWB: Woher kommt Ihr Optimismus und Enthusiasmus, im Schatten von Leipzig und Dresden in Torgau einen Weihnachtsmarkt auszurichten, Herr Francke?
Frieder Francke:
Ich glaube, dass viele Leute mittlerweile die überbordenden und überfüllten Weihnachtsmärkte der Großstädte meiden, wo man überall Schlange stehen muss. Die kleinen Märkte wie in Torgau üben einen großen Reiz aus, haben Charme und brauchen sich wirklich nicht zu verstecken. Die Besucherzahlen geben uns recht. Der Torgauer Märchen-Weihnachtsmarkt ist jedes Jahr erfolgreicher. Und wir verzeichnen in diesem Jahr einen Rekord: Es werden gleich vier Live-Bands spielen. Allerdings gibt es noch freie Termine auf der Bühne. Also, wenn Kindertagesstätten oder Vereine bei uns auftreten möchten, bitte melden.
Werden sich die Besucher in diesem Jahr mit einer „Sparvariante“ begnügen müssen?
Der Torgauer Wirteverein als Veranstalter schaut nicht zurück, sondern immer nach vorne. Das Zirkuszelt aus dem Vorjahr hätten wir wieder gern auf dem Markt gehabt, aber es hat nicht geklappt. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Die Mischung aus Glühwein, Leckereien und Kunsthandwerk bleibt bestehen. Auch das Fahrgeschäft Sauerwald ist mit Losbude und Karussell wieder vor Ort. Dazu bieten wir ein tägliches wechselndes Programm.
Also wird es auch kein Feuerwerk geben?
Nein. Viele Leute meinten, es sei nicht mehr zeitgemäß. Wir lassen Vernunft und Nachhaltigkeit walten, deshalb leidet ja die Qualität des Märchen-Weihnachtsmarktes nicht. Es ist nicht so einfach, Jahr für Jahr das Level mit einem täglichen Programm in einer Kleinstadt wie Torgau zu halten. Das ist eine Leistung. Sicherlich gibt es immer ein paar Wenige, die etwas zu meckern haben. Aber der Großteil unserer Besucher ist sehr zufrieden mit dem, was wir auf die Beine stellen. Beispielsweise richten Oschatz und Delitzsch nur an einem Wochenende einen Weihnachtsmarkt aus.
Ist der Zeitraum vom 6. bis 22. Dezember nicht zu lang, um täglich Leute anzulocken?
Der relativ lange Zeitraum wird vom Publikum angenommen. Wir haben festgestellt, dass der Zeitraum mit drei Wochenenden genau richtig ist und Sinn macht. Es ist zu einer schönen Gewohnheit geworden, dass sich viele Torgauer und Gäste am Abend auf einen Glühwein zum Quatschen auf dem Weihnachtsmarkt treffen, um die Winterabende entsprechend in Gesellschaft ausklingen zu lassen.
Wie schwer oder leicht ist es neben Ihrem eigentlichen Beruf, einen Weihnachtsmarkt zu organisieren?
Ich spreche da auch im Namen meiner Mitstreiter: Es ist wie jedes Jahr eine Herausforderung. Sei es beim Aufbau der Hütten, oder dem Anbringen der Beleuchtung. Das Programm muss organisiert, die Versicherung und GEMA müssen entrichtet, die Kitas angesprochen, der Wachdienst sowie Händler bestellt werden. Woran man alles denken muss! Es ist wie jedes Jahr sehr viel Arbeit neben dem eigentlichen Job, auch wenn vieles Routine ist. Wir befinden uns bei der Organisation auf der Zielgeraden. Wir sind ein schlagkräftiges Team, wo jeder seine spezifische Aufgabe hat.
Würden Sie sich über mehr Unterstützung freuen?
Das kann man so gar nicht sagen.  Victoria Troka von der Stadtverwaltung Torgau hat jegliche Unterstützung, die wir  benötigen, zugesagt.  
Belgern lockte mit der Veranstaltung „Advent in den Höfen“ Tausende Besucher an. Schielen Sie neidisch nach Belgern?
Nein, neidisch sind wir nicht: Wir ziehen den Hut vor dem, was die IG Oschatzer Tor Belgern an einem Tag im Ehrenamt auf die Beine stellt. Unsere Herausforderung ist es, an 17 Tagen dafür zu sorgen, dass die Leute nach Torgau kommen.
Können Sie abschließend noch einige Eckpfeiler des diesjährigen Weinachtsmarktes nennen?
Geöffnet ist täglich 11 bis 20 Uhr, an den Samstagen bis 22 Uhr. Am Sonntag, dem 8. Dezember, schneiden um 15 Uhr Oberbürgermeisterin Romina Barth und Theo, das Maskottchen der Landesgartenschau 2022 den Original Torgauer-Riesenstollen an. Der Erlös wird an den Förderverein Landesgartenschau 2022 für weitere Blumenampeln gespendet. Am 14. Dezember startet die „Lange Weihnachtsnacht“ bis 24 Uhr. Einen Tag später am 15. Dezember sind ab 17.30 Uhr der RADIO PSR Weihnachtsengel und das Energiebündelchen von MITGAS. Am 8. und 15. Dezember locken die Innenstadthändler ab 13 Uhr mit verkaufsoffenen Sonntagen.
Es war die Rede von einem Weihnachtsmarkt-Nachschlag?
Richtig. Wer von Glühwein, Bratwurst und Süßem nicht genug bekommt, für denjenigen gibt es eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes als Wintermarkt mit einigen Hütten und einem Karussell ab dem 27. Dezember bis zum 1. Januar. Wir haben auch zum Jahreswechsel geöffnet. Wer Lust hat, kann Silvester bei uns feiern.


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