Dienstag, 10. Dezember 2019
Freitag, 29. November 2019

BELGERN-SCHILDAU

"Jochens Genussreise" - Station 4: Großschlächterei Färber

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern. Mit einer großen Portion Neugier peilen wir in unserer Reihe "Jochens Genussreise" die nächste Station an. Die Großschlächterei Emil Färber in Belgern führte Jochen durch deren Produktion und dem anschließenden Werksverkauf.

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So langsam wird Jochen zu einem richtigen Bulli-Profi. Hürden wie beispielsweise die verriegelten Scheibenwischer sind längst genommen. „Alles nur eine Frage der Gewohnheit“, sagt der Döbrichauer. Und auch den Weg zur Großschlächterei Färber nach Belgern nimmt Jochen in gewohnter Routine in Angriff. Denn der Ostelbier hat bereits vor Jahren die hohe Qualität der hier angebotenen Waren kennengelernt. Als damaliger Vize-Vorstand des Döbrichauer Jugendclubs gehörte er in Belgern bereits zur Stammkundschaft. „Immer, wenn wir Feste vorbereitet haben, sind wir hierher zum Einkaufen gefahren“, erinnert er sich. Und gefeiert wurde viel.

Damals noch unter der Geschäftsführung von Dietmar Hecht wird der Betrieb seit dem 1. Mai dieses Jahres vom Proschwitzer Uwe Müller geleitet. Und mit diesem ging es für Jochen vor wenigen Tagen auf eine Entdeckungstour, die im Werksverkauf natürlich noch mit einer Verkostung der hier angebotenen Waren endete.

Hygiene ist im fleischverarbeitenden Gewerbe unerlässlich. Dem weißen Drüberzieher folgten sogleich noch Füßlinge und Haarnetz. Kurz noch die Hände desinfiziert und schon erschloss sich Jochen etwas, was er bislang nur aus dem Fernsehen kannte – das fachmännische Zerlegen von Schweinehälften und Rindervierteln in einem solchen Betrieb. „Etwa fünf Minuten brauchen unsere Leute, um ein Tier grob zu zerlegen“, erläuterte Geschäftsführer Müller. Würden kleinere Stücken bis hin zum Gulasch von der Kundschaft gewünscht, nehme jener Arbeitsgang entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Und Wünsche gibt es reichlich – nicht nur die Größe der Fleischstücke betreffend. „Bei uns entscheidet der Kunde auch, ob er seine Lieblingsstücke gepökelt oder naturbelassen mit nach Hause nimmt“, sagt Müller, an dem in jenem Moment auch schon ein Transportwagen vorbeigelotst wird, der mit rund 80 jeweils 3 Kilogramm schweren Kasslerkämmen behängt ist.

107 Leute arbeiten in der Färber-Firmenzentrale in Belgern, 188 im gesamten Unternehmensverbund, zu dem zwei weitere Standorte in Neuruppin und Luckenwalde gehören. In der Zerlegeabteilung, deren Zentrum von einem langsam aber stetig laufenden Förderband dominiert wird, hat auch ein Uwe das Sagen. Zerlegemeister Uwe Deutschmann gibt hier seit vielen Jahren das Tempo vor und koordiniert die abzuarbeitenden Bestellungen. Neben der Fingerfertigkeit seines Zerlegetrupps hat es Jochen Pulver hier vor allem die Schleifenknotmaschine angetan. Allein der Name lässt Laien jedoch im Dunkeln. Uwe Müller – er kennt die Arbeit hier aus dem Effeff – greift daher zu einem zerlegten Teilstück, hält es unter den spitzen Dorn und in null Komma nichts ist es mit einem Aufhängebändchen versehen. 

Der Weg durch die 4800 Quadratmeter großen Räume führt weiter, noch einmal vorbei an Rindervierteln und Schweinehälften. „Die meisten Betriebe und Private, die bei uns schlachten lassen, sind mit der Region verwurzelt“, sagt Uwe Müller mit einem Blick auf acht ausgewählte Angus-Rinderviertel, die für einen Kunden aus Trossin zerlegt werden. Kurze Wege, kompetente Ansprechpartner und die Einhaltung des Tierwohls – bei Färber hat man sich in all den Jahren einen sehr guten Ruf in der Branche erarbeitet, auch wenn man mittlerweile von der Größe her nicht mehr zu den TopTen in Deutschland gerechnet wird. Doch wichtiger als Größe ist dem Unternehmen Qualität und Flexibilität. „Wir sind ein erfolgreicher Nischenanbieter“, ist Uwe Müller auf die gesamte Färber-Mannschaft stolz. 

Nach einer Dreiviertelstunde und Zwischenstopps am verpackten Bauchspeck und mit Schinken gefüllten Kisten endet der Rundgang im Werksverkauf. Hier sorgen die beiden Verkäuferinnen  Sabine Hirsch und Daniela Budnik seit Jahren für eine gutgelaunte Stammkundschaft. „Unsere Wiener sind der Hit“, schwört Sabine Hirsch. Auch Bockwürste, Kammstücke, die mit viel Liebe gestippten Schaschliks und natürlich der Rinderbraten würden reichlich nachgefragt. 

Der Werksverkauf bietet nicht nur in Belgern zerlegtes Fleisch sondern auch Fleischprodukte anderer Hersteller an, zu denen Färber seit Jahren gute Geschäftsbeziehungen unterhält – so zum Beispiel auch zu der Wurst- und Fleischwaren GmbH aus Schildau. Seit wenigen Tagen gibt es – passend zur Jahreszeit – natürlich auch eine Weihnachts-Salami. Stichwort Salami: Die kann man getrost auch als Meterstab hier erwerben; Mal ein etwas anderes Geschenk und nicht nur etwas für Handwerker!

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