Dienstag, 25. Februar 2020
Mittwoch, 29. Januar 2020

DOMMITZSCH

Etwas Besonderes für die Stadt Dommitzsch

Skizze vom künftigen Areal „Zum Stadtpark 2“ in Dommitzsch. Die Zufahrt erfolgt von der Leipziger Straße. Foto: Quelle: Bachmann Badie, Architekten

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. „Leben und Lernen in Gemeinschaft – Neues Quartier in Dommitzsch“ steht als Begleitname für das, was auf einer größeren Fläche (ca. 1 Hektar) in der Straße Zum Stadtpark 2 entstehen soll. 

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Dommitzsch. Es soll etwas völlig Neues sein. Initiator Ralf Bergmann tat sich am Montag Abend im Dommitzscher Stadtrat schwer, ein vergleichbares Projekt in Deutschland als Beispiel anzuführen. „Leben und Lernen in Gemeinschaft – Neues Quartier in Dommitzsch“ steht als Begleitname für das, was auf einer größeren Fläche (ca. 1 Hektar) in der Straße Zum Stadtpark 2 entstehen soll. 

Interessenten 

Die einzelnen Grundstücke hat Bergmann bereits erworben und zusammengeführt. Nun soll es bald losgehen. Der Baustart wird für Anfang 2021 anvisiert. „Glauben Sie mir, der Bedarf ist wirklich vorhanden. Ich habe jetzt schon Interessenten von außerhalb für die Wohnungen, die geplant sind. Das ist genau das, was in Zukunft stärker kommen wird“, rührte der Leipziger Unternehmer, der in der Computer- und Baubranche tätig ist, die Werbetrommel.

Das Kölner Architektenbüro Architekturbüro Bachmann Badie habe es super verstanden, die zahlreichen Ideen in ein Projekt einfließen zu lassen. Es soll ein Ort entstehen, der ein gemeinschaftliches friedvolles Zusammenleben von Jung und Alt fördert, wo jeder dem Anderen gleichgestellt ist und vom Anderen lernen kann. Oder anders betrachtet: ein Lernort der besonderen Art, wo gewohnt und gearbeitet wird, heißt es in der Präsentation. 

Nicht isoliert leben 

„Wir wollen Menschen wieder zusammen bringen“, unterstrich Ralf Bergmann bei der speziellen Nachfrage, welche Vision dahinter steckt. Es sei doch gerade in den Großstädten Realität, dass viele Menschen völlig einsam und isoliert leben und für sich neue Wege suchen. Er habe konkrete Nachfragen aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich oder Berlin. Die Gemeinschaft solle im Mittelpunkt stehen. Hier könne man füreinander da sein. „Vielleicht findet sich eine Tagesmutter für Familien mit Kindern, natürlich wird es auch einen Pflegedienst geben“, machte Bergmann, der längere Zeit selbst in Dommitzsch gelebt hat, das ganze Spektrum deutlich. 

Die geplanten Häuser – fünf an der Zahl – ermöglichen eine Vielfalt an Wohnungen für sämtliche Bedarfe: barrierefreie Wohnungen für Senioren, Maisonette-Wohnungen für Singles und Paare oder ‚Einfamilienhäuser‘ für Familien. Die Gebäude an der ‚Werkstattstraße‘ bieten Platz für verschiedene Nutzungen. Hier könnten Werkstätten für Klein-Produktion, aber auch Ateliers und Büros untergebracht sein. Eine gemeinsame Fahrrad-, Holz- oder Textilwerkstatt soll vorhanden sein. Gemeinschaftliche Gärten, Obstwiesen und eine große Freizeit- und Spielfläche komplettieren das Areal. Das gesamte Grundstück ist autofrei, am Eingang befindet sich ein großer Parkplatz. Durchfahrten für Feuerwehr und Anlieferung seien aber möglich. Wie Ralf Bergmann deutlich machte, entstehen innerhalb des Quartiers auch Arbeitsplätze, durch die Bewohner ihr Geld verdienen. Die nötigen Werkstätten und Büros könnten gepachtet werden. 

Keine Asylbewerber 

„Nein, die Anlage ist nicht für Asylbewerber ausgerichtet“, betonte Bergmann auf Nachfrage der Räte. Man habe auch nicht vor, dort überwiegend Osteuropäer unterzubringen. Wenngleich die Wohnangebote allen, auch internationalen Interessenten, offen stünden. In drei Bauphasen sollen rund 30 Wohneinheiten aus dem Boden wachsen sowie eine Mehrzweckhalle und Werkstatt-Gebäude. Ende 2021 könnten vielleicht schon die ersten Mieter einziehen. „Wir planen noch eine größere Präsentation in Dommitzsch, sobald die Planungen abgeschlossen sind und Baugenehmigungen vorliegen“, so der Leipziger. Bei der Fläche am Stadtpark handelt es sich um ein ehemaliges Mühlengrundstück. 

Abriss geplant 

Ein Großteil der vorhandenen Gebäude werde abgerissen. Er habe verschiedene Investoren in der Hinterhand, die das Projekt unterstützen und Geld bereitstellen. Er brauche keine Bank und er verzichte auch auf Fördermittel, ließ Bergmann durchblicken. Das Dommitzscher Quartier könnte ein Modellprojekt werden, für das sich später auch überregional Zeitungen und Fernsehen interessieren, weckte er Spannung. Darin sieht auch das sehr engagierte Architektenbüro eine Chance. 

„Wenn es so umgesetzt wird, wäre es tatsächlich etwas ganz Besonderes“, schloss Bürgermeisterin Heike Karau diesen Punkt der Stadtratssitzung. 


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