Donnerstag, 20. Februar 2020
Mittwoch, 12. Februar 2020

TORGAU

Die wahre Bedeutung des Valentinstags

Kreispfarrerin Ann-Sophie Wetzer. Foto: TZ/ Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Der Valentinstag steht vor der Tür, doch hat er heutzutage mit seiner eigentlichen Bedeutung nicht mehr viel zu tun. Welche das ist und warum sich für deren Ergründung vor allem ein Gottesdienst eigenet, erklärt Pfarrerin Ann-Sophie Wetzer.

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Den Valentinstag verbinden die meisten Menschen mit Romantik und Kitsch. Doch in seinem ursprünglichen Sinn hat der 14. Februar eine ganz andere Bedeutung. Diese wird am morgigen Freitag aufgegriffen, wenn die Torgauer Kirchengemeinde 18 Uhr zum Valentinstags-Gottesdienst in die Schlosskirche einlädt. Was das besondere an dem Gottesdienst sein wird und welche Bedeutung der Tag für die christliche Kirche hat, erklärt Kreispfarrerin Ann-Sophie Wetzer im Gespräch.

TZ: Warum laden Sie gerade am Valentinstag zum Gottesdienst? Wie ist hier die Verbindung?
A. Wetzer:
Der Valentinstag ist ja keine moderne Erfindung des Handels, wie oft vermutet wird, sondern er ist christlichen Ursprungs und hat eine lange Entstehungsgeschichte. Dabei wird sowohl von einem Valentin von Rom als auch von einem Valentin von Terni berichtet, die beide den Märtyrer-Tod starben, da sie nicht von ihrem christlichen Glauben abzubringen waren. Bischof Valentin von Rom lebte im 4. Jahrhundert. Er habe Kranke geheilt und trotz eines Verbots des Kaisers Paare getraut und sie mit Blumen aus seinem Garten beschenkt, heißt es. An einem 14. Februar sei Valentinus hingerichtet worden, nachdem er die Tochter eines Gefängniswärters von ihrer Blindheit geheilt und seinen Brief an die Geheilte mit den Worten schloss: „dein Valentin“.

Schon in diesen Ursprüngen steckt viel mehr als nur die Liebe zwischen frisch Verliebten. Auch die aufopfernde Liebe einzelner für andere, die Nächstenliebe; die Suche nach Liebe; die Liebe, die sich gegen Schwierigkeiten durchsetzt… als das gehört auch dazu. Außerdem machen wir im Leben die Erfahrung, dass die Liebe zwischen Menschen Mühe, Geduld und Vergebung braucht. Um über diese Facetten der Liebe nachzudenken und Kraft zu tanken für die eigene Liebe – dafür gibt es diesen Gottesdienst.

Der Valentinstags-Gottesdienst feierte im vergangenen Jahr seine Premiere. Hat er sich bewährt? Und bahnt sich da eine kleine Tradition an?
Vielleicht! Im letzten Jahr kamen viele Menschen zum Gottesdienst. Und wir haben gemerkt, es gibt sehr verschiedene Bedürfnisse an diesem Tag. Viele finden sich in dem rosaroten Treiben, das der Handel zum Valentinstag bietet, nicht wieder. Der Wunsch, tiefer und vielschichtiger über Liebe nachzudenken, hat uns - also die Teilnehmenden am Gottesdienst - im letzten Jahr alle verbunden, das war schön. Darum machen wir es wieder.

Was macht ihn so besonders?
Inhaltlich geht es um die Liebe als verbindende und stärkende Kraft in unseren Beziehungen; es geht um das Schöne und Schwere in der Liebe. Dazu gibt es selbst geschriebene Texte von Menschen aus unseren Gemeinden, Poesie und Bibeltexte, besondere Musik und eben die Möglichkeit, sich einzeln, als Paar oder mit anderen segnen zu lassen – für die Liebe, die man eben in seinem Leben leben möchte. Am Ende gibt es ein Glas Sekt und Zeit für Gespräche.

Von wem wird er organisiert?
Wie schon im letzten Jahr sind wir ein Team aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen der katholischen und evangelischen Gemeinden Torgaus. Es ist ja ein ökumenischer Gottesdienst. Die Organisation und Vorbereitung haben wir zu sechst übernommen; dazu kommen noch weitere Personen, die sich im Gottesdienst auf verschiedene Weise beteiligen.

Und an wen richtet sich denn der Gottesdienst?
Wie für jeden Gottesdienst gilt auch hier: Alle sind willkommen. Und wie schon angedeutet, möchten wir mit diesem speziellen Gottesdienst besonders die Menschen erreichen, die sich für das Thema Liebe eine besondere Zeit gönnen möchten und ein Segenswort für ihren Weg mitnehmen wollen. Freundinnen, Freunde, Paare, Singles, Familien…

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