Samstag, 4. April 2020
Montag, 24. Februar 2020

TORGAU

Konfetti auf dem Rücksitz

Jederzeit startklar: Sven Zocher ist wochentags von morgens bis abends für seine Kunden erreichbar. Zusammen mit seinem Team fährt er am Wochenende auch nachts noch Gäste von der Party zurück nach Hause. Foto: SWB/J. Sachse

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Torgau. Am Faschingswochenende fährt diesmal – Taxi Zocher! Um 0 Uhr denkt im Unternehmen niemand an Schlafen. Im Gegenteil, jetzt beginnt die Hoch-Zeit.

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Ja, wenn es im Februar aufs Wochenende zugeht, verabschiedet sich Sven Zocher schon vom Plan, einen ruhigen Samstagabend zu verbringen. Er und seine Kollegen machen sich vielmehr darauf gefasst, die ganze Nacht über von Fahrgasttreffpunkt zu Fahrgasttreffpunkt zu pendeln. Auch das Telefon im Taxi wird kaum zehn Minuten am Stück still bleiben. Es ist Faschingszeit und „närrisch“ trifft den Nagel ziemlich gut auf den Kopf, wenn man auf einer solchen Schicht mal Mäuschen spielt. Erst nimmt man dem Durst ferne und mal mehr, mal weniger zurückhaltend kostümierte Gäste vor dem Festsaal auf. Dann erfährt man auf dem Weg zum vereinbarten Zielort allerhand unterhaltsame Nebensächlichkeiten, manchmal sogar die eine oder andere brisante Neuigkeit des vergehenden Abends und schließlich wartet man geduldig darauf, dass sich inmitten der viel zu großen Handtasche unter Herausschnipsen diverser Mengen an Konfetti und Flitter das Portemonnaie zum Zahlen findet. Sven Zocher kennt sich damit bestens aus: „Ich bin eher nicht der Karnevals-Fan, aber angesichts des ansonsten sehr ruhigen Nachtlebens in Torgau und Umgebung stellen solche  Fälle durchaus mal amüsante Höhepunkte dar.“

Doch das nächtliche Taxigeschäft ist nur ein kleiner Teil von dem, was das Unternehmen ausmacht. Jegliche Arten von Krankentransporten für die Kundschaft wird übernommen. Sei es die Fahrt zum Arzt, zum Krankenhaus, zur Chemo- oder Strahlentherapie - Taxi Zocher bringt jeden sicher ans Ziel. Zu den Hauptaufgaben gehören die werktägliche Beförderung von Mitarbeitern zur „Werkstatt für Behinderte Menschen“ vom entsprechenden Wohnort nach Torgau und wieder  zurück. Das gilt auch für Reiselustige in der Region Torgau-Oschatz.  „Wir sind Partner verschiedener Reisebusunternehmen, und übernehmen in deren Auftrag Zubringerdienste der Fahrgäste zu den Reisebussen“, erklärt Sven Zocher. „Wir sind Partner der OmnibusVerkehrsgesellschaft „Heideland“, kurz OVH. Diese bieten laut Fahrplan Rufbusfahrten an, mit deren Ausführung wir beauftragt sind. Rufbusfahrten können bis eine Stunde vor Fahrtantritt angemeldet werden. Diese Rufbusanmeldung erreicht uns dann per E-Mail und telefonisch von der Rufbuszentrale.“ Im Büro in der Güterbahnhofstraße ist es eigentlich nie still, ständig meldet sich das Telefon. Kein Tag gleicht dem anderen, der dazugehörige Stress gehört aber zum Alltag und lässt sich durch die Mitarbeiter kompensieren. 

Zur Erfüllung all dieser Aufgaben hat Sven sein 15-köpfiges Team an der Seite, auf das er sich rund um die Uhr verlassen kann. „Ja, die Gäste sind oftmals andere, aber die Fahrtrhythmen der Lebenshilfe-Shuttles sind immer dieselben, einige Arztfahrten wiederholen sich regelmäßig und auch unsere Tätigkeit als Subunternehmen für die Deutsche Post lässt sich gut vorausplanen“, beschreibt Zocher die Grundstruktur seiner Organisation des Unternehmens.   Ruhe kehrt nie ein, aber das soll sie auch gar nicht.

Und wer nachts um drei noch Pailetten aus dem Rücksitz saugen kann, der kommt mit dem normalen Alltag und seinen Herausforderungen im Taxigeschäft wahrscheinlich generell bestens zurecht.


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