Samstag, 28. März 2020
Freitag, 13. März 2020

TORGAU

Chefsache #9

Sebastian StöberFoto: Dirk Heinze

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Der (Wochenrück-)Blick geht diesmal nach vorn. In eigener Sache erklärt TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber, wie die TZ mit der Corona-Situation umgeht.

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Der gestrige Freitag hat mich gleich zwei Mal fassungslos gemacht. Nicht wegen der Maßnahmen, die unsere Regierung und die Verwaltung ergriffen haben, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen.

Die halte ich für absolut sinnvoll und dem aktuellen Wissensstand angemessen. Für die Bewältigung dieser Situation gibt es keine Blaupause, wir alle fahren auf Sicht. Und das Ziel, die Geschwindigkeit der Infektionswelle so weit wie möglich herunterzubremsen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, überzeugt mich.

Kurzzeitig die Fassung habe ich verloren, als am Freitag gleich zwei Falschmeldungen auftauchten, in denen von Corona-Infizierten aus Torgau die Rede war. Beide Falschmeldungen waren aufwändig gestaltet. Einmal als MDR-Beitrag, einmal als Beitrag der TZ. Das hat mit Spaß nichts mehr zu tun! Wer so mit den Ängsten der Menschen spielt, handelt verantwortungslos und aus meiner Sicht auch strafbar!

Die TZ-Redaktion versucht derzeit vor allem Ruhe und den Überblick zu wahren. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern nicht unbedingt die schnellsten, dafür aber absolut verlässliche Informationen liefern.

Deshalb stehen wir in Kontakt zu den maßgeblichen Behörden wie Stadt- und Kreisverwaltung und zum Torgauer Krankenhaus. Wir werden keine ungeprüften Informationen an unsere Leserinnen und Leser weitergeben.

In den kommenden Tagen und wahrscheinlich auch Wochen wird die Themenvielfalt Ihrer Heimatzeitung etwas leiden. Das öffentliche Leben – Kultur, Sport, Vereinsarbeit – über das wir intensiv berichten, findet aktuell nicht statt.

Unser Anspruch wird es aber dennoch sein, Ihnen jeden Tag eine interessante und lesenswerte Zeitung anzubieten. Dass diese Zeitung entstehen kann, ist freilich das Ergebnis von Teamarbeit. Wir haben verschiedene Vorkehrungen getroffen, um auch unter widrigen Umständen produzieren zu können.

Für Mitarbeiter der TZ-Mediengruppe, die nicht zwingend ortsgebunden sind, schaffen wir die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Wir schaffen so einen „virtuellen Verlag“, was uns die Möglichkeit gibt, den Produktionsprozess zuverlässig aufrecht zu halten, selbst wenn eine größere Anzahl der Mitarbeiter unter häusliche Quarantäne gestellt wird.

Der Druck der Torgauer Zeitung, ist auf Fachkräfte vor Ort in der Druckerei in Halle angewiesen. Diese sind in strikt voneinander getrennten Schichten und Arbeitsgruppen eingeteilt, um eine gegenseitige Infektion zu verhindern. Falls unser Druckstandort sehr stark betroffen sein sollte, besteht ein Notfallplan, wonach der Druckumfang der Zeitung reduziert wird, um so dennoch eine tägliche Erscheinung zu gewährleisten.

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