Mittwoch, 20. Juni 2018

 
Freitag, 4. Dezember 2009

LOKALGESCHEHEN

Chefsache

von unserem Chefredakteur Thomas Stöber

Beim Sport nennt man so etwas Zeitspiel, was die zuständigen Planungsbehörden und das Autobahnamt da in Sachen Bundesstraße 87n in den letzten  Wochen treiben.

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Beim Sport nennt man so etwas Zeitspiel, was die zuständigen Planungsbehörden und das Autobahnamt da in Sachen Bundesstraße 87n in den letzten  Wochen treiben. Beim Lesen des TZ-Beitrages am vergangenen Dienstag zu diesem Thema konnte ich das Aufsteigen von Wut in mir nicht verhindern. Da wird von Dorf zu Dorf, von Ortsteil zu Ortsteil gezogen, um dort gebetsmühlenartig immer wieder die von niemand gewollte Südvariante zur Autobahnanbindung zu erläutern. Die Reaktionen der Leute sind einhellig und voraussehbar, aber die Zeit verrinnt. Für wen soll die B 87n eigentlich gebaut werden (oder soll sie vielleicht gar nicht mehr gebaut werden)? Geht es hier um das Ego irgendeines Staatssekretärs, eines Planers, eines Amtsleiters oder aber um eine infolge der dort vorherrschenden katastrophalen infrastrukturellen Bedingungen in ihrer Existenz gefährdete Region?

Ein Blick auf den letzten Absatz des genannten TZ-Beitrages ließ mich zusammenzucken. „Nachtigall, ick hör dir trapsen“, pflegte mein preußischer Onkel immer in solchen Momenten auszurufen. Offensichtlich hat die Stadt Leipzig hinter den Kulissen ihr stimmgewaltiges Veto gegen die einzig gangbare und im Bundesverkehrswegeplan verankerte Nordvariante eingelegt, fürchtet eine zu hohe Belastung für die Einfallstraße an dieser Stelle. Das klingt mir recht nach Bauernopfer, das da unsere Region im Interesse Leipzigs, offensichtlich gestützt durch Autobahnamt und Landesdirektion, bringen soll. Das kann, das darf nicht sein. Offensichtlich müssen alle am Bau der Anbindung interessierten Kräfte noch enger zusammenstehen und ihren Druck in Richtung Dresden, in Richtung Berlin noch wesentlich verstärken, damit der Bau nicht einfach „vergessen“ wird.

Es gibt neben der B 87n noch eine ganze Menge anderer unendlicher Geschichten in unserer Region. Die Trossiner Abwasserproblematik gehört zweifelsfrei dazu. Und so habe ich das Kurzinterview letzten Freitag mit Nordsachsens Umweltamtsleiter sehr aufmerksam gelesen. Aber … wie bei vielen zuvor gemachten Äußerungen von mehreren beteiligten Seiten gab’s wenig Konkretes. Wenn doch tatsächlich, wie bestätigt, die Kostenberechnungen für beide Varianten zum Vergleich vorliegen, warum kommen sie dann nicht als Entscheidungsgrundlage auf den Tisch? Wir als Lokalzeitung stellen gern den vom Amtsleiter gewünschten Antrag zur Einsichtnahme im Interesse unserer Leser in der Trossiner und Dommitzscher Region. Denn nur wenn die Karten, egal ob Schwarzer Peter oder Joker, auf den Tisch kommen, kann die längst überfällige Entscheidung getroffen werden. Denn noch mal zehn Jahre diskutieren um des Kaisers Bart kann sich keiner mehr leisten.

Für jede Sauerei gibt’s ’ne Begründung, sagte mein Opa immer. Sie bemerken, ich hab’s heute ein wenig mit meinen Verwandten. Aber die Anrufer, die ich in diesen Tagen zum Abfräsen des Radweges zwischen Weßnig und Loßwig an der Strippe hatte, ließen mich an diesen Spruch erinnern. Sie wollten sich einfach nicht mit der im TZ-Beitrag von Mittwoch abgegebenen Begründung von offizieller Stelle zufriedengeben. Aber das ist ja hierzulande so ungewöhnlich nicht, wenn man an verschiedene Straßenbau- und Reparaturarbeiten und die dazugehörigen Infos zu Notwendigkeit und Zeitpunkt denkt.

Na gucke. Ein Lebenszeichen der Trossiner Bürgermeisterin in Sachen Kita-Telefon. Wer’s gestern noch nicht gelesen hat: schnell nachholen. Ich erspare mir aber einen Kommentar.

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