Montag, 22. Juli 2019
Freitag, 14. Mai 2010

FREIZEIT

Man könnte Bücher füllen

Von unserem Redakteur

Torgau/Tokio/Stuttgart (TZ). Nach meinem Japanologie-Studium an der Universität Leipzig trat ich im August 2003 meine erste Arbeitsstelle in Ishibashi in der Tochigi – Präfektur an. (Japan ist in 47 Präfekturen aufgeteilt und Tochigi ist eine der 9 Präfekturen, die keine Verbindung zum Meer hat) 20 000 Einwohner zählt die Stadt, die sich circa 90 Kilometer nördlich von Tokio befindet.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken
Torgau/Tokio/Stuttgart (TZ/US). Nach meinem Japanologie-Studium an der Universität Leipzig trat ich im August 2003 meine erste Arbeitsstelle in Ishibashi in der Tochigi – Präfektur an. (Japan ist in 47 Präfekturen aufgeteilt und Tochigi ist eine der 9 Präfekturen, die keine Verbindung zum Meer hat) 20 000 Einwohner zählt die Stadt, die sich circa 90 Kilometer nördlich von Tokio befindet. Ich war als Coordinator for International Relations (kurz CIR, zu deutsch: Koordinator für Internationale Beziehungen) in das Rathaus der Stadt Ishibashi gesendet worden.

Nach 3 Jahren war mein Vertrag in Ishibashi beendet, ich kehrte nach Deutschland zurück und arbeitete 6 Monate für einen japanischen Konzern als Dolmetscherin für das japanische Produktionsmanagement. Das Heimweh war wohl stärker und ich reiste gemeinsam mit meinem Partner wieder in das Land des Lächelns und setzte meine Arbeit ab August 2007 fort.

Unser Japan-Abenteuer endete zunächst am 23. Juni 2009 mit unserem Rückflug nach Deutschland, doch zu Ende ist es noch lange nicht Meine Erfahrungen während meiner insgesamt 5 Jahre als CIR möchte ich mit jenen verknüpfen, die sich nicht unbedingt im Arbeitsumfeld abspielten, aber doch irgendwo zu einem Stück Arbeit wurden und genau diese Überschneidung machte mein Leben in Japan interessant, spannend, manchmal auch ein wenig anstrengend, aber zweifelsohne lebendig und somit lebenswert.

In dem Moment, als ich für den Artikel meiner Heimatzeitung zusagte, hatte ich so viele Gedanken im Kopf, womit ich diesen Bericht füllen könnte, sodass es mir letztendlich schwerfällt, einen runden Titel mit ebenso rundem Inhalt zu verfassen. Es gibt einfach zu vieles zu berichten, was meinen Aufenthalt in Japan ausmachte und immer noch ausmacht und ein Kommentar meiner Uni-Professorin fasst das Ganze recht gut zusammen, meine ich: Erlebt man Japan eine Woche lang, schreibt man ein Buch, verlebt man einen Monat in Japan schreibt man einen Zeitungsartikel.

LEBT man in Japan, schreibt man gar nichts mehr. Doch bleibt mir nichts anderes übrig, als nun doch einen Artikel zu schreiben. Der Grund für eine CIR-Stelle in Ishibashi bzw. Shimotsuke ist die Städtepartnerschaft mit Dietzhölztal, einer Kleinstadt im hessischen Bergland. Auch gibt es seit 13 Jahren einen Sommersprachkurs mit circa 6 bis 8 Studenten aus München, die 2 Wochen in Gastfamilien verbringen und japanische Kultur zum Anfassen erleben.

Meine Aufgabe bestand darin, diese Austausche zu betreuen: die gesamte Kommunikation wie Teilnehmerlisten, Besuchsablauf, Vermittlung der Gastfamilien, Dolmetschen während des Besuches, nicht nur bei offiziellen Anlässen sondern während des ganzen Programms, Rund-um-die-Uhr-Betreuung, Mittler zwischen den Gästen und dem Rathaus und den Gästen und den Gastfamilien. Dies alles wird über den CIR kommuniziert und ist sicherlich eine der anstrengendsten, aber zweifelsohne auch einer der spannendsten Aufgaben. (Teil 3 folgt)


Zur Person


Die gebürtige Torgauerin Ulrike Schlack, geborene Ermel, verbrachte ihre Jugend in Klitzschen. Nachdem sie ihr Abitur in Torgau abgelegt hatte, studierte sie Japanologie (Nebenfächer BWL und Anglistik) an der Universität Leipzig. Nach ihrem Studium arbeitete und lebte sie insgesamt sechs Jahre im Land des Lächelns – in Japan. Seit Sommer vergangenen Jahres ist die 31-Jährige wieder in Deutschland und arbeitet neben ihrer Freiberuflichkeit (Dolmetscherin Japanisch) als Angestellte am Japanischen Honorarkonsulat.

Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
14.08.2019, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Sommerakademie 2019: Fachkräftemangel – Was tun?
27.08.2019, 16:00 Uhr - 19:00 Uhr
Sommerakademie 2019: Das Teilhabechancengesetz
28.08.2019, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
IHK-Sommerfest 2019
30.08.2019, 18:30 Uhr - 23:00 Uhr
Sommerakademie 2019: Betriebsprüfung im Lohn
02.09.2019, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr
Aktuelle Entwicklungen im Gewerberaummietrecht
10.09.2019, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
11.09.2019, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Mehr Erfolg durch E-Commerce - nicht nur für Händler
12.09.2019, 16:00 Uhr - 18:30 Uhr
Gründerabend
18.09.2019, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Unternehmerreise Sevilla / Spanien
25.09.2019 - 27.09.2019
26. Sachverständigentag in Leipzig
26.09.2019, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Update Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
26.09.2019, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
IHK-Umweltforum 2019
08.10.2019, 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
IX. Finanzmarktforum
08.10.2019, 13:00 Uhr - 18:15 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
09.10.2019, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Immobilienakquise - kreativ und rechtssicher
09.10.2019, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr
Sichere E-Mail-Kommunikation im Unternehmen
10.10.2019, 16:00 Uhr - 18:30 Uhr
Gründerabend
16.10.2019, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Business-Speed-Dating auf der Designers Open 2019
25.10.2019, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Workshop: Neue Strukturen im HR-Bereich
29.10.2019, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr
Seminartag (nicht nur) für das Gastgewerbe
04.11.2019, 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
06.11.2019, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Gründerabend
06.11.2019, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Seminarveranstaltung zum Facilitymanagement
27.11.2019, 16:30 Uhr - 19:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

Sommerlounge

Wahlabo

Torgauer Stadtmagazin

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga