Dienstag, 22. Oktober 2019
Donnerstag, 3. Dezember 2015

LOKALGESCHEHEN

"Ich hab wahrlich kain pferd …"

Thomas Lang. Foto: Geschichtsverein

Pressemitteilung

Torgau. „Ich hab wahrlich kain pferd“ – mit dieser Antwort musste der sächsische Kurfürst Friedrich III. von Sachsen (1486 – 1525) seinen Neffen Johann Friedrich abfertigen, als dieser im Mai 1521 um ein Turnierpferd bat.

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Torgau. „Ich hab wahrlich kain pferd“ – mit dieser Antwort musste der sächsische Kurfürst Friedrich III. von Sachsen (1486 – 1525) seinen Neffen Johann Friedrich abfertigen, als dieser im Mai 1521 um ein Turnierpferd bat. Diese Verlegenheit musste den Kurfürsten grämen, hatte er doch drei Gestüte und spezialisierte Stallungen zu einem frühen Zuchtsystem ausgebaut, und nun konnte er nicht einmal ein einziges Turnierpferd für die nächsten Verwandten stellen.

Turniere, schwergerüstete Rosse und Reiter springen förmlich vor das innere Auge, spricht man von Pferden im Spätmittelalter. Der Vortrag von Thomas Lang fußt auf umfangreichen Quellenstudien und soll deutlich machen, dass Pferde in dieser vorindustriellen Zeit vielmehr das Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft waren, unverzichtbar für Ackerbau, Handel, Nachrichtenübermittlung aber auch den Krieg. Allein am sächsischen Hof waren um 1500 etwa 200 bis 300 Pferde ständig im Einsatz.

Die kurfürstlichen Gestüte Bleesern, Allstedt und Seyda unter ihrem Leiter Hans vom Berge (‚mit den jungen Fohlen‘) sowie der Rennstall unter Christoph „bei den laufenden Pferden“ in Torgau und Wittenberg sollten den Nachschub für den Hof sichern.
Anhand der ältesten Zuchtrechnungen Deutschlands kann erstmals diese frühe „Pferdezucht“ vorgestellt werden. Zuchtziel waren damals verschiedenartige Pferde, die nach ihrem Potential zu Jäger-, Boten-, Wagen-, Schieß- oder Turnierpferden ausgebildet wurden. Insbesondere den Bedarf an den letztgenannten, hoch spezialisierten Turnierrossen konnten diese Gestüte dennoch nicht immer decken.

Der öffentliche Vortrag beim Torgauer Geschichtsverein, gehalten von Thomas Lang, Stiftung Leucorea/Hofgestütsverein Bleesern, beginnt am Mittwoch, dem 9. Dezember, um 19 Uhr, im ehemaligen Kurfürstlichen Kanzleihaus in der Wintergrüne 5. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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