Mittwoch, 13. Dezember 2017

 
Donnerstag, 8. Mai 2008

LOKALGESCHEHEN

Schildbürger überzeugen mit Sportlichkeit

Symbolischer Akt: Stadträte und Sportfunktionäre spielen dem Nachwuchs Bälle zu und umgekehrt. Foto: TZ/Jack

Gn. Schildau (TZ). Aller guten Dinge sind drei – im Fall der Stadt Schildau passt diese Redewendung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Und obwohl es in Schildau keine Boxer gibt, wurde die Stadt nach ihrem inzwischen dritten Anlauf in diesem Jahr in der Kategorie bis 5000 Einwohner zur sportfreundlichsten Kommune des Freistaates gewählt.

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Gn. Schildau (TZ/ej). Aller guten Dinge sind drei – im Fall der Stadt Schildau passt diese Redewendung wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Und obwohl es in Schildau keine Boxer gibt, wurde die Stadt nach ihrem inzwischen dritten Anlauf in diesem Jahr in der Kategorie bis 5000 Einwohner zur sportfreundlichsten Kommune des Freistaates gewählt. Ein wenig Geheimniskrämerei haben die Schildauer im Vorfeld betrieben, verrieten nur, dass sie sich erneut für den vom Landessportbund ausgerufenen Wettbewerb angemeldet haben und schließlich zur Auszeichnungsveranstaltung am 5. Mai eingeladen wurden. „Wir wissen noch nicht, welchen Platz wir haben. Aber unter den besten drei sind wir schon einmal“, erklärte Schildaus Kämmerin Vera Petersohn in der vergangenen Woche noch vorsichtig. Umso größer war die Freude, als Schildau am Montag als Sieger geehrt wurde.[## Werbung ##]

„Ein Organisationsgrad der 3692 Einwohner zählenden Stadt von über 28 Prozent ist ein Fakt, den es erst einmal zu toppen gilt. Hinzu kommen eine ungewöhnliche Fülle an Sportstätten und -anlagen, Investitionen für die Sanierung und den Ausbau dieser, kostenfreie Nutzung der Sportstätten für Kinder und Jugendliche, die besondere Verbindung von Sportvereinen und Stadtrat und Formen der Unterstützung der Stadt jenseits finanzieller Förderung“, würdigte Elke Müller, Präsidentin des neuen Kreissportbundes Nordsachsen, in ihrer Laudatio die Leistungen der Schildauer. Letztere hatten sich in den vergangenen zwölf Monaten richtig ins Zeug gelegt, um nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr diesmal „abräumen“ zu können.

Der Vizetitel 2007 „…hat uns, die Bürger Schildaus, Mitglieder der Sportvereine als auch Stadtrat und Stadtverwaltung angespornt, in diesem Jahr noch besser zu werden“, formulierten die Schildauer in ihrer aktuellen Bewerbung. So ist es ihnen gelungen, das gesamte Engagement auf eine noch breitere Basis zu stellen und somit den Grad der Organisation in Sportvereinen zu erhöhen. In konkreten Zahlen sieht das so aus: Von den insgesamt 3692 Einwohnern der Kommune Schildau sind zurzeit 1040 im Sport organisiert.

Daraus wiederum ergibt sich der eingangs erwähnte Organisationsgrad von 28,2 Prozent. Punkten konnte die Gneisenaustadt vor allem mit der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Vereinen. So unterstützt Schildau die Sportarbeit materiell mit Vertretern des Bauhofes bei der Rasenpflege und Platzbearbeitung. Auch im Hallenbereich werden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten übernommen. Angestellte der Stadt unterstützen die Vereine in der Verwaltungsarbeit, auf finanziellem Gebiet und in der rechtlichen Beratung sowie bei der Beantragung von ABM-Stellen. Vor allem die sportlich orientierte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wird in Schildau großgeschrieben. „Die Kinder beteiligen sich an der Olympiade für Einschulkinder und am Teddy-Cup des Kreissportbundes Torgau-Oschatz. Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern und Freude am Sport zu wecken, um sie später als neue Mitglieder für die Vereine zu gewinnen“, heißt es in der Bewerbung der Schildauer um den Titel „Sportfreundliche Kommune 2008“.

Auch finanziell hat die Gneisenaustadt in den vergangenen Jahren viel für die Entwicklung des Sports getan. So belaufen sich die jährlichen Zuschüsse für die Unterhaltungen und die Betriebskosten der Sportanlagen auf immerhin 52 300 Euro. Damit nicht genug. Reichlich 4,3 Millionen Euro hat die Stadt in der Vergangenheit in den Neubau und die Sanierung von Sportanlagen investiert. Eine finanzielle Entlohnung der zahlreichen Ehrenamtlichen ist der Stadt nicht möglich, da sie sich in der Haushaltskonsolidierung befindet. Wenn es erforderlich ist, werden in Absprache mit den Sportvereinen Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Sportarbeit freigestellt. Zudem belohnt die Stadt gute sportliche Leistungen mit Freikarten für das Erlebnisbad, Kegel- und Bowlingbahn, Museum und Kulturveranstaltungen.

Überzeugt hat Schildau des Weiteren durch die Vielseitigkeit des sportlichen Angebots. Denn hier wird bei Weitem nicht nur Fußball oder Volleyball gespielt, eine ruhige Kugel geschoben oder beim Tischtennis gegen den Ball gehauen. In Schildau können auch Sportarten wie Judo, Turnen, Bowling, Gymnastik, Schach, Reiten Kutschen fahren, Schießen, Rudern, Billard, Schwimmen, Nordic Walking und Tai Chi aktiv betrieben werden. Des Weiteren werden in der Bewerbung der Behindertensport und das Wandern auf dem Naturlehrpfad aufgeführt. Im Behindertenheim in Sitzenroda werden 40 Bewohner betreut. So haben sich drei Sportgruppen neu gebildet. Zwei Mal im Jahr werden Sportfeste und ein Crosslauf veranstaltet. Und im Reiterhof Taura haben die Bewohner wöchentlich die Möglichkeit, am therapeutischen Reiten teilzunehmen. Der Sport vermittelt den Bewohnern des Heimes Spaß und Lebensfreude, fördert das Selbstwertgefühl und die Überwindung eigener Grenzen.

Stimmen zur Ehrung

Martin Böttger, Bürgermeister: Ich freue mich sehr über die Würdigung. In dem Zusammenhang ist es wichtig hervorzuheben, dass wir dies trotz unserer finanziellen Lage erreicht haben. Entscheidend war sicher die große Bandbreite an Sportarten, die unsere Vereine bieten. Neben den klassischen Sportarten werden auch zahlreiche Randsportarten betrieben. Da sind die Schützen und der Pferdesport. In Sitzenroda wird Tischtennis und Schach gespielt. Auch haben wir erfolgreiche Judoka. Und nicht zu vergessen der Feuerwehrsport. Auch bei der Zahl der Sportanlagen ist Schildau hervorragend. Welche Kommune kann schon auf drei Turn- und eine Mehrzweckhalle verweisen. Zudem haben wir in jedem Ort einen Sportplatz, auch in Taura, obwohl es dort Festwiese heißt.

Vera Petersohn, Kämmerin der Stadt: Wir sind glücklich. Mit der Auszeichnung wurde anerkannt, was Schildau für den Sport leistet. Es ist eine Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit in denVereinen der Stadt und den dazugehörigen Ortsteilen. Die Sportler freuen sich mit uns gemeinsam über diesen Erfolg.

Hans-Jürgen Schmidt, Stadtrat und Vorsitzender des TSV 1862 Schildau: Ich bin stolz auf die Auszeichnung, auf unsere Stadt, auf meinen TSV. Unsere Aktiven, die im Wettkampf stehen, können fast ausnahmslos auf gute Platzierungen verweisen. Angefangen bei den Fußballern über die Volleyballer, die Kegler und auch die Judoka. Aber auch außerhalb unseres Vereins engagieren sich die Sportler sehr vielseitig. Diese Auszeichnung ist deshalb auch eine Würdigung der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, ohne die die aktiven Sportler keine Leistung erbringen könnten. Und der Erfolg spiegelt auch die seit vielen Jahren mehr als gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Stadtverwaltung wider.


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