Mittwoch, 22. November 2017

 
Freitag, 11. Juli 2008

LOKALGESCHEHEN

Ein Streber ist er ganz und gar nicht

Abi-Note 1,0 – Pierre Landrock aus Staupitz.Foto: TZ/Gutzeit

Staupitz (TZ). Ab der 7. Klasse hat er begonnen, an Mathematikolympiaden teilzunehmen, dann begab er sich unter die Fittiche der Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik (LSGM), einem Zusammenschluss engagierter Einzelpersonen zur Förderung mathematischer Nachwuchstalente. Unter Anleitung erfahrener Fachleute ging es dort auf Entdeckungsreise in die Gefilde der „Mutter aller Wissenschaften“.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken
Staupitz (TZ/ug). Ab der 7. Klasse hat er begonnen, an Mathematikolympiaden teilzunehmen, dann begab er sich unter die Fittiche der Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik (LSGM), einem Zusammenschluss engagierter Einzelpersonen zur Förderung mathematischer Nachwuchstalente. Unter Anleitung erfahrener Fachleute ging es dort auf Entdeckungsreise in die Gefilde der „Mutter aller Wissenschaften“. Er nahm an Korrespondenz-Seminaren teil, ließ sich Aufgaben und Arbeitsmaterialien zusenden, belegte Wochenendseminare. Vor wenigen Tagen war Pierre Landrock einer der 179 Abiturienten Sachsens, die für ihren Abschluss mit der Note 1,0 im Sächsischen Landtag durch Kultus-Staatssekretär Hansjörg König und der Vizepräsidentin des Landtags Regina Schulz ausgezeichnet wurden. Nun besteht das Abitur ja nicht nur aus Mathematik, doch Pierre weiß aus eigener Erfahrung, dass ihm die intensive Beschäftigung mit eben dieser Wissenschaft auch in allen anderen Fächern Gewinn gebracht hat. [## Werbung ##]

Ein Abschlusszeugnis voller Einsen – galt er am Johann-Walter-Gymnasium bei seinen Mitschülern als Streber? „Nein“, Pierre lächelt, „dadurch, dass ich zu vielen Leuten Kontakt habe, wir auch viel Freizeit – zum Beispiel an Wochenenden – miteinander verbringen, haben sie sich eher mit mir gefreut. Sie wussten ja auch, dass sie Hilfe bekommen, wenn sie nachfragen.“Als Anerkennung gab es vom Freistaat einen Büchergutschein (25 Euro) und eine Medaille aus Meißner Porzellan. Die Feierstunde in Dresden habe ihm gefallen, so Pierre. Drei Musikschüler der Landesmusikschule haben Bläserstücke aus der Renaissance dargeboten, was sehr schön gewesen sei. Pierre spielt selbst seit der 2. Klasse Keyboard, nicht in einer Band und auch nicht für Aufnahmen auf dem geliebten Computer, nur eben so, für den Hausgebrauch, als Ausgleich. Vom Johann-Walter-Gymnasium gab es ein Online-Stipendium. Das bringt Pierre künftig Vergünstigungen bei Telefon- und Internetanschluss, den Zugang zu Datenbanken, Praktika- und Jobangeboten sowie kostenlose Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements.

Wie geht es nun weiter mit dem klugen Kopf aus Staupitz? Am 1. September tritt er seinen Zivildienst an, im Torgauer Kindergarten der Volkssolidarität „Käthe Kollwitz“. Er wird dort handwerkliche Aufgaben erledigen. Auch das ist für Pierre nichts Außergewöhnliches. In Praktika und bei Ferienarbeit in der Handwerksfirma seines Vaters hat er sich schon diverse Kenntnisse erworben. Danach will Pierre Landrock Mathematik studieren. In Sachsen natürlich, weil da keine Studiengebühren fällig werden und die Mietkosten gering sind. Ist eben ein kühler Rechner, der Pierre. In Leipzig und Chemnitz hat er sich schon zum Tag der offenen Hochschultür umgeschaut. Und das hat ihm gefallen. Vor allem die Hochschule in Chemnitz sei nicht so überlaufen, was den Vorteil habe, dass die Beziehungen zu den Professoren enger sind. Apropos Beziehungen: Pierre, ein Schütze, ist noch zu haben, Ihr Mädchen.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

Weihnachts-Abo

AKTIONEN

sz-auktion

INFOS & EMPFEHLUNGEN


torgau druck online

Wohnungsmarkt