
Freitag, 3. September 2010
LokalgeschehenDienstag, 14. April 2009
Einmalige Atmosphäre
von unserem Volontär Felix Loß
In Gräfendorf trafen sich zum vierten?Mal Schlittenhunde-Rennteams aus ganz Deutschland
Gräfendorf (TZ). Bereits zum vierten Mal liefen am vergangenen?Wochenende Huskys und andere Rassen in Gräfendorf um die Wette. Beim Hundeschlittenrennen des Vereins „Sleddogsports Nord-Hessen“ (SSNH) gaben sich Hundezüchter und Musher, die Schlittenführer, zwei Tage lang ein Stelldichein. „Insgesamt konnten wir 40 Teilnehmer mit ungefähr 120 Hunden aus ganz Deutschland begrüßen“, sagt Thorsten Muth, Turnierleiter und Organisator vom SSNH. „Wiederum eine Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr, das freut uns natürlich am meisten“, so Muth weiter.
Die Musher und vor allem ihre Hunde kämpften dabei am Wochenende um die besten Zeiten. In verschiedenen Kategorien wurden die dreieinhalb Kilometer mal auf einem Schlitten, mal auf dem?Fahrrad von ein bis sechs Hunden zurückgelegt. Aus der Region trat Carsten Flauger aus Arzberg an. Er ging mit acht Hunden an den Start und konnte in seiner Klasse den ersten?Platz erzielen. Doch die Zuschauer, die sich bereits am Samstag auf das nachmittägliche Spektakel und Kräftemessen gefreut hatten, wurden wohl enttäuscht. „Wir mussten das Rennen kurzfristig bereits auf die Morgenstunden verlegen“, erklärt Muth. Die Wetterbedingungen seien für die Tiere einfach nicht ideal. Am Nachmittag sei es auch im Wald, wo der Großteil der Strecke entlangführte, zu warm für die Hunde. „Am Sonntag mussten wir es entsprechend genauso machen.“
Dennoch fanden einige Schaulustige in den?Mockrehnaer Ortsteil, denn auch andere Aktivitäten ließen bei den?Mushern keine Langeweile aufkommen. „Das Rennen insgesamt dauert ja lediglich ungefähr zwei Stunden, doch auch den Rest des Tages wollen die Teilnehmer etwas erleben“, weiß Thorsten Muth. Hufeisenwerfen und Bowling sind nur zwei der angebotenen Nebenwettbewerbe, die zum Zeitvertreib angeboten wurden. Doch die meisten Musher nutzten ihre Zeit vor allem, um gemeinsam mit Freunden, die man lang nicht mehr gesehen hat, ein tolles Wochenende zu verbringen – oft sogar mit der ganzen?Familie. „Wir sind zum zweiten Mal hier und ich könnte mir kein besseres?Osterwochenende vorstellen“, erklärt Dirk Böttcher aus Luckenwalde. Er hat gleich?Frau und Kinder mitgebracht, die das Familienoberhaupt beim Rennen richtig anfeuern sollten.
„Das Tolle an diesem Rennen ist eigentlich, dass es keine wirklich große Sache ist. Der Wettkampf macht hier in erster Linie einfach Spaß, wir machen uns keinen?Stress“, so der?Musher. Lieber sitze man mit den Menschen beisammen. Zudem sei die Atmosphäre einmalig. Im Grunde sehe es ja auch eher wie auf einem gemütlichen?Campingplatz aus als auf einer Rennstrecke. Gleichermaßen sieht es auch Stephan Holzhüter aus Erdeborn. Der junge Musher aus dem?Mannsfelder Land ist bereits zum dritten Mal hier. „Die Zwanglosigkeit hat mich hier überzeugt“, sagt er. Und wenn es nach ihm gehe, würden die Rennen in Gräfendorf auch noch in den nächsten?Jahren fortgesetzt. Und auch?Thorsten?Muth macht Hoffnung: „Sagen wir so, es gibt keinen Grund, nicht wieder nach Gräfendorf zu kommen“, sagt er optimistisch.
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