Montag, 6. April 2020
Dienstag, 26. Januar 2010

LOKALGESCHEHEN

Letzter Arbeitstag für Bürgermeisterin

Die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Carola Mörseburg (hier mit Ingrid Zorn links und Ursula Wodzinski rechts), verkündete gestern das amtliche Wahlergebnis im Beisein von rund 30 Einwohnern.Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Trossin (TZ). Mit der Bestätigung des amtlichen Wahlergebnisses gestern Abend 17 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Trossin ist es nun offiziell: Durch 831 Ja-Stimmen gilt Bürgermeisterin Ines Pfundt als abgewählt. Nur 143 Einwohner aus den Orten Falkenberg, Roitzsch, Trossin und Dahlenberg wollten die Gemeindechefin weiter im Amt sehen. Die Vorsitzende des Wahlausschusses, Carola Mörseburg, bestätigte gestern noch einmal eine äußert hohe Bürgerbeteiligung von exakt 81,22 Prozent.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken
Trossin (TZ). Mit der Bestätigung des amtlichen Wahlergebnisses gestern Abend 17 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Trossin ist es nun offiziell: Durch 831 Ja-Stimmen gilt Bürgermeisterin Ines Pfundt als abgewählt. Nur 143 Einwohner aus den Orten Falkenberg, Roitzsch, Trossin und Dahlenberg wollten die Gemeindechefin weiter im Amt sehen. Die Vorsitzende des Wahlausschusses, Carola Mörseburg, bestätigte gestern noch einmal eine äußert hohe Bürgerbeteiligung von exakt 81,22 Prozent. Ab dem heutigen Dienstag übernimmt bereits – wie Steffen Fleischer, Leiter des Kommunalamtes Nordsachsen, gegenüber TZ erklärte – der 1. stellvertretende Bürgermeister Tilo Süptitz die Amtsgeschäfte. Er könnte sie theoretisch bis zur Bürgermeister-Neuwahl, die nun innerhalb von drei Monaten zu erfolgen hat, weiterführen. „Verschiedene Varianten sind hier möglich. Das sollte mit dem Hauptamt und den Gemeinderäten abgesprochen werden.

Auf jeden Fall gibt es keine gesetzliche  Verpflichtung, einen Amtsverweser einzusetzen“, so Steffen Fleischer. Eine Widerspruchsfrist besteht für genau vier Wochen. In dieser Zeit hätte Ines Pfundt die Möglichkeit, die Abwahl anzufechten. Dazu müsste sie beim Verwaltungsgericht in Leipzig Klage einreichen. Die Aufwandsentschädigung, die sie für die Tätigkeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin bezieht, erhält sie lediglich noch für den Monat Januar, hieß es aus dem Kommunalamt. Danach wird kein Geld mehr an Ines Pfundt überwiesen. Dies sei ein gravierender Unterschied zu hauptamtlichen Bürgermeistern, die ihre Bezüge unter Umständen bis zum Ende der Legislaturperiode in Anspruch nehmen dürfen.

Die Aufwandsentschädigung für das Trossiner Oberhaupt wäre auch im Fall einer Fusion mit der Stadt Dommitzsch weggefallen. Als ehrenamtliche Gemeindechefin von Trossin kassierte Ines Pfundt übrigens – wie TZ bei der zuständigen Kämmerei in Erfahrung brachte – 1150 Euro brutto monatlich. Ausschlaggebend sei die Einwohnerzahl. Mit einer entsprechenden Pauschale könne auch ein Nachfolger in Trossin rechnen. Rudolf Kartheuser von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) wollte sich gestern mit der Nennung von Kandidaten noch zurückhalten. Man habe zwar schon mit bestimmten Personen gesprochen, sich bislang aber hauptsächlich auf das Abwahlverfahren konzentriert, um nicht den zweiten vor den ersten Schritt zu machen. „Dass der Bürgerentscheid so deutlich ausfiel, hat mich überrascht“, zeigte sich Kartheuser erleichtert. In Trossin sei der Erfolg am Sonntag mit einer zünftigen Wahlparty gefeiert worden, hieß es. Tilo Süptitz (FWG) schloss gestern eine eigene Bürgermeisterkandidatur kategorisch aus. Trotz aller Freude bekannte er, dass jetzt viel Arbeit auf die Räte warte.



Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

epaper-probelesen

Frühlings-Abo

Azubimesse
TZ-Probelesen

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga