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LokalgeschehenDienstag, 9. Februar 2010

Jetzt endlich eine eigene Dusche
Bei der Anlieferung der Duschkabine durch Manuela Merseburg konnte Christine Eckhardt noch etwas besser laufen.
Foto: TZ/C. Manthey

von unserem Redakteur Uwe Gutzeit



Torgau (TZ). In diesen Tagen fand der letzte und aufwändigste Fall der Reihe „Nachbarn in Not“ 2009 seinen Abschluss. Eigentlich soll die alljährliche TZ-Aktion einigen, vom Schicksal gebeutelten Menschen in der Vorweihnachtszeit etwas mehr Freude in den Alltag bringen. Das war im folgenden Fall allerdings zunächst nur verbal möglich, denn die Umsetzung des Weihnachtswunsches der Familie Eckhardt kostete einiges mehr an Vorarbeiten und organisatorischem Aufwand, die Umsetzung der Arbeiten wurde zudem zeitlich durch den Wintereinbruch gestreckt. Doch nun ist es dank der Sponsoren geschafft.

Das Schicksal von Christine Eckhardt, ihrer Tochter Annett und ihrer Enkelin Anita ist von Krankheiten gekennzeichnet. Die Oma hat schwere Krebsoperationen und Chemotherapien hinter sich, hinzu kommen Bypass-Operationen nach Herzinfarkten. Die 59-Jährige kann wegen eines Wirbelsäulenschadens nur an Krücken gehen und ist außerdem nierenkrank. Einen Tag, bevor sie im Januar eine Reha-Maßnahme antreten sollte, wurde auch noch Lungenkrebs festgestellt. Die Einlieferung in die Robert-Koch-Klinik Leipzig steht unmittelbar bevor.

Tochter Annett hat selbst auch schwere Operationen hinter sich. Und als ob das alles nicht genügen würde, leidet auch die zehnjährige Tochter an einer Blasenkrankheit mit zeitweiser Inkontinenz. Vorbildliche Hygiene ist notwendig, doch in dem alten Haus am Brückenkopf, welches Christine Eckhardt vor Jahren, als sie noch Markthändlerin war, für wenig Geld erwarb, befand sich bis vor wenigen Tagen keine funktionstüchtige Möglichkeit, zu baden oder zu duschen. Die beiden Frauen haben die Enkelin früher in einen Bottich gestellt und gewaschen, doch nach den vielen Operationen  ist ihnen das schon rein körperlich nicht mehr möglich. Das Förderschulzentrum Torgau machte die Torgauer Zeitung auf die schwierige Situation der Familie aufmerksam.
Die TZ bezog die Firma Sanitär- & Heizungstechnik (SHT) GmbH Torgau und den OBI-Baumarkt ein und suchte nach Möglichkeiten, zu helfen. Denn die finanziellen Mittel der Familie sind bescheiden.

Die Oma kann nicht mehr arbeiten, die Tochter geht einer einfachen Tätigkeit nach, ist aber oft krankgeschrieben. Für Arbeiten im und am Haus ist derzeit keinerlei finanzielles Polster vorhanden. Kurz vor Weihnachten kam die Information vom OBI-Baumarkt, dass eine Dusche mit Duschbecken zur Abholung bereitsteht. Die Firma SHT Torgau sagte den kostenfreien Einbau zu. Der Hausmeister der Torgauer Verlagsgesellschaft versprach im Duschbereich zu fliesen und setzte das auch prompt in die Tat um. Nun war der Einbau beendet. Ein allerletztes Problem gab es dann doch noch: Beim Öffnen der Duschtür hing die Lampe im Weg. Außerdem gibt es Vorschriften, wie weit eine Lampe wegen Spritzschutz von der Dusche entfernt sein muss. Also wurde eine weitere Firma gebraucht, die die Lampe versetzt. Die Torgauer Firma „Elektroinstallation Genske & Müller“ hat auch hier sofort Hilfe geleistet.
Christine Eckhardt am Telefon gegenüber der Torgauer Zeitung: „Bitte sagen Sie allen, die uns so sehr geholfen haben, in unserem Namen tausend Dank!“

Also: Allen, die an diesem „Nachbarn in Not“-Kraftakt mitgewirkt haben, nochmals ein herzliches Dankeschön!
Im vorliegenden Fall waren das:

OBI Markt Torgau (Dusche, Fliesenpaket und Zubehör);
Sanitär- & Heizungs-Technik GmbH Torgau (kompletter Duscheinbau);
Kittler Immobilien GmbH Torgau (Transport und Fliesen verlegen);
Elektroinstallation Genske & Müller Torgau (Elektrik).


Der Fall: Das Leben der Familie Eckhardt ist von Krankheit gezeichnet. In ihrem alten Wohnhaus gab es bislang keine intakte Dusch- oder Bademöglichkeit. TZ kümmerte sich um den kostenlosen Einbau einer Dusche.





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