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LokalgeschehenDienstag, 9. Februar 2010

Melkerelite kämpft um Liter und Punkte
Susanne Pielock vom Lehr- und Versuchsgut Köllitsch verpasste nur um zwei Punkte das Landesfinale. Gestern ermittelte sie mit den Jurymitgliedern Petra Bunzel und Tino Richter Normwerte für die Wettkampfteilnehmer. 
Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt



Köllitsch (TZ). Seit heute geht es für die sächsische Melker-Elite um die Wurst oder besser gesagt die Milch. Zum 10. Mal werden die besten Melker des Freistaates gesucht. In fünf Wettkampfdisziplinen kämpfen 50 Teilnehmer im Köllitscher Lehr- und Versuchsgut, im Köttener Stallgebäude der Arzberger Agrargenossenschaft sowie im Beilroder Landwirtschaftsbetrieb Stemmer um vordere Plätze. Veranstalter ist der Sächsische Landeskontrollverband, der durch den Verein Sächsische Melker Unterstützung erfährt. Das erste Wettkampfmelken ist für heute Nachmittag um 15.30 Uhr in Köllitsch sowie Beilrode angesetzt. Um 18.30 Uhr beginnt der Kampf um Zeiten und Punkte dann auch am Köttener Standort.

Seit Sonntagabend sind Fachleute bereits damit beschäftigt, Normen für die Wettkampfteilnehmer zu bestimmen. „Mittels vier Melkzeiten wird unter anderem die Arbeitsleistung festgelegt, die jeder Teilnehmer erreichen müsste“, erklärte Juryvorsitzender Tino Richter vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Bei der Arbeitsleistung handelt es sich um die Anzahl der Kühe, die pro Stunde gemolken werden können. „Die Bedingungen sind sehr gut“, freute sich Richter auf einen guten Wettkampf. Probleme mit den Minusgraden gebe es keine. Für die Kühe sei dies das geringste Problem.

Gemolken wird zweimal in der Disziplin Fischgräte, im Karussellmelkstand im Einzel- sowie Zweierteammelken sowie in der Kategorie Handmelken. Zusätzlich wird es eine Auszeichnung für den besten Lehrling geben, informierte Lehr- und Versuchsgutleiter Ondrej Kunze.
Den Teilnehmern wird aber nicht nur auf die Hände geschaut. So gilt es beispielsweise auch, Fähigkeiten beim Milchzelltest – einem Qualitätsnachweis für Milch – oder auch Wissen über Zucht, Haltung, Fütterung und Milchgewinnung unter Beweis zu stellen.

Die Bekanntgabe der Gewinner und offizielle Siegerehrungen erfolgen am 19. Februar ab 14 Uhr. Die drei besten Jungmelker (bis 25 Jahre) werden den Freistaat beim Bundesmelkwettbewerb im April in Bayern vertreten. Die Wettkämpfer hatten sich im Vorfeld bei insgesamt zehn Regionalausscheiden für das Landesfinale qualifiziert.







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