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LokalgeschehenDienstag, 9. März 2010

"Ruhe an der Front"
von unserem Redakteur Christian Wendt



Nordsachsen (TZ). Beim Landratsamt ist man sich sicher: Bis spätestens zum Jahr 2014 werde der Landkreis Nordsachsen über eine einheitliche Schulnetzplanung verfügen. Dr. Artur Beuchling, Leiter Kommunale Bildungsstätten, sieht zwar gerade für den Altkreis Torgau/Oschatz noch Nachholbedarf, doch spreche derzeit nichts dagegen, jenes Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Erst vor Kurzem hatte das Staatsministerium für Kultus die Fortschreibung des Schulnetzplans für den Altkreis Delitzsch bis 2014 genehmigt. Vor diesem Hintergrund lobte Michael Czupalla die Vorreiterrolle, die Delitzsch einnehme.

Was die Torgauer Region betrifft, herrscht nach Ansicht Dr. Artur Beuchlings derzeit „Ruhe an der Front“. Die Mittelschulstandorte Torgau, Mockrehna und Beilrode seien stabil. Auch bei den Grundschulen herrsche ziemliche Sicherheit. „Derzeit brauchen sich Eltern keine Gedanken zu machen, dass Grundschulen Mitwirkungsentzüge drohen“, gab er Entwarnung. Gegenüber der Torgauer Zeitung verwies er in diesem Zusammenhang vor allem auf die Region Ostelbien und hier speziell auf Arzberg. In jener Grundschule nähere man sich dauerhaft der vom Kultus vorgegebenen Mindestschülerzahl pro Klassenstufe von 15.

Sorgen bereite nach Aussage Beuchlings derzeit allein das Berufliche Schulzentrum. In Torgau liege man zwar noch deutlich über der Schmerzgrenze von 700, die Zahlen seien allerdings rückläufig. „Der Geburtenknick ist in den Berufsschulen jetzt deutlich zu spüren“, verwies Beuchling auch auf die anderen vier Berufsschulstandorte im Landkreis. Nach Meinung von Michael Czupalla müsse deswegen gemeinsam mit der Wirtschaft gezielt nach Lösungen gesucht werden. „Ich bin nicht bereit, das Problem sich selbst zu überlassen“, sagte der Landrat. An sogenannten Schulstammtischen sollten sich Vertreter der Schulen und der Wirtschaft zusammenfinden, um gemeinsam über Ausbildungserfordernisse zu sprechen. So könne einerseits die regionale Wirtschaft weiterhin von der Ausbildung vor Ort profitieren, indem gut ausgebildete Jugendliche dem Markt zur Verfügung stehen. Andererseits könnten die Berufsschulstandorte dadurch ihre Anziehungskraft erhöhen, was letztlich steigende Schülerzahlen zur Folge hätte, so die Hoffnung des Landrats.





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