Sonntag, 16. Dezember 2018

 
Donnerstag, 22. Juli 2010

LOKALGESCHEHEN

Ein Dorf will seinem Konsum helfen

Das Konsumgebäude in Langenreichenbach. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Langenreichenbach (TZ). Ein Dorf kämpft um seinen Konsum! Am heutigen Donnerstag haben Ortsvorsteher Detlef Bölke und Bürgermeister Peter Klepel einen Termin mit dem Insolvenzverwalter und dem Konsumvorstand vereinbart, um über Möglichkeiten nachzudenken, die zur Schließung vorgesehene Filiale (TZ berichtete) am Leben zu erhalten.

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Langenreichenbach (TZ). Ein Dorf kämpft um seinen Konsum! Am heutigen Donnerstag haben Ortsvorsteher Detlef Bölke und Bürgermeister Peter Klepel einen Termin mit dem Insolvenzverwalter und dem Konsumvorstand vereinbart, um über Möglichkeiten nachzudenken, die zur Schließung vorgesehene Filiale  (TZ berichtete) am Leben zu erhalten. „Es mangelt bei uns nicht am nötigen Umsatz. Hier liegen wir sogar im vorderen Drittel aller Filialen, wie uns gesagt wurde. Das Problem in Langenreichenbach sind die schlechte Bausubstanz und die hohen Nebenkosten“, sieht Detlef Bölke eine Chance, den Hebel anzusetzen. Schon im Vorfeld habe man sich Gedanken gemacht, um Abhilfe zu schaffen. Konkrete Vorschläge sollen dem Konsum heute in Eilenburg vorgestellt werden.

Ohne bis ins kleinste Detail gehen zu wollen, ließ der Ortsvorsteher einige Varianten und Lösungsansätze gegenüber TZ anklingen. „Ein Hauptproblem ist sicher die schlechte Bausubstanz des Daches. Wir haben uns das Gebäude angeschaut. Der obere Teil wird nicht genutzt. Die Dachhülle schützt hier quasi leeren Raum. Man könnte das marode Dach abtragen und ein Flachdach errichten. Dann wäre ein großes Problem schon beseitigt“, verdeutlicht Detlef Bölke. Hier könnte die Dorfbevölkerung den Konsum tatkräftig unterstützen. Allerdings nur mit Muskelkraft, denn über finanzielle Mittel verfüge man nicht. „Wir haben in Langenreichenbach keinen eigenen Haushalt mehr und wie die Finanzlage in der Kommune bestellt ist mit den Arbeiten in Kindergärten und Schule, dürfte bekannt sein“, so Bölke. Vielleicht lassen sich durch verschiedene Maßnahmen auch die Betriebskosten senken. Der Konsum müsse beispielsweise nicht schon 7 Uhr öffnen. Hier wäre eine Optimierung denkbar. Weiterhin gilt auszuloten, wie es mit den Energiekosten steht. Der umfangreiche Kühltheken-Bereich sei ein Stromfresser. „Ein Großteil der Einwohner würde alles Mögliche tun, um den Konsum zu halten. Als diese Woche ein Fernsehteam des MDR im Ort auftauchte, kamen spontan etwa 50 Bürger, um diesen Willen zu bekunden. Der Konsum muss bleiben.

Er gehört seit Jahrzehnten zu Langenreichenbach“, bekräftigte Detlef Bölke. Solange die Einwohner im Geschäft einkaufen und die Umsätze stimmen, bestehe Hoffnung. Dass diese Aussagen keine Floskeln sind und dass es die Langenreichenbacher sehr ernst mit ihren Bestrebungen meinen, zeigen weitere Varianten, die in den vergangenen Tagen diskutiert wurden. „Wir haben überlegt, ob wir dem Konsum notfalls auch das ehemalige Dienstleistungsgebäude gegenüber zu einem symbolischen Mietpreis anbieten. Hier sind derzeit verschiedene Vereine, das Museum und beispielsweise die Sachsenbiker untergebracht. Da müssen wir uns im Fall der Fälle einen Kopf machen.“ Für eine letzte Option, nämlich dass andere Gewerbetreibende das Sortiment weiterführen, sieht der Ortsvorsteher nur wenige Chancen. Man habe zwar einen Fleischer, Bäcker, Getränkehändler in Langenreichenbach, aber dass diese den jetzigen Konsum übernehmen, sei eher fraglich.

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