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LokalgeschehenSamstag, 24. Juli 2010

Was macht eigentlich Günter Bachmann?
Günter Bachmann.
Foto: TZ/Kraut

von unserer Volontärin Denise Kraut



Torgau (TZ). Das, worauf Günter Bachmann am meisten stolz ist, ist der Elberadweg und das Tourismuskonzept der Rolandstadt Belgern. Warum ausgerechnet darauf, stellt man sich dann die Frage. „Weil ich und meine Kollegen damals das Konzept für diese beiden Projekte erarbeitet und umgesetzt haben“, erzählt der Vater eines Sohnes.
Günter Bachmann war von den Neunzigern bis 2003 für den Handel und den Tourismus beim Landratsamt zuständig. „Man hatte damals über uns gelacht, als wir die beiden Vorschläge anbrachten“, erzählt der Rentner heute. Deswegen ist er umso stolzer, dass beides noch bis heute erfolgreich ist. Doch wie kam es dazu?

Nach der Schulzeit in Torgau begann Günter Bachmann 1958 eine Lehre im Betrieb seines Vaters, als Bau- und Konstruktionsschlosser. Doch das war nicht ganz das, was er wirklich machen wollte. Aufgrund einer Krankheit wechselte Bachmann in den öffentlichen Dienst und fand damit seine Berufung. Um so qualifiziert wie möglich für sein Amt zu sein, machte er für sieben Jahre ein Fernstudium zum Betriebswirt. Bald wurde er stellvertretender Abteilungsleiter für Handel, Versorgung und Wohnungspolitik beim Rat des Kreises, dem heutigen Landratsamt. „Wir mussten schon so einige Male um eine Wohnung kämpfen“, erinnert sich der Torgauer.
Doch dann, im Jahr 1990, brauchte man keine Wohnungspolitik mehr. Bachmann stellte sich die Frage: „Welchen Job bekomme ich nun?“ Noch heute ist er seiner damaligen Chefin dankbar, denn durch sie bekam er im Landratsamt einen Job, dort war er für den Handel und Tourismus zuständig. Zu dieser Zeit schaffte er viel in Torgau und Region. „Ich sorgte beispielsweise dafür, das die Preise entsprechend der gesetzlichen Vorgaben der BRD angeglichen wurden und somit deutlich bevölkerungsfreundlicher wurden“, erzählt der Rentner. Damals hatte er viel mit den Leuten zu tun und der Liebhaber von Kreuzfahrten ist noch heute stolz auf die Leistungen, die die Produktions- und Handelsleiter damals in kürzester Zeit erbracht haben.

Viel geschafft hat der heute 70-Jährige während seiner Amtszeit und dafür belohnt er sich und seine Frau jetzt. Zehn Kreuzfahrten können Bachmanns schon verbuchen. Von der Karibik bis nach Spitzbergen sind die beiden bereits geschippert und ein Ende ist noch lang nicht in Sicht. Bald geht es nach Brasilien. „Als ich meine Frau das erste Mal zu einer Kreuzfahrt überreden wollte, hatte sie furchtbare Angst über den Großen Teich, also den Atlantischen Ozean, zu fahren“, erinnert sich der Rentner.
Ist Günter Bachmann mal nicht auf hoher See, dann vertreibt er sich die Zeit im einheimischen Garten, spielt Schach am Computer, kocht oder er singt als Mitglied im Torgauer Männerchor. „Mittlerweile bin ich schon seit 50 Jahren in Chören aktiv“, sagt Bachmann stolz. Rad fahren und Schwimmen gehören außerdem zu seinen Hobbys.





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