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LokalgeschehenMontag, 26. Juli 2010

Rekordergebnis seit 1990
Im Torgauer Hafen wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 63 494 Tonnen Güter bewegt.
Foto: TZ/Archiv

von unserem Chefredakteur Thomas Stöber



Torgau/Dresden (TZ). Die derzeitige Ruhe im Torgauer Hafen täuscht, ist jahreszeitlich bedingt. Vielmehr macht der Blick auf das zurückliegende erste Halbjahr deutlich, dass es in der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), welche die Häfen in Dresden, Riesa und eben auch in Torgau betreibt, eine überaus erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen gibt. Die Elbe als eine der wichtigsten Wasserstraßen im Osten Deutschlands hat sich positiv als Transportweg für verschiedene Bereiche der heimischen Wirtschaft entwickelt.

Wie aus einer diesbezüglichen Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurden in erwähntem ersten Halbjahr 2010 insgesamt 1,04 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das ist für die SBO  das beste Halbjahresergebnis, das seit der Wende durch die Beschäftigten des Unternehmens erzielt werden konnte. Die Häfen profitierten dabei vom sehr guten Wasserstand der Elbe, der eine ökonomische Auslastung der Binnenschiffe ermöglichte. Der Binnenschiffsanteil am Gesamtgüterumschlag betrug zum ersten Halbjahr 2010 immerhin 156 367 Tonnen und erhöhte sich damit um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Einen besonders hohen Anteil am gesamten Schiffsumschlag konnte der hiesige Torgauer Hafen verzeichnen. Wie TZ von der Firmenzentrale in Dresden in Erfahrung bringen konnte, wurden von Januar bis Ende Juni dieses Jahres beachtliche 63 494 Tonnen umgeschlagen. Das entspreche einem Zuwachs von knapp 30 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Zu den am meisten in Torgau umgeschlagenen Gütern zählen unter anderem Holzpellets, Wasserbausteine und Düngemittel.

Ganz wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH als bedeutsames Sächsisches Logistikunternehmen ist vor allem auch die Entwicklung des Dresdner Hafens zum hervorragenden Dienstleistungsstandort  für den Umschlag von Schwerlast- und Projektladungen. Die Binnenschiffslinie ELP Elbe (Elbe Project Line) verkehrt mittlerweile mehrmals wöchentlich zwischen den Stationen Dresden, Aken, Schönebeck, Magdeburg und Hamburg. Der Anschlussverkehr von und nach Tschechien wird dabei durch die Binnenschiffslinie ETS Elbe gewährleistet.  

Die sehr gute Zwischenbilanz dürfte das Unternehmen ermutigen, weiter in ihre drei Häfen, also auch Torgau, zu investieren. Davon zeigte sich auch Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Sven Morlok gegenüber der Unternehmensleitung überzeugt. Er würdigte den kostengünstigen und umweltverträglichen Güterverkehr als sehr wichtigen Standortfaktor.




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