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LokalgeschehenFreitag, 30. Juli 2010

Der gesamte Wald wird gerastert
von unserer Redakteurin Julia Heide



Taura (TZ/jh). Derzeit untersuchen Experten des Staatsbetriebes Sachsenforst den Zustand der sächsischen Wälder. Die TZ sprach mit Jan Wolfram, Pressesprecher des Forstbezirkes Taura darüber.

TZ: Laut letzten Waldzustandsbericht im vergangenen Jahr befand sich der sächsische Wald unter Stress. Welche Einschätzung treffen Sie heute?  
J. Wolfram:
Eine Prognose ist im Moment noch schwer. Sicherlich wirkt der diesjährige Trocken- und Hitzestress wieder auf die Bäume ein. Und natürlich auch die Schnee- und Sturmereignisse dieses Jahres. Zudem kann eine entsprechende Erholung der Schädigungen bis zu 3 Jahre andauern. Dies kann sich noch zusätzlich auf den Gesundheitszustand auswirken. Im Bereich des Forstbezirkes Taura war der Waldzustand im sachsenweiten Vergleich sogar noch etwas besser, sodass wir hoffen, dass sich dieser Trend jetzt fortsetzt.

Worauf wird bei der Analyse besonderer Wert gelegt?

Die Waldzustandserhebung betrachtet den Kronenzustand der Bäume. Die Dichte und Farbe der Blätter beziehungsweise der Nadeln sind ein aussagekräftiger Indikator für die Vitalität der Wälder. An einzelnen Stichprobenpunkten in Sachsen werden zudem Boden- und Wasserproben, Nährstoffanalysen und Stoffeinträge aus der Atmosphäre gemessen.

Gibt es schon Ergebnisse?
Nein, bislang nicht. Endgültige Aussagen liegen erst gegen Ende des Jahres vor.

Wie viele Stichprobenpunkte im Forstbezirk gibt es?
Über die gesamte Waldfläche des Forstbezirkes, das sind 350 Quadratkilometer, wird ein Raster gelegt. An den 17 Stichprobenpunkten, die sich daraus ergeben, werden dann jeweils 25 Bäume untersucht.





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