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LokalgeschehenSamstag, 31. Juli 2010

Vier Partnerschulen aus der EU
Schulleiterin Rosmarie Fischer (l.) und Ingo Henjes, der Vorsitzende des Schulfördervereins, freuen sich zusammen mit der Projektverantwortlichen Rommy Knischourek, dass es in diesem Jahr endlich mit dem COMENIUS-Schulpartnerschaftsprojekt geklappt hat.
Foto: TZ/Kraut

von unserer Volontärin Denise Kraut



Gn. Schildau (TZ/dk). Mit dem Schild kamen sowohl der Vertrag als auch die Bestätigung, dass die Grundschule Schildau nun endlich nach acht Jahren am europäischen Projekt der Partnerschulen teilnehmen kann. „Gott sei Dank, die Arbeit hat sich doch gelohnt“, war der erste Gedanke der Schulleiterin Rosmarie Fischer, als sie vor drei Tagen den Brief öffnete.

Bei dem Projekt geht es darum, dass sich drei Schulen aus unterschiedlichen europäischen Ländern während eines Projektes, das sie gemeinsam erarbeiten, näher kennenlernen. Schon seit 2002 versucht die Grundschule der Gneisenaustadt, an diesem Programm teilzunehmen, bis jetzt jedoch erfolglos. „Schon kleine Formfehler im Vertrag oder ein nicht ausreichendes Thema der Schule genügten, um das Projekt zum Scheitern zu bringen“, sagt Rommy Knischourek. Die Lehrerin ist an der Schildauer Grundschule zuständig für das Programm. Allein die richtigen Partnerschulen zu finden sei extrem schwer, ergänzt sie noch. Im September vergangenen Jahres hat Rommy Knischourek deshalb eine Messe für Schulen besucht. Dort lernte sie Jane Wareham kennen, die Leiterin einer kleinen Schule in Wales. Gemeinsam mit ihr stellte Rommy Knischourek das Projekt auf die Beine.

„Jane Wareham hat es sozusagen in die Hand genommen“, sagt die Lehrerin. Sie sei auch diejenige gewesen, die zwei der beteiligten Schulen mit an Bord geholt habe und von ihr kam zudem die Idee für das Thema. Der walisischen Schulleiterin sei aufgefallen, dass viele ihrer Schüler extrem dick und unsportlich seien, erklärt Rommy Knischourek. „Da das Projekt zwei Jahre lang läuft und 2012 die Olympischen Spiele in London stattfinden werden, überlegten wir uns das Thema ‚Lasst uns fit und gesund sein‘“, so die Grundschullehrerin. Zum einen sei dieses Thema nicht nur besonders aktuell, sondern auch in so gut wie jedem Fach umsetzbar. An diesem Projekt beteiligt sind neben der Schildauer Grundschule und der Schule in Wales auch Einrichtungen aus Frankreich, Spanien, sowie Lettland. Bei der Partnerschaft müssen mindestens drei Schulen zusammenarbeiten. Dass es diesesmal sogar fünf sind, dient auch der Sicherheit des Projektes, denn sollte eine der Schulen abspringen, ist es nicht gleich zum Scheitern verurteilt.

Neben dem, was die Kinder durch das Thema über gesunde Ernährung und Fitness lernen, erweitert das Projekt auch das Wissen über die Partnerländer. „Die Schülern lernen andere Kulturen kennen. Außerdem hilft es beim Abbau von Vorurteilen und dem Schaffen vieler neuer Freundschaften. Von den Sprachen, die die Kleinen dadurch lernen, mal ganz abgesehen“, erklärt Rommy Knischourek. Außerdem werden regelmäßig Besuche veranstaltet, die durch das Programm gefördert werden. Erste Erfolge gäbe es schon jetzt, obwohl das Projekt noch gar nicht richtig angelaufen ist, wie die Lehrerin sagt. „Es sind schon etliche Brieffreundschaften entstanden. Außerdem wurden vor einigen Jahren fünf Vertreter der Stadt zu einem Jubiläumsfest nach Lettland eingeladen.“ Mit dabei auch Ingo Henjes. Der Vorsitzende des Schulfördervereins ist begeistert von dem Programm. „Für eine Grundschule, die auch noch in einer kleinen Stadt wie Schildau ist, ist die Teilnahme daran wirklich etwas Besonderes“, sagt er. Die COMENIUS-Schulpartnerschaften werden bei dem PAD, dem pädagogischen Austauschdienst in Bonn beantragt.





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