Dienstag, 23. Oktober 2018

 
Mittwoch, 31. August 2011

LOKALGESCHEHEN

Interviews über das Leben in DDR-Heimen

Laura Hottenrott.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Berlin/Torgau (TZ). Unterstützt unter anderem durch Mittel der Gerda-Henkel-Stiftung, ist die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau mit einer wissenschaftlichen Auswertung ihres Sammlungsbestands von 282 Sonderakten befasst.

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Berlin/Torgau (TZ). Unterstützt unter anderem durch Mittel der Gerda-Henkel-Stiftung, ist die Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau mit einer wissenschaftlichen Auswertung ihres Sammlungsbestands von 282 Sonderakten befasst. Diese wurden im Rahmen der Rehabilitierungsverfahren im Gedenkstättenarchiv in 476 Personendossiers zusammengetragen. Laura Hottenrott geht es allerdings auch um das, was nicht in den Akten steht. Hottenrott sucht nach einem – wie sie es nennt – multiperspektivischen Zugang. TZ sprach darüber mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Gedenkstätte, die in Berlin zu Hause ist.

TZ: Ihnen reichen die Aktenberge offensichtlich nicht aus ...
Laura Hottenrott:
Weil diese eine Geschichte „von oben“ schreiben. Die komplexe Wirklichkeit wird in den Akten reduziert, um rechtlich fixierte und normierte Entscheidungsbegründungen zu ermöglichen. So geben die Akten nur eine geraffte Form der Heimgeschichte Betroffener wieder. Sie dokumentieren allerdings nur Ausschnitte einer komplexen Lebenswirklichkeit ...
... die nun wie durchleuchtet werden soll?
Es soll eine Vielzahl an Interviews geführt werden, aus denen dann ein komplexes Bild abgeleitet wird. Deswegen haben wir bereits einen Aufruf gestartet, der sich in erster Linie an Heimkinder richtet. Natürlich hoffe ich auch, dass wir Eltern dazu bewegen können, über die Heimzeit ihrer Kinder Auskunft zu geben.
Oftmals wird der Aufarbeitung der Heimgeschichte nachgesagt, sie würde nur die Sicht der ehemaligen Insassen wiedergeben. Was ist beispielsweise mit den Erinnerungen einstiger Bediensteter?
Ich wäre sehr froh, wenn sich entsprechende Leute melden würden.
Wie viele Heimkinder haben sich auf den Aufruf bereits gemeldet?
Derzeit sind es etwa 30. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Zahl noch deutlich steigen wird.
Und mit allen sollen qualitative Interviews geführt werden?
Das wird wohl kaum möglich sein, zumal das Forschungsprojekt nur bis Mai 2012 läuft. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass – um eine breite Basis zu haben – die Interviewpartner nach inhaltlichen und lebensbiografischen Aspekten ausgewählt werden.
Was wird mit den Forschungsergebnissen passieren?
Ziel ist es, eine Publikation zu erarbeiten. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ein Teil der Interviews Bestandteil der Dauerausstellung in der Gedenkstätte wird.

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