Freitag, 24. November 2017

 
Donnerstag, 27. Dezember 2012

LOKALGESCHEHEN

Wunsch nach mehr Beteiligung

Beate Senftleben leitet das Bildungsprojekt „wintergrüne“. Foto: TZ/Kraut

von unserer Redakteurin Denise Kraut

Torgau (TZ). Genauso viel wie hinter dem Team um Beate Senftleben – der Leiterin des Jugendbildungsprojektes wintergrüne – liegt, genauso viel liegt auch vor ihnen.

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Torgau (TZ). Genauso viel wie hinter dem Team um Beate Senftleben – der Leiterin des Jugendbildungsprojektes wintergrüne – liegt, genauso viel liegt auch vor ihnen. Schon jetzt steht ein Großteil des Programms für das kommende Jahr. Im TZ-Gespräch resümiert Beate Senftleben noch einmal das Jahr 2012.

Ein aufregendes Jahr liegt hinter der großen Kreisstadt – am Dienstag beginnt bereits das neue. Auch in Sachen Jugendarbeit ist 2012 viel passiert – so zum Beispiel beim Jugendbildungsprojekt „wintergrüne“. „Am meisten habe ich über das Jugendbandprojekt, das seit September hier völlig selbstständig probt und hoffentlich bald erfolgreich Auftritte absolvieren wird, gefreut. Die Gruppe möchte kranken Kindern helfen und das in der knapp bemessenen Freizeit“, erzählt Beate Senftleben – die Leiterin des Bildungsprojektes. Doch es gab auch noch mehr Höhepunkte im Jahr, wie die gemeinsame Aktion mit der Bürgerinitiative für Demokratie Torgau rund um den Elbe Day, die über die Hintergründe rechtsextremistischer Musik aufklärte oder das der Erlös der Lesung mit Margot Käßmann zum diesjährigen Katharinatag dem Projekt zugute gekommen ist. „Von diesem Geld wollen wir ein Ferien-Kunst-Camp mit Kindern organisieren“, so Beate Senftleben.

Auch die Besucherzahlen für das Jahr – beispielsweise für Ausstellungen oder Programme – können sich sehen lassen. „Unsere Besucherzahlen klingen mit etwa 2500 für dieses Jahr erst einmal nach wenig, wer einmal bei Projekten und Workshops dabei war, das intensive Arbeiten erlebt hat, kann sie einordnen.“ Für das kommende Jahr stehen ebenfalls schon viele Projekte auf dem Plan der wintergrüne. Meine Kollegin, Frau Göcht, „kämpft“ noch um eine  Frühlings-Ausstellung für Vorschulkinder, weil wir an den Erfolg der „Mumins“ (Kinderbücher finnischer Autorin) anknüpfen und wieder einmal etwas für diese  Altersgruppe machen wollen. Im Herbst wird es unter dem Titel „Abgeerntet“ eine Ausstellung des Inkota e.V. geben, die Lebensmittel in den Blick  nimmt. Wie gesagt, das Kunstcamp steht noch auf der Agenda und das Wichtigste  für uns sind ja ohnehin die thematischen Workshops, die beispielsweise auf unseren neuen Flyern aufgeführt sind. Beate Senftleben weiß jedoch auch, dass es nicht überall so rosig aussieht. „Ein Problem, das meiner Meinung nach stärker wird, ist  die Handlungsunfähigkeit im Gemeinwesen, das heißt Kommunen sind finanziell  die Hände gebunden, es gibt weniger Geld für freiwillige Aufgaben. Wenn wir uns bemühen, Jugendliche zur Mitarbeit in Gremien wie dem Stadtrat zu bewegen, um dort direkt ihre Interessen wahrzunehmen, ist das wenig aussichtsreich, wenn dort auch nur die Verwaltung des Mangels auf der Tagesordnung steht.“ Sie wünscht sich deswegen sehr viel mehr Bewegung und Bürgerbeteiligung, damit Menschen tatsächlich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes teilhaben können.

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