Samstag, 14. Dezember 2019
Donnerstag, 8. Dezember 2016

TORGAU

Torgau wird die Landesgartenschau ausrichten!

Die Stadt Torgau aus der Luft.Foto: Torgauer Zeitung

Torgau hat es geschafft. Die Landesgartenschau 2022 wird an der Elbe stattfinden. Am Donnerstag teilte dies der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Kupfer mit.

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Torgau/Dresden. "Die Entscheidung, die 9. Landesgartenschau 2022 in Torgau auszurichten, ist eine hervorragende Chance für die weitere Entwicklung der Kreisstadt.", so der Landtagsabgeordnete und ehemalige Sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. Das Kabinett hat am Mittwochabend beschlossen, die Ausrichtung nach Torgau zu vergeben. Eine unabhängige, fachkundige Jury hat sich in einem Auswahlverfahren für diese Stadt entschieden. "Torgau hat sich ausgezeichnet präsentiert und wurde berechtigt zum Sieger gekürt. Ein besonderer Dank gilt hierbei der Oberbürgermeisterin Romina Barth und der Stadtverwaltung Torgau. Sie haben die Chance erkannt und die Möglichkeit optimal genutzt.", so Kupfer. 
Landesgartenschauen finden im Freistaat Sachsen in der Regel aller drei Jahre statt. 2006 hatte Oschatz in unserer Region die Ausrichtung. "Die Landesgartenschau hat die Stadt in einem Tempo vorangebracht, wie es ohne die Schau nicht möglich gewesen wäre.", so Frank Kupfer, der damals Vorsitzender des Fördervereins LAGO 2006 war und heute noch ist. 
"Den Torgauern empfehle ich, keinen Tag ungenutzt verstreichen zu lassen. Die Zeit scheint lang, sie ist es aber nicht. Auch hier kann ein Förderverein die Vorbereitung entscheidend unterstützen, in dem er die Interessen und Vorstellungen der Torgauer bündelt und mit in das Umsetzungskonzept einfließen lässt. Ich bin gern bereit, mich mit zu engagieren. Packen wir es gemeinsam an!", so Kupfer.

Auch Nordsachsens Landrat Kai Emanuel gratulierte: "Ich begrüße die Vergabe am Torgau. Die Landesgartenschau wird dazu beitragen, die Attraktivität der Kreisstadt weiter zu erhöhen." Dies sei ganz im Sinne des Landkreises, so Emanuel, dessen Amtssitz sich an exponierter Stelle auf Schloss Hartenfels am Elbufer befindet.

"Als langjährige Oberbürgermeisterin von Torgau freue ich mich natürlich sehr, dass die Landesgartenschau nach Torgau vergeben wurde. Dies hatte ich ja schon im Vorfeld und dann direkt im Wahlkampf als mein erklärtes Ziel propagiert und wichtige Kontakte geknüpft", sagte Torgau ehemalige Oberbürgermeisterin und jetzige Vize-Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, Andrea Staude (SPD). Erfreulich sei auch die Tatsache, dass ein Großteil der von ihr damals vorgeschlagenen Flächen auch bei der Realisierung eingebunden werde. "Für Torgau und die Menschen meiner Heimatstadt wird die Landesgartenschau zu einem echte Gewinn. Davon bin ich fest überzeugt. Das gilt auch für andere, von mir initiierte Projekte, die sich gegenwärtig in der Umsetzung bzw. schon kurz vor dem Abschluss befinden", so Staude.

Stolz äußerte sich die Torgauer Oberbürgermeisterin, Romina Barth
(CDU), über die Entscheidung der Landesregierung: "Dieser Zuschlag bedeutet für uns einen großen Sprung in die Zukunft. Es ist für uns auch Wirtschafts- und Tourismuskatalysator. Das Herzstück der Landesgartenschau ist unser Glacis. Hier soll exemplarisch dargestellt werden, wie sich Naturschutz, Gartengeschichte und urbane Nutzung im besten Sinne verbinden lassen. Und genau aus diesem Grund haben wir den Slogan Natur, Mensch und Geschichte gewählt. Wir möchten das Verbinden, was zusammen gehört. Wir knüpfen bei der Ausrichtung der 9. Sächsischen Landesgartenschau an eine Tradition aus einem vergangenen Jahrhundert an und gestalten mit allen Torgauerinnen und Torgauern unsere Stadt. Unsere Bürger sind sehr herzlich eingeladen, sich einzubringen und zu beteiligen. Die Anregungen, Ideen und auch Bedürfnisse waren bereits jetzt sehr vielfältig und zeigen das große Interesse an der Landesgartenschau in Torgau und diese Kräfte und Ideen werden jetzt gebündelt."

Für Torgau sei diese Bewerbung mehr als nur ein Papier mit Visionen gewesen, so Barth. Die  Entscheidung verstehe sie als Schritt in eine lebendige Zukunft der Stadt, die in den letzten Jahren im Dornröschenschlaf verweilt habe und auch durch die Sanierung von Schloss Hartenfels langsam wieder an Glanz zu gewinnen scheine. "Die Stadt Torgau versteht die Landesgartenschau nicht als Blumenschau, sondern als Stadtentwicklungsprojekt und ist Anstoß und Motor für zukünftiges Wirtschaftswachstum, für Wohnen und Leben, Tourismus und Kultur sowie Sport und Freizeit."

An der Vorbereitung der Landesgartenschau wolle sie die Bürger intensiv beteiligen und ihnen die  Chancen und Herausforderungen veranschaulichen, die die Ausrichtung einer Landesgartenschau mit sich bringe, kündigte die OBM an. "Torgau freut sich sehr , diese Aufgaben annehmen zu dürfen und diese mit Begeisterung und Faszination umzusetzen. Viele Bürger haben sich bereits mit dem ,Landesgartenschau-Virus' infiziert und werden diese Entscheidung der Sächsischen Staatsregierung mit großer Freude aufnehmen", ist sich Romina Barth sicher.
Ich freue mich sehr, dass wir nun die Möglichkeit haben, „NATUR, MENSCH und GESCHICHTE“ auf eine eindrucksvolle Art und Weise für Jung und Alt hier in Torgau in Einklang bringen zu dürfen.

„Die gute Nachricht der Zusage für die Landesgartenschau 2022 habe ich als Torgauer mit großer Freude aufgenommen. Nach 16 Jahren die Landesgartenschau wieder im Landkreis Nordsachsen zu wissen erfüllt mich mit Stolz", sagte am Donnerstag der in Nordsachsen direkte gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt. Dank Romina Barth und ihrem Team sei es gelungen eine mehr als überzeugende Bewerbung vorzulegen. Eine Landesgartenschau sei für die Region viel mehr als nur eine Gartenbauausstellung. Sie sei ein Motor für die nachhaltige Regionalentwicklung in Nordsachsen und werde weit über das Veranstaltungsjahr 2022 hinaus wirken. Die Entwicklung der Großen Kreisstadt Torgau könne mit der  Zusage weiter stark vorangetrieben werden. Der Imagegewinn für die Stadt sei gewaltig und strahle in die gesamte Region Leipzig, bis nach Berlin, hinaus. Nach dem Reformationsjahr 2017 setze sie Zukunftsimpulse für Wirtschaft, Infrastruktur, Stadtnatur und Lebensqualität, so der Torgauer.
Er versprach: "Für die bestmögliche Durchführung der Landesgartenschau stehe ich als aktiv Partner zur Verfügung, um z.B. über Bundesprogramme weitere Maßnahme, insbesondere im Bereich Infrastruktur und Kultur, zu unterstützen.  Natürlich braucht es außerdem das Engagement und die Zuwendung vieler Freunde und Förderer, der Bürgerinnen und Bürger von Stadt und Region. Ich bin mir sicher, dass die Landesgartenschau ein voller Erfolg wird!“

Begeisterung bei Beatrix Dörge, der Vorsitzenden des Wirtevereins Torgau: "Für die Stadt eine herausragende Geschichte. Für mich der Grund, meine für 2021/22 geplante Weltreise nochmal zu verschieben. Denn hier wird umgangssprachlich der Teufel los sein. Meiner Meinung nach bekommen wir schon im kommenden Jahr zum Reformationsjubiläum einen Vorgeschmack auf das, was Torgau ab 2022 erwartet."


Die nächste Landesgartenschau findet 2019 in Frankenberg statt. 

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