Donnerstag, 12. Dezember 2019
Donnerstag, 21. Januar 2016

LOKALGESCHEHEN

Das sagte Kai Emanuel in seiner ersten Neujahrsansprache

Ohne Bühne, was im Lapidarium auch räumlich schwierig geworden wäre, also quasi auf Augenhöhe mit seinen Nordsachsen hielt Kai Emanuel seine Neujahrsrede. Foto: TZ/S. Stöber

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Erstmals lud der Landkreis zum traditionellen Neujahrsempfang ins Lapidarium von Schloss Hartenfels ein. Für den 2015 neu gewählten Landrat Kai Emanuel war es ebenfalls der erste Empfang an Chef. Die TZ war im Keller dabei, lesen Sie hier, was der Landrat in seiner Rede sagte:

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Torgau. Landrat Kai Emanuel hat in seiner Neujahrsansprache angekündigt, „durch offensive Information und zielorientierte Arbeit im Sinne der Asylbewerber und unserer Bevölkerung zu guten Lösungen zu kommen.“ Vor rund 200 Gästen im Lapidarium schätzte er ein: „Wir haben es auch in Nordsachsen, dies haben die Veranstaltungen im letzten Jahr gezeigt, mit großer Angst zu tun, weniger mit Ignoranz und Intoleranz, aber mit einer großen Portion Halbwissen.“ Er mahnte dazu, Informationen sorgfältig zu prüfen, denn „die vorhandene Informationsflut gibt uns kaum eine Chance, zwischen Wahrheit, Gerüchten, populistischen Aussagen oder bewussten Falschmeldungen zu unterscheiden. Dies immer richtig zu erkennen, ist in der aktuellen Situation sehr schwer. “ Mit Blick auf die Silvester-Vorfälle in einigen deutschen Großstädten betonte er, „dass wir allen Migranten, die sich mit Willen und Ehrgeiz in unsere Gesellschaft, und damit meine ich symbolisch unseren Baum, in unsere Grundwerte, integrieren wollen, die helfende Hand reichen.“ Die Ausbildung von Parallelgesellschaften sei dagegen nicht tolerabel.

Derzeit erwarte man etwa 150 zusätzliche Flüchtlinge pro Woche, für die Quartiere bereitzuhalten seien – dazu benötige er  die Hilfe des ganzen Landkreises, „damit wir eben keine Turnhallen belegen müssen und keine Zeltstädte zu bauen brauchen.“ Dass sich alle Nordsachsen zugewiesenen Flüchtlinge in diesem Landkreis „verwurzeln“ werden, glaube er allerdings nicht. Mit Blick auf den Kreishaushalt erneuerte Emanuel seine Aussagen aus dem Silvester-Interview mit der TZ, dass es keine Abstriche an den für 2016 verankerten Zielen gebe: „Wir investieren auch in diesem Jahr in Bildung, KITAs, den Straßenbau oder auch in die Attraktivität unserer Heimatstädte.“ Wichtig für die Attraktivität der Region seien auch die hier aktiven Unternehmen. Große Sympathien formulierte Emanuel speziell für die Unternehmen, die einst Anfang der 90er Jahre mit großem Pioniergeist in Kellern oder Garagen entstanden und jetzt mit 60, 70 oder 80 Mitarbeitern extrem erfolgreich am Markt positioniert sind. „Auf diese Firmen, die unser wirtschaftliches Rückgrat bilden, setzen wir in der Zukunft und unterstützen sie umfassend – auch bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften.“

Sicherlich für die Wirtschaft ebenfalls nicht uninteressant gab der Landrat als kurzfristiges Ziel eine flächendeckende Vernetzung der Städte und Gemeinden des Landkreises mit mindestens 50 mbit/s schnellem Internet aus. Die Zeiten, in denen ein griechischer Bote die 42,195 Kilometer von Marathon nach Athen rennen musste, um die Information vom Sieg über die Perser zu überbringen, lägen schließlich 2500 Jahre zurück. Mit dem Vorliegen der Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse bis zum 29. Februar könnte also eine Dynamik in dieser Beziehung einsetzen. Auf die Beziehung zwischen Landkreis Nordsachsen und seinem Gründungslandrat Michael Czupalla ging Kai Emanuel bei seiner ersten Neujahrsansprache ebenfalls ein. Das gelungene Zusammenwachsen der Landkreise sei ein maßgeblicher Verdienst seines Vorgängers. „Ein Vierteljahrhundert – eine ganze Generation lang - prägte Michael Czupalla maßgeblich das politische Geschehen in der Delitzscher Region, später auch in Eilenburg, Oschatz und Torgau. Und im Gütesiegel ,Der Landrat‘ steckt deshalb immer ein gutes Stück Czupalla drin. Der Gelobte, für den Kai Emanuel laut eigener scherzhafter Bemerkung keine „Goldene Henne“ für das Lebenswerk unter dem Rednerpult deponiert hatte, weilte am Dienstag übrigens nicht unter den Besuchern. Andere Termine hätten eine Teilnahme verhindert, hieß es.

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